Schulabsentismus – Hinter jedem Fernbleiben verbirgt sich eine Geschichte

Shownotes

In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» spricht Damian mit Stephan Kälin. Der Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie FSP beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schulabsentismus. Gemeinsam gehen sie den Fragen nach, weshalb immer mehr Kinder und Jugendliche der Schule fernbleiben, welche Ursachen dahinterstecken, wie sich erste Warnsignale erkennen lassen und weshalb Schule, Eltern und Fachpersonen das Problem nur gemeinsam lösen können.

Im Gespräch wird deutlich, dass Schulabsentismus weit mehr ist als Schulschwänzen. Hinter dem Fernbleiben stehen häufig Ängste, psychische Belastungen, Mobbing, familiäre Herausforderungen oder eine fehlende Passung zwischen Kind und Schule. Wer nur auf die Absenz schaut, übersieht oft die eigentlichen Ursachen. Stephan Kälin plädiert deshalb dafür, von schulvermeidendem Verhalten zu sprechen und genau hinzuschauen, statt vorschnell auf fehlende Motivation oder Faulheit zu schliessen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind die vier Formen von Schulabsentismus: Schulphobie, Schulangst, Schulverweigerung und das Fernhalten durch die Eltern. Obwohl sie sich nach aussen ähnlich zeigen können, unterscheiden sie sich grundlegend in ihren Ursachen und benötigen unterschiedliche Formen der Unterstützung.

Besonders hilfreich ist die 3-6-Regel: Hat ein Kind innerhalb von sechs Schulwochen drei nicht zusammenhängende Absenzen, sollte die Situation unbedingt genauer abgeklärt werden – unabhängig davon, ob die Absenzen entschuldigt sind oder nicht. Schulabsentismus entsteht meist schleichend. Bauch- oder Kopfschmerzen, Schlafprobleme, häufige Fehlzeiten oder zunehmende Widerstände vor dem Schulbesuch können frühe Warnsignale sein. Je früher gehandelt wird, desto grösser ist die Chance, eine Chronifizierung zu verhindern.

Ein zentrales Thema der Folge ist die psychologische Sicherheit. Kinder brauchen tragfähige Beziehungen, das Gefühl dazuzugehören und eine Schule, in der sie sich sicher fühlen. Gute Beziehungen zu Lehrpersonen, ein positives Klassenklima sowie Anerkennung und Selbstwirksamkeit gehören zu den wichtigsten Schutzfaktoren gegen Schulabsentismus.

Immer wieder betont Stephan Kälin, dass Schulabsentismus ein Problem ist, das niemand alleine lösen kann. Erfolgreiche Prävention und Intervention gelingen nur, wenn Eltern, Schule, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und weitere Fachpersonen eng zusammenarbeiten. Entscheidend ist, früh zu handeln: Statt auf eine Besserung zu hoffen, gilt es, die Ursachen sorgfältig zu klären und die Rückkehr in den Schulalltag gezielt zu begleiten. Denn je länger ein Kind der Schule fernbleibt, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg.

Eine differenzierte Folge darüber, warum Kinder der Schule fernbleiben, weshalb frühes Erkennen entscheidend ist und wie gemeinsames Handeln den Weg zurück in den Schulalltag erleichtert. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.

Der Podcast ist unabhängig und unentgeltlich. Wenn du ihn schätzt, freue ich mich über deine Unterstützung. Herzlichen Dank!

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Die Musik wurde speziell von Singer/Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert.

Transkript anzeigen

00:00:00: Das kann von massiven Belastungen im familiären System, Scheidung, Tod oder Erkrankung von Eltern oder noch Verwandten bis hin zu einem massiven strukturellen Problem in der Schule gehen.

00:00:09: Der Schulabsintismus ist am Schluss nur ein Ausdruck einer darunter liegenden sehr oft komplexen Gemengelage aus ganz vielen verschiedenen Sachen.

00:00:19: Hallo zusammen!

00:00:19: Ich bin Damian, Lehrer und Redaktor bei SRF Kids und SRF School.

00:00:24: In meinen letzten Jahren als Klassenlehrer bin ich immer wieder Themen begegnet, die mich herausgefordert, beschäftigt und neugierig gemacht haben.

00:00:30: Heute gehe ich den Fragen an was Schulabsentismus genau ist wie man früher Warnsignale erkennt und wie man betroffene Kinder- und Jugendliche so unterstützen kann dass Drückkehr in Schulalltag klingt.

00:00:40: Bildungsreise Ein Podcast für alle, wo Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.

00:00:45: Wenn Kinder oder Jugendliche in der Schule länger fernbleiben, steckt nur selten fehlende Motivationen hinter.

00:00:50: Schulabsentismus hat verschiedene Gründe und in jeder Absenz steckt eine ganz eigene Geschichte.

00:00:56: Ängste, psychische Belastungen, Mobbing, familiäre Herausforderungen oder schulische Schwierigkeiten können dazu führen, dass die Schule weg plötzlich unüberwindbar wird.

00:01:05: Schulabsentismus entsteht meistens schleichend und ist weit mehr als bloßes Schulschwänzen.

00:01:10: Umso wichtiger ist es, genau herzschauen, erste Warnsignal früher zu erkennen um betroffene Kinder- und Jugendliche mit Verständnis und Offenheit statt mit vorschnellem Urteil zu begegnen.

00:01:19: Aber warum nimmt die Schulabszentismus zu?

00:01:21: Weil so spielt Bezieh zwischen Kind und ihren Bezugspersonen eine entscheidende Rolle.

00:01:26: Und was können die Schule und die Erziegsberechtigten machen bevor sich das Fernbleiben verfestigt?

00:01:30: Überall das möchte ich mir erfahren.

00:01:32: deshalb bin ich für diese Podcast folgend zu und sitzen heute gegen jemand von Stefan Keilin.

00:01:37: Merci vielmals, dass du dir heute Zeit nimmst.

00:01:38: Danke vielmals für die Einladung!

00:01:40: Du hast allgemeine Psychologie, Psychopathologie und Publizistik an der Universität Zürich studiert.

00:01:45: Und bist Fachpsychologe für Kinder- und Jugendpsychologie.

00:01:48: Seit Jahrzehnte schaffst du als Schulpsycholog viele Jahre im Kanton Zug und seit zwei Jahren in der Stadt Züri.

00:01:54: Seit Yearzehnten bist du zu diesem Selbstständig tätig als Coach, Supervisor und Organisationsentwickler.

00:01:59: Du beschäftigst dich seit vielen Jahren mit Schulabsentismus, weisst noch Bewellerenbegegnung oder Bewellerngeschichte, die zum ersten Mal klar wurde wie gross und wie belastend das Problem wirklich sein kann?

00:02:10: Ja, das war vor etwa zwölf Jahren bei meinem allerersten Fall.

00:02:14: Als ich gemerkt habe, wie umrächtig ich eigentlich bin und wie wenig ich über dieses Thema weiss.

00:02:19: Und dann v.a.

00:02:20: auch in den letzten sechs bis acht Jahren, wo das Thema wirklich eine riesige Abrisanz zugenommen hat also die Fallzahlen gestiegen sind.

00:02:28: In ganz vielen Fällen wurde klar, dass wir ein Problem haben.

00:02:32: Im ersten Teil geht es um das Verstehen.

00:02:33: Wir schauen zusammen an, was Schulabsentismus ist, welche Formen es gibt und wieso es fernbleiben von der Schule zugenommen hat.

00:02:39: Dann geht's ums Erkennen – wir besprechen wie man problematische Entwicklungen und Warnsignal früh erkennen kann.

00:02:45: Und zum Schluss geht´s ums Handeln!

00:02:46: Dort reden wir darüber, was Eltern, Schulen oder Fachpersonen konkret machen können, wenn ein Kind nicht mehr regelmäßig in die Schule geht.

00:02:53: Ziemlich genau vor einem Jahr, am siebten August, zweizehnfünfundzwanzig hat der LCH zusammen mit dem wälschen Pondant sich eine Medienkonferenz zum Thema Schulabsentismus gegeben.

00:03:03: Du bist dort als Vertreter von der Schweizer Vereinigung für Kinder und Jugendpsychologie dabei gewesen.

00:03:07: Wenn den Lehrerinnen- und Lehrverband so ein Thema auftragt anzusetzen, dann ist es relevant.

00:03:12: Also hat Schulabszentismus in den letzten Jahren bedeutend gewonnen?

00:03:15: Erkennen oder benennen wir das Phänomen heute einfach besser als noch vor einigen Jahren!

00:03:20: Nein, ich glaube es hat tatsächlich zugenommen.

00:03:22: Aber die Atsache, dass ich glaube, zeigt auch auf das man nicht wissen muss, dass wir keine belastbare Zahlen haben, weil es nicht gemonit wird, wie es systematisch in der Schweiz ist.

00:03:31: Wenn man aber in die Schulen geht fragen, dann merkt man es, dass es spürbar zugenäht.

00:03:36: Es gibt keine Schule oder kein Quartier, das nicht betroffen ist.

00:03:39: Früher kam ja Schulabsentismus vor allem in den Oberstufen.

00:03:42: Mittlerweile kommt es laut dem LCH immer häufiger auf den Primarstufen vor.

00:03:46: Was beobachtest du?

00:03:48: Das beobachte ich auch.

00:03:49: Und das erfüllt mich mit Sorge, dass die Fälle vor allem im Zyklus I und II spürbar zunehmen, wo das früher kein Thema war.

00:03:56: Auf der Oberstufe bleibt es, würde ich sagen, nicht vergleichen.

00:03:59: Dort ist Phänomen vom Schwänzen weiterhin eigentlich aktiv aber die anderen Fälle in den ersten beiden Zyklen zunehmen.

00:04:06: Hast

00:04:07: du das Gefühl, dass es vielleicht auch Entwicklungen gibt in der Gesellschaft, wo diese Zunahme begünstigen?

00:04:12: Ja, also einerseits gerade im Übergang so vom Vorschulbereich zum Schulbereichen gewisse Überprotektion von seinen Eltern.

00:04:21: Also dass man ein Kind weniger zutraut oder auch sehr viel Angst hat um Kinder.

00:04:25: Das ist eines Phänomenes und das andere Phänomene denke ich ist die Unsicherheit in unserer Gesellschaft im Generellen eben zuzunehmen als sich das schlussendlich auf Kinder übertragen.

00:04:34: Ein drittes Phänomen wäre also die Passung zwischen Schule und Kind, das sich auch verändert hat.

00:04:41: Es passt heute weniger zusammen als früher, dass es zusammenpasst.

00:04:45: Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung oder eine Entwicklung der Schule oder eine Nicht-Entwicklung von der Schule, die begünstigt wird, damit es zur Schulabsentismus kommt.

00:04:52: Für ein paar werden wir sicher noch reden, aber vielleicht noch zuerst die Überbehütung.

00:04:56: Das würde mich schon interessieren.

00:04:57: Ich habe das Gefühl, wenn ich so umlassen oder den Medien mitbekomme und auch wenn es um digitale Medien geht über Prüfungen über Smartwords

00:05:05: usw.,

00:05:06: was erlebst du dort bei der Überbehetung?

00:05:08: Ich will es nicht dramatisieren und blämen möchte ich eigentlich auch nicht, weil das bringt schlussendlich niemand weiter.

00:05:13: Aber das beobachte ich schon sehr mit grosser Sorge.

00:05:16: also dass das Monitor von Kindern das eindringen eigentlich ihre Privatsphäre aus berechtigten Gründen im Sinne, dass die Eltern halt wirklich sich Sorgen machen und Angst haben und das muss man schon ernst nehmen.

00:05:26: Es geht mir nicht darum zu sagen die Eltern verhalten sich grundsätzlich falsch aber was Kinder brauchen zum Selbstständigen können werden um wirklich gut aufwachsen sind auch Räume wo sie sich losgelöst von Erwachsern können.

00:05:37: bewegt können diese Erfahrungen gemeinsam streiten, das auch wieder aushandeln.

00:05:41: Wie geht man mit dem um?

00:05:43: Und wenn immer permanent eine wachsende Ume sind, die intervenieren und ihnen sagen, nein, machen das nicht so oder so, nehmen wir als Kind sehr viele Lernfelder oder Trainingsfelder weg, die essentiell für das ganze Leben

00:05:55: sind!

00:05:55: Also man gehört, dass Schulabsentismus ist und bleibt also ein aktuelles und relevantes Thema.

00:06:00: Der Begriff Schulabsventismus wird aber sehr unterschiedlich gebraucht und fälschlicherweise auch mit Schulschwänzen gleichgesetzt.

00:06:06: Wie definierst du Schulabszentismus?

00:06:09: Es gibt eigentlich keine allgemein gültige Definitionen leider.

00:06:12: Ich definiere Schulabsentismus entweder als aktives Fernbleiben der Schule und das inkludiert eben nicht nur das Schwänzen, sondern auch Angst, weil dort gar ich auch nicht wirklich Angst habe, dass ich wirklich aktiv weg von der Schule bleibe.

00:06:22: In der Fachliteratur redet man heute eigentlich in einem von schulvermeidenden Verhalten und das finde ich eigentlich noch einen besseren Term.

00:06:29: Also eigentlich weiss gut, man würde über die Schulfemietung des Verhalters reden.

00:06:32: Die verschiedenen Formen schauen wir nachher gerade an.

00:06:34: Wieso ist aber das Gleichsetzen mit Schwänzern schon problematisch?

00:06:38: Weil die Gründe für das Fernbleiben tatsächlich viel differenzierter und auch komplexer sind.

00:06:43: Und es wird dieser Sache nicht gerecht, wenn man immer aufs Schwänzen fokussiert, weil Schwänze heisst ja... Es gibt eigentlich keinen Grund ausser der Lustlosigkeit warum sie sich nicht in die Schule gehen.

00:06:53: Das ist aber bei sehr vielen Kindern, die fehlen explizit nicht den Fall, sondern sie haben Angst.

00:06:57: Die sind in der Schule mit angstoßenlösenden Faktoren konfrontiert und das wäre sehr vermessen und ungerecht diesen Kind zu unterstellen.

00:07:04: Sie schwänzen also quasi, sie haben gar keinen wirklichen Grund zum Fehler.

00:07:07: Die haben sehr wohl und sehr gute Gründe, wo

00:07:10: sie fehlen.

00:07:10: Was man mit dem Pogatelisieren würde?

00:07:12: Du hast eine Leidfader zu Schulabsentismus für schulische Fachpersonen geschrieben.

00:07:16: Der ist auch in der Show noch zu verlinkt.

00:07:18: Aus diesem habe ich entnahm, dass es vier Erscheinungsformen von Schulabszentismus gibt.

00:07:23: Schule vorbei, Schulangst, Schulverweigerung und das Fernhalten durch Älteren.

00:07:27: Die haben ganz unterschiedliche Ursachen und brauchen darum auch unterschiedliche Unterstützung.

00:07:31: Schauen wir uns alles ein- bis einzeln an.

00:07:34: Fangen wir an mit der Schule vorbei – wie zeigt sich die?

00:07:37: Ja, Schule vorbei ist eigentlich im Grundsatz der Trennungsangst und die zeigt sich vor allem dann wenn das Kind sich über muss trennen von den RCX-Berechtigten.

00:07:45: Klassischerweise findet es in einem Zyklus ein statt, in den anderen Zyklen eigentlich eher nicht mehr.

00:07:50: Das Kind sollte in die Schule und kann's nötig sein.

00:07:53: D.h.,

00:07:53: es kommt zum Teil wirklich sehr dramatische Szenen und das fängt z.T.

00:07:56: auch schon am Abend vorher an also dass Kinder schlecht schlafen weil sie wissen am nächsten Tag muss ich wieder zur Schule und man redet da so eine irrationale Angst, denn es gibt keine angstauslösende Faktoren in der Schule wo man will oder muss vermieden.

00:08:08: Sondern die Kinder haben wirklich ein Problem, sich grundsätzlich zu trennen von den Erziehungsberechtigten.

00:08:13: D.h.,

00:08:14: die Angst kommt vom Kind aus, kann es aber auch sein, dass die Eltern in diesem Moment vielleicht das auch befürchten wollen, weil sie selber vielleicht nicht können loslassen, die Eltern oder vielleicht auch noch sehr lange in Kindergarten oder in den ersten Klassen begleiten.

00:08:27: Wie nimmst du das?

00:08:28: Oder wie gehört das dazu?

00:08:29: Ja unbedingt!

00:08:30: Also und das ist auch in der Intervention dann immer schwierig, denn das muss man natürlich benennen.

00:08:35: Ja, sehr oft ist es eine Dynamik, die nicht zu zwingend vom Kind ausgeht sondern vielleicht ihnen sogar von den Eltern, die ihrem Kind eben weil sie sich Sorgen macht... weil halt die ganze Welt so schwierig ist oder gefährlich ist, dass ein Kind nicht zutraut.

00:08:48: und das Kind merkt, wenn ein Älter ihm etwas nicht zurtraut.

00:08:50: Und dann selbst wenn es ein Kind sich das wird zutrauen, ist es ihr eine Loyalitätskonflikt, denn es geht davon aus, meine Eltern wissen wahrscheinlich schon was gut für mich ist und auch meinen Eltern das Gefühl haben, das ist schwierig oder ich schaffe das nicht.

00:09:02: Dann entsteht natürliche Dynamik, wo das sehr begünstig ist.

00:09:05: Und das kann ich hier auch gerade sagen, es ist eben genau aus diesem Grund nicht sehr sinnvoll, Kinder übermäßig zu begleiten in die Schule wenn keine Probleme da sind.

00:09:13: Sondern der Schulweg – das wissen wir eigentlich schon seit längerer Zeit – ist ein wichtiger Ort oder eine wichtige Phase im Alltag wo Kinder genau Erlebnis haben können Erfahrungen machen was nicht permanent älterliche Aufsicht ist und das ist extrem wichtig.

00:09:27: und dann nimmt man die Kinder auch etwas weg wenn sie mit dem Auto in die Schulfahrt oder wenn sie permanent begleitet Ein Wochen lang, vielleicht ein Kind zu gehen, mal laufen vor den Kindern überhaupt anfängt.

00:09:37: Sehr gut oder?

00:09:38: Vielleicht auch noch eine Woche, mal weitermachen und schauen wie das Kind macht.

00:09:42: Insbesondere in der Stadt Zürich.

00:09:44: Es ist sehr gefährlich manchmal vom Verkehr her.

00:09:46: Wobei dort geschaut wird, dass Kinder nicht gefährliche Straßen überqueren müssen.

00:09:50: Und dann geht es an!

00:09:52: Ich habe gelesen, dass Bauch- und Kopfhäden typisch sind, obwohl medizinisch meistens nichts gefunden wird.

00:09:57: Wieso äußern sich diese Ängste mit diesen körperlichen Symptomen?

00:10:00: Weil psychosomatische Symptome halt so sind, also das sind die klassischen psychosomatischen Symptomen und sie sind sehr unspezifisch.

00:10:07: Die entstehen eben bei Angst im Grundsatz eigentlich vor allem auch bei Stress.

00:10:12: Und weil das Kind halt Angst hat und gestresst ist, kommen dann diese psychosomaticen Symptoms.

00:10:17: Also es ist eine Form von unserem Organismus darauf aufmerksam zu machen dass etwas nicht stimmt Dass man unterversorgt ist mit Sicherheit oder dass man wahnsinnig gestresste ist.

00:10:26: und dann kommt diese Symptom

00:10:28: Und hast das Gefühl, dass die Eltern und ihr besonders schnell können einschätzen jetzt vielleicht gerade im Zyklus ein, wenn sich das eben hüft.

00:10:34: Also ich gehe davon aus, dass es da um Regelmäßigkeit geht also dass es dann als Schul vorbei zählt?

00:10:39: Ja der Punkt ist halt, dass man das auf der einen Seite muss ernst nehmen aber auf der anderen Seite nicht einfach überdramatisieren weil der Erfahrung Jedes Mal, wenn ich eine Bauchwehe habe und nicht in die Schule muss, weil man mich dann zu Hause gehalten hat und sagt, wenn du eine Bauchtwehe hast, musst du nicht gehen.

00:10:53: Leert mich nicht mit dem umzugehen oder das einmal prästieren können.

00:10:58: Und das Problem ist, dass Resilienz sich eigentlich nur ausbildet, wenn wir mit Schwierigkeiten konfrontiert sind und sie aber überwinden können – auch mit Hilfe und Unterstützung.

00:11:07: Aber jedes Mal die Erfahrung machen, wenn es schwierig wird, dann breche ich ab und bleibe zu Hause.

00:11:11: Das ist eigentlich sehr angstförderlich und darum hilft das eben in den allermeisten Fällen nicht.

00:11:16: Man kann auch mal mit dem Buch wieder ein bisschen hopfen in die Schule und schauen, wie sich das entwickelt.

00:11:20: Man kann ja auch wieder heim.

00:11:21: Aber sehr oft werden Kinder heute vorschnell eben halt dann nach Hause gehalten und das ist sicher nicht gut.

00:11:27: Als Nächstes kommen wir zu der Schulangst – Wie wird diese Form definiert?

00:11:31: Das ist jetzt keine reale Angst, sondern es sind reale Ängste.

00:11:34: Also hier gibt es angestoßlösende Faktoren in der Schule und sie vermieden das Kind weil es nicht mit ihnen will konfrontiert sein.

00:11:41: Viele Male können ja Kinder und Jugendliche geradeaus schon mal schlecht über solche Sachen sprechen, also über diese Ängste.

00:11:47: Wie kann man trotzdem erkennen, dass sie in diesem Fernblieben eine Schulangst steckt?

00:11:52: Ja, also einerseits, wenn wir die Unterscheidung zwischen dem Schwänzen und den anderen Formen machen, kommt ein Kind klassischerweise im Zyklus I und II nicht auf die Idee zu schwänzen.

00:12:01: Also in der Vergangenheit zumindest nicht.

00:12:03: Und das bedeutet, wenn dann Fernbleibenanfang auftreten, ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit schon assoziiert mit irgendwelchen Ängsten oder Dynamiken.

00:12:12: In der Oberstufe, also im Zyklus III dort ist es etwas anders... plädiere ich aber auch dafür, dass man sehr genau anschaut.

00:12:19: Weil sehr oft wird eben vorschnell gesagt ja der Schwänzt einfach und wenn wir dann ganz genau schauen sind dahinter sehr oft trotzdem Angst und dann ist es keine Schwänze sondern braucht eine ganze andere Intervention.

00:12:31: Es ist nicht einfach wie du gesagt hast Scham behaftet ist und wir über das nicht reden und das ist aber ein Wirkprinzip in der Intervention oder in der Klärung von den verschiedenen Formen Dass man die Scham überwinden muss Also dass man das gezielt anspricht im System Charme ist verständlich, das ist ein natürlicher Mechanismus.

00:12:48: Wir haben uns alle zu gewissen Zeit, aber hier hilft es nicht.

00:12:51: Also wir müssen, dass wir bewindet werden können und Tacheles reden können, dann können wir in dieser Situation auch zugewandeln.

00:12:57: Wie nimmt man sich der Praxis wahr?

00:12:58: Dass wir miteinander reden und das ehrliche auf den Tisch lecken von der Problematik?

00:13:02: Das ist noch schwierig, weil für mich das sowieso ein Wirkprinzip ist, was ich in ganz vielen Beratungssituationen anwende.

00:13:09: Also ich halte nicht wahnsinnig viel davon um den heissen Brei herumzureden sondern wir haben die begrenzte Zeit und diese Zeit müssen man nutzen.

00:13:15: also ist mein Bestreben sowieso die Sachen auf den Tisch zu legen und Leute auch dort hinzubringen dass sie wie das ablegen und verstehen warum man das ablegen muss und das braucht aber sehr viel Psycho-Education, dass man diesen Menschen erklärt warum man es machen muss, warum das wichtig ist.

00:13:30: und da gehe ich auch mit gutem Beispiel.

00:13:32: Also ich schäme mich für gewisse Sachen dann auch nicht oder schämen mich zwar, aber sagten das auch.

00:13:37: Und sagen manchmal ist es ja in anderen Fällen vielleicht den Liebessohn dafür geschämt, dass sie das Gefühl hat, sie haben keine gute Beziehung zum Kind und die Eltern haben sich vielleicht dafür geschmackt, weil sie sehr wohl wissen, dass ihr das Kind in die Schule muss, aber sie bringen es nicht dazu.

00:13:48: Wenn das bei ihnen jetzt der Fall ist, dann sagt sie das bitte offen und ehrlich.

00:13:52: Es wird sie niemanden für dieses Verurteilen, aber es ist wichtig, dass wir über das können reden.

00:13:55: Wenn man jetzt nochmal auf die Schulangst schaut, welchen Auslöser begegnest du im Moment viel?

00:13:59: In der Praxis?

00:14:00: Also einerseits, eine der Hauptauslöser ist sicher Mobbing.

00:14:04: Und dort würde ich auch gerne wieder ein bisschen differenzieren.

00:14:07: oder das Wort Mobbing wird ja sehr schnell ins Maul genommen und in sehr vielen Fällen ist es eben eigentlich nicht Mobbing im Sinne von der Definition von Mobbing belagert werden.

00:14:16: Ich möchte nicht sagen, dass gehört dazu aber das findet statt, oder?

00:14:19: Das ist ja auch ein sozialen Lernprozess, welcher Klasse auch muss thematisieren.

00:14:23: also weg schauen geht nicht, das ist völlig klar.

00:14:25: Aber es ist dann nicht jedes Mal gerade Mobbing und man könnte das für die überfachlichen Kompetenzen die Gezieltnutzen für den Klassenprozess und sich dem Thema aneuern.

00:14:34: Also das ist ein Grund.

00:14:35: Und dann haben wir sehr oft fehlende Passungen zwischen Schulen und Kindern, je länger ihr mehr, weil Tetrogenität zunimmt was Kinder anbelangt und gefühlt für mich Norm wo die Schule sagt dass Kinder können noch tragen aber immer änger wird.

00:14:47: also es passt eigentlich wie je länger Ihr mehr nicht mehr so wirklich zusammen.

00:14:50: Dann schlechte Beziehungen zu Lehrpersonen oder zu Peers.

00:14:53: Also das Nicht-Zugehörige-Sichfühlen oder Zugehörigsein fehlen diese psychologische Sicherheit also dass man sich nicht sicher fühlt in der Schule und das Lehrperson Fachpersonen der Rahmen wie nicht können, dass das Kind sich einfach sicher fühlt.

00:15:07: Ich würde auf einiges von diesem auf jeden Fall noch reingehen aber ich würde zuerst noch weitermachen mit den vier Formen, die wir dir schon mal haben und wissen davon was wir reden.

00:15:14: und die dritte Form ist Schulverweigerung oder Schulschwänze.

00:15:18: Das wird eben von aussen viel als Fulheit oder fehlende Motivation interpretiert?

00:15:22: Ist das in dem fall ein Vorurteil?

00:15:24: Nein also das ist in dem Sinn kein Vorurteil als dass es sehr oft fehlenden Motivations tatsächlich gibt.

00:15:30: Bei der Fulheit würde ich entschieden, den Gegner argumentieren.

00:15:33: Es gibt keine fuhle Menschen in meiner Ansicht, es gibt Menschen, die sich manchmal voll verhalten.

00:15:37: Aber einen fuhlen Menschen gibt's in diesem Sinn nicht, weil es keinen einfach nur aggressiven Mensch gibt und finde ich noch wichtig dass man das unterscheidet.

00:15:44: Das wird sehr oft in schwierigen Situationen nicht gemacht.

00:15:46: also sehr oft werden attribuierte Persönlichkeitsstruktur und nicht als Verhalten.

00:15:51: Und wir können aber nicht an Persönlichkeitstruktur das festmachen.

00:15:54: Jeder Mensch hat aggressive Tendenzen, jeder Mensch hat eine fulle Tendenz.

00:15:57: Man verhält sich manchmal so und manchmal auch nicht.

00:16:00: von Fulheit würde ich nicht ausgehen, aber von fehlender Motivation sehr wohl.

00:16:04: Was ist das Gefühl, steckt bei diesen Formen hinter, also dass das Schwanz überhaupt eintrifft?

00:16:08: Was sind denn hier Gründe?

00:16:09: Im Zyklus III ist es tatsächlich sehr oft die Schulmüdigkeit, also dass man irgendwann nach neun oder elf Jahren mit dem Kindergarten auch genug hat den ganzen Tag einfach zu sitzen und zu lernen.

00:16:19: Und das muss man sich schon einmal vorstellen.

00:16:21: Das ist einfach Elfjahrenzwangskontext.

00:16:24: Oder wo sich da die kleinen Menschen drin befinden und ich verstehe ja, dass da gewisse Müdigkeiten entstehen.

00:16:29: Dann gibt's natürlich attraktivere Geschichten außerhalb der Schule gerade wenn man etwas älter wird.

00:16:34: Man könnte Geld verdienen in dieser Zeit, man könnte gut jobben dann hat man vielleicht Peers aber auch nicht in die Schule macht man lieber etwas mit ihnen.

00:16:40: Das ist auch noch so.

00:16:41: ein Grund, warum das stattfinden kann und anhaltende Misserfolgs-Erfahrung.

00:16:47: Wenn ich mich nicht als wirksam erlebe oder immer wieder mit schlechten Noten konfrontiert bin, wäre es für den selbsten sehr schädlich.

00:16:55: und dann war es auch sinnvoll aus persönlicher Sicht des Organismus zu sehen, wenn ich dort nicht heim gehe.

00:17:00: Wer will schon permanent an einen Ort gehen, wo es ihm nicht gut geht?

00:17:04: Wir kommen noch zu den letzten Formen und hier gibt es noch das Fernhalten durch die Eltern.

00:17:09: Das ist wahrscheinlich die wenigste bekannteste Form, also ich habe sie zumindest nicht gekannt.

00:17:13: In welchen Situationen kommt das vor?

00:17:15: Und was sind dort typische Hintergründe für das?

00:17:18: Ja, das ist zum Glück auch sehr selten.

00:17:20: Das kommt z.B.

00:17:21: bei Menschen vor, in denen der Staat oder der Schule nicht zu trauen, also sehr staatskritisch sind.

00:17:25: Es ist ja während Covid zum Teil beim Massnahmen kritischen Menschen vorgekommen.

00:17:29: Dazu gehören aber auch Phänomen von der Parientifizierung.

00:17:32: Der Variantifizierung bezeichnet ja das Phänomen, dass Kinder älterliche Aufgaben anfangen zu übernehmen.

00:17:37: Weil es im System nicht anders möglich ist als zum Beispiel einen älternen Teil psychisch-kranken oder Arbeitslosigkeit oder sehr schwierige soziale Verhältnisse.

00:17:46: Und da gibt's ja eigentlich keinen Grund wo in der Schule leitet, dass ein Kind oder Jugendlich nicht in die Schule geht sondern die kümmern sich dann zum Teil um kranker ältersen Teil und das entspricht auch eine Fernhalte weil die Ältere bauen dort impliziert, aber nicht explizit, aber impliziert so etwas Druck auf.

00:18:02: z.B.,

00:18:02: wenn du zu Hause bist, dass die Jugendliche dort auch wieder ein Loyalitätskonflikt hat und dann zu Hause bleibt – das entspricht aber noch einen Fernhalt.

00:18:10: Das heisst beim Fernhalten gibt es eigentlich keinen Grund, warum Kinder nicht in die Schule gehen, außer dass die Eltern nicht wohnen können.

00:18:18: Kann das unter Umständen auch eine Kindzohlgefährdung sein oder vorliegen?

00:18:22: Ja, das kann aus verschiedenen Gründen sein.

00:18:24: Weil Kinder haben erstens ein Recht darauf, die Schuld dürfen zu besuchen.

00:18:27: Das ist ein Recht und es ist abgesehen von Pflichten.

00:18:30: Und wenn man dieser Pflicht nicht nachholt oder dass das Kind in diesem Recht beschneit wird unter Umständen einen Kesp – das macht ja auch keine Schuld, sondern macht einen Kespe tatsächlich zum Beschluss oder zum Entscheid kommen, damit er eine kindesvoll gefördige Vorleitung hat.

00:18:44: Würdest du sagen, dass in diesem Fall ein anderes Vorgehen gefragt ist?

00:18:47: Weil es jetzt nicht vom Kind aus kommt.

00:18:49: Sondern eben von den Eltern oder der Erziehungsberechtigten.

00:18:52: Ja unbedingt!

00:18:53: Also da zeigt die Vergangenheit eigentlich auch, dass man sicher Eisgespräch noch macht und versucht in Kooperation zu kommen.

00:19:00: Aber in diesen Fällen, wo ich erlebt habe, ist es von älteren Seiten gar keine Kooperation gewünscht.

00:19:05: Und dann muss man eigentlich nicht wahren, sondern dort ist Empfehlung eigentlich, dass wir mit staatlicher Gewalt rein gehen müssen.

00:19:13: dass es an die nächste höchere Stelle weiter gibt, sprich Schulbehörden und sicher auch nicht mehr auf der Stufe Klasse oder Schulleitung abhandelt.

00:19:21: Aber Behörde, allenfalls über den Au-Krispen.

00:19:23: Also wenn man diese Vierform anschaut wird eigentlich sehr schnell klar, Schulabsentismus ist nicht gleich wie Wichtigsteinordnung für die Unterstützung.

00:19:33: Sehr wichtig, weil wir haben sie jetzt auch schon ein bisschen gestreift.

00:19:36: Weil je nachdem was der Grund ist für das Fernblieben eine andere Unterstützungsform oder eben eine andere Interventionsform gefragt hat.

00:19:43: und darum ist es herauszufinden um welche von diesen vier Formen handelt sich eigentlich essenziell auch in der Planung einer Intervention?

00:19:49: Und auch fürs Beseitigen struktureller Hindernisse.

00:19:53: Und was ich fast bei den Russen gelesen habe, ist ja dass es eben nicht um Symptome geht.

00:19:56: Weil die sind ja in vielen Fällen ja gleich das Kind ist nicht in der Schule oder kommt nicht in die Schule sondern weil es um diese Ursache geht.

00:20:02: Du bist seit über zwanzig Jahren Schulpsychologe und lebst eben ganz verschiedene Fälle.

00:20:06: Welche Formen von Schulabsentismus begegnest du heute am häufigsten?

00:20:10: Das sind schon eigentlich ganz klar die Schulen vorbei und die Schule Angst.

00:20:14: Also das Fernhalten ist zum Glück wirklich ein sehr seltenes Phänomen.

00:20:17: ist die Schulpsychologie vielleicht nicht ganz so fest damit konfrontiert, weil man im Zyklus III in sehr vielen Schulen sich auch schon ein bisschen damit abgefunden hat.

00:20:26: Leider!

00:20:27: Also wenn ich einen Vortrag an mich sage wie schnell das man intervenieren müsste bei Schwänzen dann schauen sie mich sehr oft sehr unglaublich an, denn sie finden ja aber dann sind wir permanent eigentlich den Jugendlichen hinten rein am Rennen, weil es findet offensichtlich so viel statt.

00:20:41: Aber das kommt zumindest zu mir als Schulpsychologe ist das gar nicht mehr gekommen sondern da kümmert sich die Schule selber darum und das klassische Schwänze keine Ängste dabei sind, das ist eigentlich auch sehr gut.

00:20:50: Wirklich bevor die Schule in diesem Sinn lösbar, da braucht es die Psychologie nicht unbedingt dazu oder die Schulsozialarbeit.

00:20:56: aber in den anderen Fällen und das sind eben diese Fälle wo mich sehr beschäftigt und wo auch zugeknallt haben also schon vorbei und die Schulangst, dort kanns die Schule meistens nicht alleine lösen.

00:21:04: Du hast an der Medienkonferenz und auch vorhin gesagt auch wenn Gründe vom Anstieg noch zu wenig erforscht sind so haben alle Fälle von Schule vorbei und Schulangsten etwas gemeinsam, nämlich die fehlende subjektive Sicherheit.

00:21:16: Was meinst du mit dem und warum ist sie für Kinder so wichtig?

00:21:19: Ja, die ist nicht nur für Kinder wichtig sondern für uns alle.

00:21:22: Also psychologische Sicherheit und subjektive Sicherheit sind eine Basis von unserem Mensch.

00:21:27: Wir sind nicht gemacht zum Allein sein, sondern wir sind in den allermeisten Fällen eigentlich angewiesen auf ein Gruppen.

00:21:32: Und wenn man das aber nicht sicher fühlt in dieser Gruppe dann ist es sehr problematisch.

00:21:36: Das ist mir wirklich noch wichtig zu sagen Es geht bei der Sicherheit auch in der Intervention, nicht nur um die Sicherheits des Kindes, sondern es geht immer auch um die Sicherheit der Eltern und um die Klarheit der Lehrer- und Fachpersonen und auch über den Schulleitungen.

00:21:47: Die Schulabstätten müssen gekennzeichnet werden genau durch das es ein massiver Mangel an Sicherheit auf allen Ebenen ist.

00:21:53: Und da bringt's nicht viel, wenn man das Kind mit Sicherheit anreichert alleine sondern es braucht eben Sicherheit für alle im System.

00:22:00: dann

00:22:00: Was kann Sicherheit beim Kind nehmen?

00:22:03: Das kann man eben nicht so pauschal sagen, sondern das ist dann auch wieder sehr individuell anzuschauen.

00:22:08: Aber wie ich schon gesagt habe, also grundsätzlich hat ja die Sicherheit in unserer Gesellschaft abgenommen und es überträgt sich auf Kinder.

00:22:13: Wenn diese Erwachsene nicht mehr so sicher im Leben stehen, wie sie das vielleicht noch vor zwanzig, dreißig, vierzehn Jahre gemacht haben, dann merken die Kinder das und das übertreibt sich bis zu einem gewissen Grad auf sie.

00:22:24: Und dann gibt's aber konkrete Erfahrungen, wo Kinder oder Menschen machen, die dazu führen, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen, dass wir das vielleicht vorher gefühlt haben.

00:22:34: Wir lassen uns jetzt zusammen Kinder an, ich habe sie gefragt ob sie wissen was Schulabsentismus ist und ob sie schon mal davon gehört oder Erfahrungen damit gemacht haben.

00:22:42: Ich weiss es nicht aber ich denke es ist so wenn man zum Beispiel gar nicht gerne in die Schule geht oder Angst vor der Schule hat oder so... ...Schulabsentismus habe ich noch nie gehört!

00:22:52: Also ich habe noch nie von Schulabsventismus gehört, aber vielleicht ist es wie wenn ein Kind halt gerade im Ferien ist in die Schweiz zu gehen?

00:22:58: Was genau Schulabsentismus ist, weiss ich auch nicht.

00:23:01: Aber ich würde vielleicht vermuten, dass es irgendwie ist, wenn man sich ständig krankmeldet, weil man auf die Hälfte in die Schule zugegeben hat und eigentlich gar nicht krank ist, weil das man nicht in der Schule muss.

00:23:10: Schalabsentismus habe ich auch noch nie gehört.

00:23:12: aber ich habe es auch vermutet, dass wenn sie ein Problem haben oder einen Grund wegen einer Bistrachterikeinschränkung oder so, einfach nicht in den Schulen kommen kann?

00:23:20: Also ja, ich hatte eine Gefühle in der Alte-Klasse jetzt jemanden gehabt, weil er sich immer geweigert in die Schulen kommt, ist auch manchmal nicht gekommen Dass man Angst hat, dass etwas in der Schule vorgefallen ist.

00:23:31: Und dann treibt man sich nicht mehr in die Schule.

00:23:33: Vielleicht hatten sie einen Streit in der Schulzeit und wegen dem haben es Angst, um in die Schulzeit zu gehen, weil das schon etwas vorgefalle.

00:23:39: Das vielleicht über die Angst, was mit Schüller hat oder dass irgendetwas passiert?

00:23:43: Ja ich kenne jemanden der war sechs Wochen nicht in der schule.

00:23:47: Also ja, ich bin auch mal mit jemandem in Chinsky und der ist immer von seiner Mutter begleitet worden.

00:23:53: Und er hat wirklich geschrogen wenn es um die Schule gegangen ist oder so.

00:23:59: Ich lasse gerade ein Buch und das heisst Wunder und da geht es um eine Person, die sehr sehr lange nicht in die Schule ist.

00:24:07: Also den Bub, den sie haben gebraucht, geht halt lange nicht zur Schule weil er etwas gemobbt wurde und sich nicht so wohl gefühlt hat.

00:24:14: Ja, ich habe es sehr spannend gefunden.

00:24:15: Obwohl Sie ja sagen, sie kennen das Wort nicht, haben Sie doch einen recht guten Einschätzung, um was es geht?

00:24:20: Man hat eines Mädchen, das ist jetzt nicht drin auch gesagt, dass es nicht so schwierig ist, weil ein Absentismus also etwas abneigend auslöst ist und dort abgeleitet wurde.

00:24:29: Und ich habe auch Spannung gefunden.

00:24:30: Einiges, was du ja schon gesagt hast, eben auch Mobbing

00:24:32: usw.,

00:24:33: sind jetzt vorgekommen.

00:24:34: Was haben die Stimmen bei dir ausgelöst?

00:24:36: Ja, das Gleiche.

00:24:37: Einerseits wissen sie eigentlich nicht und haben aber eine klare Vorstellung.

00:24:41: D.h.,

00:24:41: die sementische Bedeutung von diesem Wort hat es tatsächlich erfasst.

00:24:45: Was mir v.a.

00:24:46: im Aufhalt ist, dass nicht wenige Stimmen da auch sagen, ich kenne einen Fall.

00:24:50: Das ist nicht ein Phänomen, wie wir es eben anfangs gesagt haben.

00:24:53: Es ist nicht so ein Phänomenn, der sehr selten ist, sondern ein drittes Bekäuft auf.

00:24:57: Wir haben vorher darüber geredet, wie sich Schulabsentismus zeigen kann.

00:25:00: Die eigentlich gute Nachricht ist, dass die Schulabsente entsteht selten von heute auf morgen.

00:25:05: Es gibt meistens frühe Warnsignale und wird oft lang vor der ersten Länge absenzen sichtbar wenn man genau schaut.

00:25:11: Welche Warn-Signal werde ich am häufigsten übersehen?

00:25:15: Die Schwierigkeit ist, dass es keinen absinthismus-spezifischen Warnsignal gibt.

00:25:21: Das heisst die Warnssignale auf Absinthismushiedeute zu übersehen ist relativ einfach weil sie nicht spezifisch sind.

00:25:26: aber man kann sagen das eineseits hüftige Absenzen das ist immer ein Faktor wo meistens weitere Absenze nach sich zieht.

00:25:34: psychosomatische Symptome was wir besprochen haben und dann passive und aktive Lernverweigerung das sind eigentlich Zeichen die man so etwas aufmerksam werden sollte.

00:25:42: Da geht man den Fuß bei Eltern und bei der Lehrperson.

00:25:44: Es sind v.a.

00:25:44: die Absenzen, die vor allem auffallen, wenn sie hierbüsen können.

00:25:48: Schön wär's!

00:25:50: fallen die Absenzen zwar auf, aber man nimmt es nicht in den Ausmaß ernst.

00:25:54: Wie man sie eben müsste ernst, damit sich nicht chronifiziert.

00:25:57: Bevor das Absenz kommt, kommt es meistens zum Beispiel zu psychosomatischen Symptomen und Eltern sagen dann ja, aber am Anfang immer noch, komm jetzt zur gleichen Schule, also Kinder fangen nicht an mit dem Fernbleiben sondern sehr oft hat es tatsächlich eine Vorgeschichte, wo es schon sehr mühsam wird oder einen grossen Kampf ist, dass das Kind überhaupt geht.

00:26:13: Und schon wenn dies auftritt, ist das keine gute Situation mehr so.

00:26:17: Dann müsste man eigentlich handeln.

00:26:19: Wenn das Kind Widerstand hat in die Schule zu gehen, hat das einen Grund.

00:26:22: Die Widerstände hat man nicht einfach so und man muss sich diesen Widerständen oder den Gründen ahnen.

00:26:26: Im Alltag war es schon so, dass die Versuchung gross ist, vor allem das Verhalten gesehen.

00:26:30: Entscheint sind aber nicht unbedingt eben diese Symptome sondern die Ursache.

00:26:33: Wieso ist das Fernbleiben oft nur die Spitzen des Eisbergs?

00:26:37: Ja, weil sich der Hinterhalt sehr viel verbergen kann.

00:26:40: Das kann von massiven Belastungen im familiären System scheidig, dood oder eine Krankheit älteren oder noch verwandten bis zu einem massiven strukturellen Problem in die Schule gehen.

00:26:49: Der Schulabsintismus ist am Schluss nur ein Ausdruck einer darunter liegenden, sehr oft komplexen Gemengelage aus ganz vielen verschiedenen Sachen und schlussendlich ist das nur ein Verhalten, das darauf hinweist aber... Einfach dem zu begegnen ist es eben nicht, gerade weil es sehr multikausal bedingt.

00:27:10: Auf ein paar Gründe geht es vor allem bei Schulangst.

00:27:12: Mobbing hast du ja schon angesprochen, ich habe gerade Anfangsjahr zwei Folgen aufgenommen, eine zu Mobbing und einer zu Cyber-Mobbing.

00:27:19: Und das, was du vorher angesprochen hast, dass man das heute inflationär braucht ist mir auch so ergangen oder das haben wir eben auch besprochen.

00:27:25: aber wenn sie zurückkommt, Mobbing oder Cyber-mobbing geht, die richtig definiert ist für häufig Spiele ausgrenzigen Errollen bei Schul angst

00:27:34: Das ist häufig ein Grund für Schuhe langscht.

00:27:37: Mir ist es wichtig, wie du gesagt hast, dass man das nicht überschnell als Mobbing framed.

00:27:41: Aber es spielt für mich auch gar keine Rolle, ob es Mobbing ist oder nicht.

00:27:44: Wenn ein Kind plagt wird, muss man sowieso handeln.

00:27:48: Es ist keine gute Voraussetzung.

00:27:49: Auch wenn es nicht immer das gleiche Kind ist, wie bei Mobbing sehr oft, sondern wenn verschiedene Kinder in der Klasse plagt werden, ist das einfach nicht gut oder keine gesunde Umgebung anzulehnen und sich sicher fühlen können.

00:28:02: Man muss es sowieso angehen – es ist häufig!

00:28:03: Ich würde

00:28:04: auch noch wundern, jetzt geht es um das Thema Game, Social Media und so weiter.

00:28:08: Hast du das Gefühl, wenn du auf die letzten Jahre schaust?

00:28:11: Sind sie eher verstärkend oder sind sie gar nicht so wichtig für diese Aussage?

00:28:15: Als Grund würde ich das Game nicht anschauen, sondern als Beschäftigung oder als attraktive Beschäftigungen anstelle von der Schule.

00:28:23: Aber dass jemand quasi nicht geht, damit er spielen kann alleine, das wüsste ich jetzt nicht.

00:28:28: Aber die anderen Sachen – soziale Medien oder vor allem Cybermobbing und Cyberbullying – das hat es schon auch, weil da sind wir im gleichen Themenfeld wie bei Mobbing in der realen Welt stattfindet.

00:28:38: Und das sind natürlich die sozialen Medien und haben dort schon ein gewisser Part.

00:28:43: Du hast schon die fehlende Passung angesprochen.

00:28:46: Was meinst du mit dem?

00:28:48: Dort beobachte ich einfach, dass es in diesen zwei Jahrzehnten, wenn ich als Schulpsychologe bin, die Heterogenität, was das Kind anbelangt für mich zugenommen hat.

00:28:56: Dass das Kind auch mit unterschiedlichen Voraussetzungen die Schule erst eintretet – also ein Stichwort wären dort die exekutive Funktionen und dass gleichzeitig eben die Norm, wo die Schule quasi sagt so können wir das Kind noch fördern, gefühlt auch änger wird.

00:29:10: Also das heisst je länger ihr mehr Kinder passen eigentlich nicht zu der Pädagogik oder zur Tidaktik.

00:29:17: sehr häufig stattfindet ist, dass ein impliziten Druck ausgeübt wird auf das Kind und aufs familiären System.

00:29:22: Dass das Kind quasi soll zum Schulsystem passen.

00:29:26: Und eigentlich müsste es genau umgekehrt sein oder man könnte nicht die Kinder an einer Pädagogik oder eine andere Tidaktik anpassen sondern wenn schon muss sich pädagogisch oder didaktisch den Kindern anpassen.

00:29:37: Das ist in so einer schnelllebigen Zeit wie wir uns heute drin befinden für die Schule eine riesige Aufgabe der riesigen Baustelle wo ich auch verstehe dass man hinten herhinkt.

00:29:46: aber Das wäre halt ein wichtiger Punkt auch im Hinblick darauf.

00:29:49: Stichwort Neurodivagent, also Kinder, die wirklich vielleicht noch mehr oder andere Bedürfnisse haben.

00:29:55: Man kann nicht darum herum.

00:29:56: Wir müssen eine Schule haben, in der sich dann vielfältige Bedürfenisse von Kindern hat und dort die Schulgrenze annehmen kann und ein Lernsetting bereitstellen kann, wo diese Bedürfe gerecht wird.

00:30:07: Und das ist heute in sehr vielen Fällen leider nicht um den Fall.

00:30:10: Was du ansprichst, habe ich gerade diskutiert im Live-Podcast in Bern.

00:30:14: Zum Thema Inklusion, was eben genau um das ging, ist es eigentlich.

00:30:17: das Ziel ja wäre, dass sich nicht die Kinder im System hier passen, sondern ein System im Kind oder dass man wenigstens diese Möglichkeiten bietet.

00:30:25: aber dort ist auch klar rausgekommen also jetzt neben der Inklusion von Menschen mit Behinderungen und so weiter halten dann auch die Neurodiverganzen, dass das eben ... Ja!

00:30:34: Es hatte auch einen Lehrer gehabt, welcher erzählt hat wie seine Koste aufgestellt wurde Verduet.

00:30:40: Das ist schwierig, das kann ich gut nachvollziehen.

00:30:42: Aber auf der anderen Seite haben wir dort auch ein komisches Verhältnis oder eine komische Definition von Inklusionen.

00:30:48: Weil wenn man einen Ruheraum im Schulhaus macht für autistische Kinder und Neurodivagente-Kinder, dann ist es für mich nicht inklusion.

00:30:55: Inklusion wäre, wenn dieser Ruhraum für die Kinder wäre, bei denen ein Bedürfnis nach Ruhen umgeachtet hätte, ob sie Diagnose hat oder nicht.

00:31:03: Das wäre für mich eigentlich die Inklusion.

00:31:04: Und da müssten wir eigentlich hin.

00:31:06: Also dass wir Bedürfe des Kindeszentrums stellen.

00:31:08: Umgeachtet dessen... ob sie die Genosen haben oder nicht, was sie für eine Diagnose haben.

00:31:12: Neben

00:31:13: diesen Risikofaktoren gibt es auch Schutzfaktoren.

00:31:15: Was würde sagen, welche Schutzfakten helfen Kinder und Jugendlichen so schwierige Fase zu bewältigen?

00:31:21: Hier gibt es sehr viele.

00:31:22: In der Schule gibt es zum Beispiel gute Beziehungen, ein gutes Lernklima, Anerkennung, qualitativ guter Unterricht.

00:31:29: Alle Faktoren, die wir aus der Schule kennen und nicht absentismusspezifisch oder protektiv sind, sondern auch bei vielen anderen Phänomen.

00:31:37: Ein familiär sicher ebenfalls gute Beziege zu den Eltern, Routinen... Strukturen zu haben, ein autoritativer RCX-Stil, eine gute Beziehung auch zwischen den Eltern.

00:31:48: Insbesondere auch wenn es gescheiten oder trennt sind und dann persönlich zum Beispiel eine internale Kontrollüberzeugung oder eine höhe Selbstzugsamkeitserwartung also dass man das Gefühl hat man kann tatsächlich etwas bewirken und Kraft von dem liegt innerhalb von mir nicht außerhalb von mir.

00:32:05: Wenn ich dir aber so zulassen habe, habe ich das Gefühl, Personen rund um Kinder und Jugendliche haben hier schon einen grossen Anteil.

00:32:11: Die ersten Personen haben ja schon am Anfang angesprochen und wir werden sie nach der zweiten Runde bei den Kindern auch noch hören, dann eben auch die älteren und gespendlichen Zäger, wenn es um Mobbing geht oder ums klasse Klima

00:32:22: usw.,

00:32:23: sind sie die wichtigste Rolle für den Schutz.

00:32:25: Ich denke schon, weil das habe ich auch schon erwähnt.

00:32:28: Wir Menschen hören den Tier.

00:32:30: Das heisst wir sind nicht gemacht zum allein... also die meisten Leute nicht gemacht, um alleine durch die Welt zu gehen.

00:32:35: und die Zugörigkeit zur Gruppe ist einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren.

00:32:39: Und zu verlieren von dieser Zugörigkeitsergruppe war eigentlich in der Geschichte der Menschheit immer potenziell tödlich oder?

00:32:46: Und darum reagiert unser Organismus bis heute eigentlich so sehr aufs Ausgeschlossen werden von der Gruppe.

00:32:51: Auch wenn man Besser kann ich überleben allein als vor den zwanzig oder dreißigtausend Jahren.

00:32:56: Und darum ist halt Mobbing genau so ein Zentralsthemen und so schlimm, weil man dort eben die Zugehörigkeit zu der Gruppe verläuft.

00:33:01: Und deshalb denke ich schon, dass Beziehungen für ganz viele Phänomen nicht nur bei Schulabsentismus sondern auch bei vielen anderen Phänomien, wo wir in der Schule haben, wo Kinder nicht das Verhalten zeigen, was wir gerne hätten oder auffallen, hat es sehr oft mit den Beziehung zu tun.

00:33:14: Man weiss sie abgesehen von auch aus der Hattie-Studie, dass es eben nicht nur für den Lernerfolg eine der wichtigsten Faktoren ist Bezieh... oder jemanden so einen ganz generell für sich wohlfühlen in der Schule.

00:33:25: Das bringt du schon zum nächsten Punkt, wenn es jetzt eben auch um Prävention geht.

00:33:29: Ich habe hier aufgeschrieben wie entscheidend sind Leerpersonen bei Schulabsentismus.

00:33:33: also ich höre heraus sehr wichtig gerade wenn es um die Beziehung geht.

00:33:36: hast aber gleich ein wenig vielleicht auch erzählen von deiner Erfahrung welche Rolle sie spielen.

00:33:40: Sie spielen aus einem anderen Grund eine wichtige Rolle, nämlich bei der Monitoring von den Absenzen.

00:33:45: Da kommen wir vielleicht auch noch darauf.

00:33:47: Man wartet eigentlich heute meistens zu lange bis man anfängt zu intervenieren und dort kommt die Lehrperson eine wichtige Runde dazu in die Monitoring des Absenzes.

00:33:56: Ich finde, ich habe es vorhin schon gesagt, Schule ist ein Zwangskontext und das ist sehr schwierig zum Teil sowohl für Kinder wie auch für die Lehrpersonen weil sie können sich gegenseitig nicht aussuchen sondern es wird erwartet dass sie drei Jahre lang miteinander klarekommen.

00:34:09: steigerte Erwartung sowohl als Kind wie auch Atelierpersonen.

00:34:12: Also wir erwachsen können nicht mit allen Menschen und wir suchen uns gezielt die Menschen aus, auch im Arbeitskontext abzusuchen, wo man kündigt.

00:34:20: Und wenn man mit diesen Menschen nicht könnte, wo wir dort beschäftigt sind und wir haben eine Alternative, dann gehen wir mehr oder?

00:34:25: Das heisst ja atelierperson ist wichtig und beziehungswichtig aber ich würde es wegen diesem nicht den ganzen Druck auf die Leerperson legen sondern wenn es halt nicht stimmt zwischen denen beiden dann stimmt's nicht.

00:34:36: und da gibt klar Konzept wie Banking wo man das verbessern kann, aber in sehr vielen Fällen und es wird leider viel zu wenig häufig gemacht ist eine Parallel- oder Querversetzung eigentlich fast die gescheitere Variante wenn dort einen anderen Beziehungsaufbau möglich ist.

00:34:49: Und das fixe Festhalten des Kindes ist jetzt sehr klasse weil dort die Zeit geteilt wurde und da muss es auch bleiben.

00:34:55: dass verursacht uns sehr sehr viele Probleme nicht nur bei Schulabsensismus sondern auch bei anderen Geschichten.

00:35:00: Aber wie erlebst du das in der Praxis?

00:35:02: Ich hatte das schon mal in einem anderen Podcast voll.

00:35:04: Ich habe es eben nicht zu erlebt, dass jetzt versetzen oder so ein Thema ist.

00:35:08: Oder ich könnte mir vorstellen, dass da sehr viel Scham dahinter liegt, also dass man das anspricht, wenn diese Beziehung zwischen Kinder und Lehrpersonen nicht funktioniert.

00:35:16: Wie erlebstst du das?

00:35:17: Ja... Das ist vielleicht auch der Grund, warum das häufig nicht gemacht ist.

00:35:20: Weil man es dann nicht thematisiert.

00:35:22: aber auch da bin ich halt wieder der Ansicht dass muss man thematisieren und in einer Art und Weise dass beide können ihres Gesicht waren.

00:35:28: Es geht gar nicht darum irgend jemandem Schuld zuweisen sondern es ist nun mal einfach sehr statistisch wahrscheinlich dass wenn du mit zwanzig Kind oder mit fünf zwanziger Kind konfrontiert bist dass es zwei drei gibt vielleicht auch fünf oder sechs die es nicht geigt und das ist nicht etwas Schlimmes sondern das isch Und das zu benennen, kann sehr viel Entlastung auf beiden Seiten arbeiten.

00:35:52: Denn es leiden ja meistens beide Drohende und nicht nur jemanden.

00:35:56: Da sehe ich nicht ein, warum man das nicht seltenatisieren sollte, aber es wird häufig nicht gemacht.

00:36:00: Was würde sagen, was zeichnet der Schulaus, die Schulabsentismus gut vorbügt?

00:36:05: Also ganz im Grundsatz sorgen sie für das Klima, wo sich alle Menschen, die dort ein- und ausgehend wohlfühlen.

00:36:12: Das sage ich explizit nicht Kinder sondern alle Menschen.

00:36:15: Es ist mir wirklich wichtig zu sagen, wie man gesagt hat, ich bin auch nicht Schülerin oder Schulpsychologe, also das Wohlbefinden der Lebenspersonen von den Schulleitungen vom Hauswarten.

00:36:24: Das ist mir auch wichtig und genau so wichtig auf eine Art Wisskind weil diese stellen die strukturellen Rahmenbedingungen zur Verfügung unter diesen Kindern in die Schule geht und wenn es ihnen gut geht wird es auch um Kinder Und... Dazu kommt, eine Schule ist dann präventiv gut aufgestellt wenn sie diesen Absenzen möglichst schnell und super nahe geht.

00:36:42: Das heisst ein gutes Absenzmonitoring hat und auch Anfang zu intervenieren.

00:36:46: Und dass sie für den Fall des Schulabsentismus oder der Krise generell eintritt wissen wer welche Verantwortung hat und wie es vorzugeht.

00:36:54: Das fehlt heute auch in sehr vielen Schulen.

00:36:56: Dass wenn dann Schulabszentismus auftritt, dass man zunächst muss aushandeln, wer jetzt eigentlich die Fallführung ist?

00:37:02: Wer ist für was verantwortlich?

00:37:04: Diese Zeit haben wir einfach nicht, weil die Schulabsentismus extrem schnell chronifiziert.

00:37:08: D.h.,

00:37:09: so eine gut aufgestellte Schule würde eigentlich gehören, dass man ein Ablaufschema oder klare Verantwortlichkeiten hat wie im Fall von Schulabszentismus vorzugehen.

00:37:17: Also auch wieder eine Haltung aufbauen?

00:37:19: Ja genau, und nicht nur eine Haltung was das Klima anbelangt sondern auch eine Haltung was der Prozess oder die Prozessfeuerung anbelange.

00:37:26: Und dazu kommt es einem vergessen zu sagen dass man massiv investiert in den älteren Arbeiten.

00:37:30: also das heisst nicht nur bei Schulabsentismus sondern auch das dient einem ja wieder bei ganz vielen Phänomen dass wir etablierte und gute Beziehungen tragfähige Beziehung zu Ältern hat bevor es schwierig wird weil dann haben wir diese Zeit nicht noch ein Beziehungs- etablieren.

00:37:44: das ist nicht möglich in einer Krise also muss die Beziehheit etabliert sein.

00:37:47: vorher

00:37:48: und ich nehme noch eine gute Beziehung für hinter den Daumen Angst.

00:37:51: oder wenn es auch um die Lehrperson geht, in Unterricht und so weiter.

00:37:55: Dass das viel weniger der Fall ist, wenn man eine gute Beziehung oder Transparenz lebt als klasse Lehrperson?

00:38:01: Gute Beziehungen sind absolut vertrauensfördernd.

00:38:04: Das ist genau einer der Schlüsselfaktoren.

00:38:07: Wenn wir es dann anfangen zu diskutieren, dass Vertrauen da sein muss, dass die Schule schon gemacht hat, was sie haben können und auch dass die Eltern schon gemacht haben, was Sie haben können.

00:38:14: Denn das ist in sehr vielen Fällen tatsächlich so.

00:38:17: Aber es gibt keine gute Beziege hier, es ist ein gewisses Misstra ….

00:38:20: auch ja, haben die wirklich mein Kind gerne oder arbeiten die die heim wirklich mit dem kind so wie das müsste sein.

00:38:25: Dem kann man sehr gut begegnen wenn wir eben präventive gute struktur hat wo älteren arbeit stattfinden.

00:38:31: Bei vielen Präventionsthemen die ich auch schon in anderen podcast folgen hatte zeigt sich immer wieder dass das nur gemeinsam klingt.

00:38:38: schul und ältere können also nicht unabhängig voneinander lösen.

00:38:41: welche betätigkeit.

00:38:42: enthaltung von der ziecksberechtigung gegenüber der schule

00:38:46: Auch eine sehr grosse, zwar nicht nur bei Schulabsentismus.

00:38:48: Eine kritische Haltung von den Eltern gegenüber der Schule begünstigt so Phänomen wie Schulabszentismus auch weil das Kind dann eben wieder in einem Loyalitätskonflikt ist.

00:38:56: Das ist das Gleiche wie früher mit... zum Beispiel in einer Kleinklassgegtenwille von den Eltern um vom Kind.

00:39:02: Wenn das Kind permanent zu Hause gehört, du wirst ungerecht behandelt und hörst dort nicht hin.

00:39:06: Aber die Realität, was Kinder erlebt in der Schule ist tatsächlich, dass es dann in so einer Klasse ist?

00:39:10: Dann ist das fürs Kind fast nicht aushaltbar.

00:39:13: Und das ist sehr oft so, wenn Eltern eine kritische Haltung gegenüber der Schule haben, dass man detaillich anzusetzen müsste und sich mehr erklären müsste.

00:39:20: Das ist auch etwas, was ich wahrnehme, wo Schul heute leider wie ein bisschen verpasste.

00:39:24: in vielen Fällen fällt, dass sie sich erklären müssen.

00:39:26: oder früher vor hat jeder gewusst wie Schule ist, weil sie überall komplett gleich war.

00:39:31: Und das ist heute nicht mehr der Fall und die Eltern, die heute Kind haben sind zu einer Rezite in die Schule, wo die Schule auch noch anders ausgesehen hat.

00:39:38: Es braucht mehr Verständnis dafür was die Schule eigentlich macht damit die Eltern nachvollziehen können, dass es jetzt so ist und nicht mehr wie früher war.

00:39:47: aber es gibt einen guten Grund warum das so ist.

00:39:49: Dann fängt sich vielleicht auch die Haltung von den Eltern an zu verändern.

00:39:52: Aber das ist wie eine Bringschuld für die Schule finde ich persönlich und das verpasst man heute da sehr häufig.

00:39:58: Was ist das Gefühl, was der Grund dafür ist?

00:40:00: Ich weiss es nicht, aber ich war auch genügend älter in etwas zu hören oder auch gesehen.

00:40:05: Es geht vor allem um administrative Sachen, die natürlich selbstverständlich wichtig sind.

00:40:09: Aber ehrlich gesagt, mir als Vater wäre es lieber gewesen, dass einem älternen Abend einmal etwas gehört über eine Haltung, wo ein Schulentag leidet – Überhaltung beziehungsweise Schulabsentismus oder Überhaltungen bezüglich multiprofessioneller Zusammenarbeit.

00:40:22: Dass der schulpsychologische Dienst vielleicht Teil von interdisziplinären Gefäß ist und dass das eine Kultur hat in diesem Schulhaus.

00:40:28: und dass das auch völlig normal ist.

00:40:31: Und ich kann mir es nur mit Zeitgründen erklären oder vielleicht auch, damit man sich nicht so wette Karten schauen lässt.

00:40:38: Aber auch hier erlebe ich sehr viel gefreut dahingehend, dass es Schulen gibt, die nicht einen Besuchstag haben, sondern eine ganze Besuchswoche.

00:40:45: Dass es Schule gibt, in der die Eltern jederzeit willkommen sind, ein Besuch zu machen.

00:40:49: Das ist alles für Traunen zu fördern, weil ich mich gut erinnere an ein Examen, das noch gegeben hat, als ich ein Kind war.

00:40:55: Ich meine, Schule war dort wie sonst nie!

00:40:58: wo ich jedes Mal denke, wieso checkt die Eltern nicht?

00:41:02: Dass das nicht so ist wie wir es täglich erleben.

00:41:04: Das ist heute anders zum Glück und dort ist sehr viel machbar, dass man älteren Einladungen hat, dass sie kommen können.

00:41:10: Dass man ihnen dann aber auch klar sagt, während du im Schulzimmer bist, bist du nicht am Handy.

00:41:14: Du schwetschst nicht, darfst schauen, aber es gibt klare Rahmenbedingungen unter denen, was stattfindet.

00:41:18: Solche Sachen ... Ja!

00:41:20: Ich weiss es wie nicht.

00:41:21: Ob's vielleicht auch ein bisschen missrauen ist, dass sich nicht die Karten schauen lassen.

00:41:24: Aber ich finde es schade, weil da vergibt man sich wahnsinnig... nicht viel, wo in ganz, ganz vielen Fällen wird helfen.

00:41:30: Spannend was du ansprichst oder ganz vieles von dem was du sagst, sehe ich auch so.

00:41:34: Ich bin froh dass du die Haltung angesprochen hast also dass du jetzt auch als Vater mich über das Herzschwelle gehören willst.

00:41:39: Ich sage das immer mal wieder aber eben weil es so wichtig ist jetzt seit ich den Podcast mache kommt einfach ganz oft heraus wie wichtig diese Haltung wäre.

00:41:46: und ich glaube nicht nur mehr dass man sie in älteren zeigt oder eben auch erklärt sondern dass wir sie überhaupt mal im Schulteam anschauen und bespricht dich als Gefühl dass was du sagtest das administrativen und organisatorische hätte nicht nur am Ältor oben Vorrang.

00:42:00: Aber jetzt sind die Teams... Das ist etwas, was mich schon fest beschäftigt.

00:42:03: Und das zweite, was du gesagt hast, der Einblick in die Schule habe ich auch ganz viele verschiedene Erfahrungen gemacht, dass einerseits wie oft man für die Schule kommen durfte.

00:42:10: Ich habe verschiedene Modelle erlebt, eine ist im Monat, alle halbe Jahre und so weiter... ...und ich war auch kein Fan davon im Sinne, dass dann alles auf den Morgen oder auf diesen Tag so fokussiert ist und man plötzlich zwanzig Geld drin hat.

00:42:22: Und selbst wenn wir einen normalen Unterricht machen wollen, ist es nicht ein normaler Unterricht!

00:42:26: Und ich habe auch immer gesagt sie dürfen immer kommen.

00:42:28: Das wäre mir eigentlich lieber weil dann ist es sicher nicht in den gestellten Situationen.

00:42:31: Also ich konnte eigentlich nichts Spezielles vorbereiten zu diesen Tagen und gleich weiss man sie ja, also ich erzählte lieber, dass sie einfach so kommen, weil es dann immer eine andere Sättung ist um mich auch sagen kann, dass das nicht wert der Prüfung oder Wert des Sportunterrichts oder wo es vielleicht einfach ungünstig ist.

00:42:45: aber ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass viele ihr Personen das nicht so gerne haben, weil sie glaube einfach mal Angst haben, dass wir sie beobachten und gar nicht ihres eigenen Kindes im Moment.

00:42:55: Aber ich weiss nicht woher diese Angst so festkommt, vielleicht einfach die Kritik von ihr Personen halt filmend einstecken.

00:43:00: Ich denke es auch.

00:43:01: Das ist sicher ein Faktor und das haben die meisten Menschen nicht gerne, wenn sie beobachtet werden oder?

00:43:06: Ja!

00:43:06: Und das ist auch ein Grund, wo ich gut verstehe, dass man das nicht möchte... ...und die ganze Zeit das Bashing auf der Schule und auf die Lehrpersonen... ...das ist natürlich eine Trenne in unserer Gesellschaft, bei der ich total daneben finde,... ...weil wir hier sehr viel engagierte Menschen, die sehr viel Herzblut reinstecken und einen guten Job machen unter schlechten strukturellen Bedingungen.

00:43:24: Es muss mir einfach auch klar sein.

00:43:26: Wenn man schon Kritik an den Schulen übt, dann bitte auf politischer Ebene... wenn es um die Allokation von Mitteln oder sonstige Sachen geht und nicht an der Basis, weil dort erlebe ich sehr viel gut.

00:43:36: Und ja, das kann ich mir vorstellen, dass man es nicht möchte.

00:43:39: Aber auch dort wieder!

00:43:40: Ich glaube ehrlich gesagt, Eltern sind massiv weniger kritisch wenn sie permanent kommen können als wenn wir quasi nur ein Tag kommen können und dann weiss man ja gar nicht ist das repräsentativ für was sonst stattfindet.

00:43:52: Wenn ich aber jederzeit komme... Hiltren machen das gar nicht.

00:43:55: Also die Erfahrungen zeigen eigentlich, dass wenn man es komplett aufmacht, Hiltre haben auch anders zu als die ganze Zeit in die Schule zu hocken oder?

00:44:01: Das heisst, sie machen es dann gar nicht, aber schon nur, dass ihr es anbietet, ist eine massive Game-Change Weil man sagt, wir haben nichts zu verstecken.

00:44:08: Und das ändert in der Beziehung zwischen die Schule und den Elternhaus schon massiv viel auch wenn sie dann gar nicht kommen.

00:44:13: Genau so war es bei mir.

00:44:14: Ich hatte das über viele Jahre offen und kam nur ganz wenig.

00:44:18: Was ich auch sehr unterstütze, ist heute die Transparenz.

00:44:20: Ich weiss, jede Lehrperson muss das für sich selbst entscheiden.

00:44:23: Aber ich möchte an diesem Punkt sagen, dass ich mit viel Transparens im Sinn von sehr positiver Erfahrung gemacht habe.

00:44:29: Dass ich vielleicht mal mit meiner Mutter eine Stunde telefoniert habe, wenn ein Problem da war.

00:44:33: Aber dafür hat es sich gelöst und sie gemerkt, dass mich für das Kind oder für diese Situation, was immer der Fall ist, interessieren und als Ernst nehmen, also wie das vor mir her schieben wie Angst das zu viel Zeit innen könnte, dass ich auch sagen kann, warum mich gewisse Sachen machen, die vielleicht auch nicht.

00:44:48: Wie soll ich sagen?

00:44:48: Nicht der Quantiramisch und du angesprochen hast, wie es vor zwanzig oder dreißig Jahre war.

00:44:52: Ich habe eigentlich auch sehr viele positive Erfahrungen damit gemacht, dass man offen ist, ehrlich ist und mit ihnen auch spricht, dass sie dann gar nicht so aufstaut oder dass nachher eben auch Ängste entstehen oder auch Zwiebeln.

00:45:04: Was macht jetzt diese Person genau?

00:45:06: Und ich glaube dort gibt's auch ganz niederschwellige Geschichten, die einen massiven Effekt haben könnten.

00:45:10: als meine Kinder... In einer Quartierschule, in der Quimms-Schule.

00:45:14: Da waren es drei obligatorische Eltern pro Jahr gehabt.

00:45:18: Einer davon war eine soziale Aktivität, die älteren organisiert haben und dann ist man z.B.

00:45:23: mit den Kindern Goburgenvölk spielen, Unterlehrpersonen oder wir bräuchten miteinander... Mir geht es vor allem um das.

00:45:30: Ja, das ist ein Zusatzaufwand für die Lebensentwicklung und das ist so.

00:45:33: aber ich glaube ehrlich gesagt er zahlt sich in einer Krise massiv aus.

00:45:37: und ja man investiert dort in älteren Beziehungen und ich sage mal in neunzehn Prozent von den ältern.

00:45:42: Beziehung wo du wahrscheinlich gar nie wirst müssen darauf abstützen weil es kein Problem gibt.

00:45:45: Aber für diese zehn Prozent wo es Probleme gibt ist der Aufwand absolut gerechtfertigt und nötig damit wir dort eben weniger Probleme haben.

00:45:53: Ich glaube, je mehr Vertrauen hier ist und Vertrauen heisst auch ich weiss wer du bist.

00:45:57: Ich lerne dich einmal nach voneinander seiten kennen nicht immer nur als Liebessohn sondern jemanden, der neben mir am Grill steht und das Bier in den Hand hat oder was auch immer.

00:46:05: Das macht etwas zwischen Menschen und ich glaube das ist für die Vertrauensbildung fast wichtiger als sich erklären oder so.

00:46:11: Ja, wie gesagt, jeder muss das wahrscheinlich für sich selbst entscheiden.

00:46:14: und die Angst wegen mehr Aufwand.

00:46:16: Das ist tatsächlich mehr Aufwand aber ich, bevor bedehre, glaube ich, dass zahlt es sich definitiv aus.

00:46:22: Jetzt sind wir ein bisschen abgeschweift obwohl das natürlich sehr wichtig ist und auch spannend ist.

00:46:25: über das haben wir jetzt noch nicht so viel können reden in den anderen Folgen von dem her sehr gut, dass man das jetzt dreimal gemacht hat und ist ja sicher sehr entscheidend.

00:46:32: jetzt auch beim Thema Schulabsentismus Bevor wir uns nochmal Kind anlassen möchte ich auch noch auf Perspektive der betroffenen Kinder eingehen.

00:46:40: Du machst schon die Erfahrung auch, oder du redest ja auch mit Kindern.

00:46:43: Ich würde es wundern... Was geht einem ein Kind vor in dem Moment, das am Morgen sagt?

00:46:48: Hey ich kann heute einfach nicht wieder schuhen!

00:46:50: In allen meisten Fällen hat es wahrscheinlich Angst und bringt diese Angst so zum Ausdruck.

00:46:54: Und man neigt manchmal etwas dazu, das zu bagatellisieren weil was passiert in so einem Kind insbesondere wenn sie dann wirklich massive Ängste hat ist dass für den Organismus eigentlich eine existenzielle Bedrohung darstellt.

00:47:08: Also der Organismus ist von der Evolution darauf programmiert, Schaden abzuwenden und das Überleben etwas überspitzt formuliert.

00:47:15: Und Angst in dieser Art und Weise wie sie Kind dort haben, ist ein lebensbedrohlicher Zustand.

00:47:21: natürlich sterbt die Kinder nicht aber für den Orgenismus fühlt sich so an und wer mal so existenziell eine Bedrohnung erlebt hat oder Angst erlebt hat weiß wie unangenehm dass ich es anfühle.

00:47:31: Das ist die Situation wo viele von diesen Kindern tatsächlich Ich habe nicht einfach ein bisschen keine Lust oder Angst, sondern ihre Organismus meldet vor sich und geschieht ihnen nicht.

00:47:41: Das sieht man von aussen vielleicht manchmal auch nicht so.

00:47:43: Wobei ich gerade bei der Schule vorbei bin, gibt es zum Teil ... Es hat ja auch eines Kindes in einem Interviews gesagt, dass sie ihn wirklich schreien und doben auf dem Pausenplatz wenn sie sich mit den Tränen vorkinnen.

00:47:53: Und das ist wirklich herzerrissen!

00:47:54: Das müssen wir anzuschauen aber es zeigt wie gross die existenziellen Noten sind, was diese Kinder sich darin befinden.

00:48:00: Ich stelle mir es aber noch schwierig vor.

00:48:01: Jetzt geht es auch von älteren Seiten, wenn am Morgen das Kind seit ich gehe nicht mehr in die Schule oder ich kann nicht in die Schul.

00:48:07: Weisst du wo ist es?

00:48:08: Ich muss das ernst nehmen und da ist ein ernsthaftes Problem also dass eben nicht Bagatellisieren, aber gleichzeitig auch nicht zuvor schnell finden ja dann bleibst du daheim.

00:48:15: Also vielleicht wieder diese Überbeführung vor... Also ich stelle mich das noch mal einen Grad vor so...

00:48:20: Ist es?

00:48:20: Ja!

00:48:21: Und also ich habe selber Kinder und mag mich auch noch, wenn es lang her ist an zwei drei Episoden im Kindergarten erinnern, wo meine Tochter sich wirklich geschlucht und gesagt hat, nein, geht nicht arbeiten.

00:48:32: Und natürlich bricht das fast das Herz.

00:48:34: Aber dort die Zuversicht zu vermitteln und sagen hey wir sehen unsere Tabi wieder ich weiss du schaffst es, du gehst schon gerne in den Kindergarten Das wird auch heute der Fall sein und auch darauf vertrauen dass sich die Schule schon wird gemeldet wenn sie jetzt wirklich nicht gehen.

00:48:47: Also ja... Zufersicht vermittel.

00:48:49: ich glaube das ist etwas vom Wichtigsten was man als Eltern in so einer Situation tun kann und auf der anderen Seite aber auch ein bisschen fordern also und wissen oder unseren Kindern zu dass sie Resilient sind und dass sie das arbeiten können.

00:49:02: Aber das kann man nur, und das ist jetzt ein wichtiger Punkt, oder?

00:49:04: Das kann man einfach nur, wenn man beigetburt!

00:49:07: quasi anfängt mit dem.

00:49:08: Also das heisst, die Loslösung von unseren Kindern findet ihr nicht mit den Fünfzehn, Sechzehn und Achtzehn statt sondern es fängt bei der Geburt an.

00:49:15: und das ist ein gradueller Prozess wo man sehr oft etwas verpasst und dann wird es eben genau kritisch wenn ein Kind Kinder geht vielleicht auch nicht in einer Kita gewesen.

00:49:23: Das ist dann ein happiger Schritt oder früher als Eltern anfangen zu loslassen und sein Kind auch etwas zuzutrauen.

00:49:30: um so einfacher werden diese Schritte dann auch für die Kinder?

00:49:32: Du hast

00:49:33: jetzt ein paar Sachen schon gesagt.

00:49:34: Ich habe noch darauf, welche Sätze zu helfen, welche machen die Noten grösser?

00:49:38: oder was braucht ein Kind in dieser Situation?

00:49:40: Ein paar Sachen hast du schon gesagt, gibt es noch wichtige Punkte?

00:49:43: Ja also was sicher nicht hilft sind Dinge wie stell dich nicht so an oder du bist doch schon gross sein oder du musst keine Angst haben.

00:49:49: das hilft einfach nicht weil wenn ein Mensch Angst hat auch wenn diese Angst von aussen vielleicht objektiv gesehen nicht nahvollziehbar ist oder man das komisch findet wenn ein Menschen Angst hat hat er Angst.

00:49:59: Punkt ihm sagen du musst kein Angst haben wieso?

00:50:02: Das wäre wie wenn man sagt, du musst nicht müde sein.

00:50:05: Ich bin es aber halt!

00:50:07: Punkt oder?

00:50:08: Also solche Sätze helfen sicher nicht.

00:50:10: Was hilft das ist wiederum sehr individuell und dort geht's halt ums Erleben vom Kind also das Warnen was muss jetzt das Kind in dem Moment hören?

00:50:17: was ist sein Bedürfnis in dieser Situation?

00:50:19: was muss das Kind im Moment gehören damit sich auch wieder zutraut.

00:50:23: Wir lassen uns jetzt noch mal Kinder an.

00:50:25: hier habe ich sie gefragt ob sie schonmal die Schule geschwänzt haben länger der Schulferne bleiben sind.

00:50:31: Ich habe schon mal gesagt, ich bin krank bei der Prüfung und Polizisten trotzdem nachholen.

00:50:37: Ich

00:50:38: habe es schon probiert aber meine Mutter sagt immer, wenn ihr nicht Fieber habt, muss ich probieren.

00:50:43: Meine Mutter ist schulleitig und mein Vater lehrer und sie ist als Strang.

00:50:47: Und jetzt geht's mit!

00:50:49: Ich habe eigentlich auch noch nie geschwänzt, aber ich hatte auch einmal diese Gedanken vor allem während der Franzestunde weil ich unsere Franzlehrerin nicht gerne ... Ich habe noch nie eine Schule geschwänzt.

00:51:00: Es ist halt ein Verlust mit Schulstoff und es ist halt, wenn du schwänzen würdest, würde ich sagen, dass man wirklich einen Grund sei wie zum Beispiel das Grosseltern oder die Sturbe sind und du magst einfach nicht in der Schule, also dann mit nach Hause bleiben.

00:51:12: Also manchmal geht es jetzt einfach darum, dass ich irgendwie nicht will aufstehen.

00:51:17: Es geht nicht um die Schwänze oder wegen der Schule.

00:51:19: Eigentlich kann ich weiter schlafen, weil es gut ist.

00:51:23: Oder manchmal bin ich zu überfordert mit dem ganzen Zeug und habe auch keine Lust.

00:51:28: Ja!

00:51:29: Ich habe es nicht immer gut in den Furenmedaillen.

00:51:32: Darum habe ich manchmal wirklich keinen Bock mehr zur Schule gehen zu können.

00:51:36: Und dann habe ich meine Mutter gesagt, sie sei kranker.

00:51:40: Ich hatte Angst wegen der Mubing, aber es ging ziemlich schon.

00:51:44: Also ich habe das Schwein nicht erlebt.

00:51:46: Ich bin ein Wochenende gekommen und ich hatte Angst, aber ich hatte auch Angst.

00:51:50: Alle haben mich ausgelacht, weil ich umgegeben war und gesagt habe, dass ich am Boden selber bin, weil die E-Sorträgerung wieder oben ist.

00:51:56: Als meine Eltern sich trennten, hatte ich eine Zeit lang einfach sehr traurig.

00:51:59: Ich hatte keine Lust auf die Uhr.

00:52:03: Ich wollte einfach bei einem sein.

00:52:07: Ja, wir haben ganz verschiedene Aussage jetzt gehört.

00:52:09: Ein paar, die aus verschiedensten Gründen schon geschwänzt haben.

00:52:12: Vielleicht ihnen so ein bisschen aus Jux oder weil sie auf etwas nicht so lustig hatten.

00:52:16: Aber tatsächlich haben wir genau diese Sachen gehört, wo du schon angesprochen hast von Mobbing und Angst.

00:52:21: Vielleicht den Verlust daheim also wirklich auch Angst hatte.

00:52:24: Was haben die Stimmen bei dir ausgelöst?

00:52:26: Das letzte Kind, das hat mich gerade sehr berührt.

00:52:29: Es hatte einen guten Grund.

00:52:31: Es war traurig und finde ich noch neulingend, dass man dann neu mitweht sein will, wo man vielleicht aufgefangen wird oder so.

00:52:37: Also es hat mich sehr beruhrt.

00:52:39: Und das andere ist halt Pech, wenn Mutter Schulleitung ist.

00:52:43: Du gehst auch mit ein bisschen Buchen.

00:52:45: Aber das ist eigentlich genau die richtige Haltung.

00:52:47: schön, dass diese Mutter und Schulleitung also so transportiert

00:52:51: werden kann!

00:52:52: Das habe ich ihm auch geantwortet.

00:52:54: Wie soll ich sagen?

00:52:55: Nein, ich möchte jetzt keine schlechten Karten zeigen wenn er der Vater annullieren ist aber sicher eine klare Haltung dahinter.

00:53:00: Ja

00:53:00: eigentlich genau das Richtige und ja für ihn ist es vielleicht nicht lässig aber es ist eigentlich genau so richtig und wahnsinnig.

00:53:07: schlimm ist es ja offensichtlich dann auch nicht gewesen.

00:53:09: Du hast mir im Vorgespräch gesagt, dass es eigentlich das Ziel wäre, dass wir gar nicht zu diesem Teil, also zu dem dritten Teil kommen.

00:53:15: Weil wenn die Warnsignal früher gekannt werden und Prävention gelingt, müssten wir über viel von diesen Massnahmen gar nicht reden.

00:53:22: Trotzdem gibt's Kinder, die nicht regelmäßiger Schule gehen, darum müssen wir gleich darüber sprechen was hilft, wenn Schulabsentismus bereits realitätisch ist.

00:53:30: Viele Eltern und ihr Personen hoffen zerstens, dass sich die Situation von selber wieder beruhigt.

00:53:34: Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, eben wenn man es vielleicht nicht so ernst nimmt oder nicht Problem dahintergesehen, aber genau vor diesem Abwarten hast du auch schon gewarnt.

00:53:42: Was sollte denn die Schule und das Elternhaus als erstes machen, wenn ein Kind nicht mehr regelmässig in die Schule geht?

00:53:49: Das Wichtigste ist eigentlich, dass man dem sofort nachgeht und sich betrifft.

00:53:53: Dass sofort das Gespräch gesucht wird mit möglichst allen Beteiligten, also allen Menschen, die irgendwie mit diesem Kind zu tun haben, um wie auch schauen was sind Gründe für das?

00:54:02: Man hat gerade im Zyklus eines verständlicherweise sehr viel Verständnis für die Kinder, die es vielleicht noch ein bisschen müde haben in die Schule zu kommen.

00:54:09: aber man wartet viel zu lange und hat eigentlich zuviel Verständnissen.

00:54:12: Also ich würde mir manchmal wünschen, man hätte bei anderen Phänomenen zur Schule gleich viele Verständnisse für Kinder wie bei Schulabs.

00:54:18: Aber da hilft es nicht.

00:54:20: Dass man empathisch ist und versucht das Kind abzuholen, was es steht unbedingt.

00:54:24: Aber zu lange warten, weil man das Gefühl hat, dass es schon kommt und braucht Zeit, erweist sich in vielen Fällen als nicht wahnsinnig hilfreich.

00:54:32: Würdest du sagen, dass das der häufigste Fehler ist?

00:54:36: Ja, langes Warten bagatellisieren oder sich die Zeit nicht nähen wollen, weil wir das Gefühl haben, ja, weil jetzt das Kind immer gefällt.

00:54:43: Man muss jetzt nicht schon wahnsinnigen irgendwie rein.

00:54:46: Das sind eigentlich die Hauptgründe denke

00:54:47: ich!

00:54:47: Wieso chronifiziert sich Schulabsentismus eigentlich so schnell?

00:54:52: Ja, weil Schulabsentismus sehr oft mit Angst zu hat und die wird immer grösser.

00:54:57: Und das Kind macht eben der Erfahrung nicht, dass die Befürchtungen, die es hat, nicht eintreffen.

00:55:01: Das ist ein wichtiger Punkt, das Mietungsverhalten entspannt einem eben.

00:55:05: Also wenn ich eine Angst habe, die in der Schule begründet ist und ich bleibe daheim, dann verschwinde die Angst gerade sofort und ich bin entspannt.

00:55:12: D.h.,

00:55:13: man lernt eigentlich, wenn ich daheinbleibe, habe ich diese Angst nicht?

00:55:16: Und das ist natürlich viel der angenehmere Zustand als sich dieser Angst stellen.

00:55:22: dass man befürchtigt hat, was wird passieren.

00:55:25: Die Befürchtungen sind ein essentieller Teil der Angst und das Lösen des Problems geht auch darüber, dass man erfährt die Befürchte, die man nicht eintritt.

00:55:35: In der Angstkonfrontation oder in der Therapie von Angst ist eine der besten Wirkfaktoren, dass sich die Befeuchtigen klar äußeren und dann misst man.

00:55:44: Man macht quasi ein Feld-Experiment und schaut drittens diese Befürchten tatsächlich ein eingetreten, wird die Angst schon endlich durch das wie auch wieder ein bisschen minimiert.

00:55:55: Du hast es ja schon etwas erwähnt.

00:55:56: Die Absenzen festhalten und ernst nehmen – das ist etwas sehr zentrales.

00:56:01: Und du hast eine Regelung, in der man eigentlich, oder wo jede Schule eigentlich so dich kennen, nämlich drei, sechs Regeln.

00:56:07: Kannst du dir kurz erklären?

00:56:09: Ja, das ist nicht meine Regelung!

00:56:10: Da würde ich mir zu viel Lorbe aufsetzen.

00:56:13: Es geht da... Die kommt aus dem Kanton St.

00:56:15: Gallen.

00:56:16: Die haben das so definiert, dass sie gesagt haben wenn drei nicht zusammenhängende Absenzen innerhalb von sechs Schulwochen auftreten muss man anfangen zu handeln.

00:56:27: Nicht zusammenhängend bedeutet die hat nichts miteinander zu tun.

00:56:30: also das heisst wenn ich jetzt am Meintag fehle mit Fieber und ziestig gehe ich wieder in die Schule und am Mittwoch habe ich aber wie der Fieberg ist das wahrscheinlich ein zusammenhängender Absenz weil es halt eine Grippe oder eine Grippale.

00:56:39: im Fakt ist, da sollte man dann als Eier Absenze zählen.

00:56:41: Aber wenn ich am meintag Kopfwehe habe einen Freitag Bauchwehe würde ich davon ausgehen, dass es eben keine zusammenhängende Absenzen sind.

00:56:50: Das heisst ab dem Zeitpunkt haben wir noch nicht Schulabsentismus.

00:56:53: aber ab diesem Zeitpunkt müsste man anfangen zu intervenieren weil dann sind wir so früh drin, dass wir eine reelle Chance haben tatsächlich eine Intervention starten können wenn es um Schulabszentismus geht und es nicht dazu kommt das es chronifiziert.

00:57:06: Was heisst, du erwartest von der Person, dass sie einerseits die Absätze so festhalten, dass Sie das auch merken würden.

00:57:12: Und wenn sie es merken, dann natürlich auch die Eltern informieren oder das Gespräch suchen, falls die Eltern das nicht schon von See aus gemacht haben.

00:57:18: Genau.

00:57:19: Und da gibt es noch eine wichtige Ergänzung, dass man eben nicht halbtag oder tag aufschreibt und monitort sondern eigentlich Stunden.

00:57:25: Weil Stunden helfen einem Muster zu erkennen nachher auch für die Interventionsplanung.

00:57:29: also das heisst wenn ein Kind immer am Dienstagmorgen vom achte bis im Minifeld einen Grund geben wird und der Grund wird sich ausdehnen.

00:57:35: Also das zeigt Erfahrung eigentlich auch, dass wenn Schulabseln diesmal angefangen hat dann dehnt sich den Aus.

00:57:41: Es wird nicht bei dieser echten Stunde bleiben.

00:57:43: Ja also das Monitoring ist einten und wenn sie in drei Sechs Regeln verletzt ist eigentlich sofort klären, was ist los.

00:57:50: Da muss man noch nicht ein Interventionsplan machen sondern geht es in einem primären Schritt nur darum zu klären sind die Absenzen plausibel erklärbar?

00:57:57: das ist zum Beispiel bei diesem Ablaufschema wo ich kreiert habe es sind das eigene Schritte und bei vielen Fällen wird man nach der Erklärung können sagen okay ist wahrscheinlich keine Schule absinnt das muss unterkommen auch wieder Adakta legen.

00:58:07: aber es ist wichtig damit wir eben diese Fälle die Potenzial haben sie zu chronifizieren nicht verpassen.

00:58:12: Und das Ablauf scheint auch, dass jetzt etwas um eine Schule zu etablieren könnte, die dann für alle Lehrpersonen oder für alle Klassen gilt?

00:58:19: Ja.

00:58:20: Das würde ich mit dieser präventiven Aufstellung hören, damit man einen fix definierten Ablauf hat wie man vorgehen

00:58:25: muss.

00:58:26: Durchs Gespräch wurde schon klar, den Schulabsentismus kann man nicht alleine gelösen.

00:58:30: Wir haben jetzt schon fest über die Schule und v.a.

00:58:31: das Elternhaus geredet.

00:58:33: Wie sieht es denn aus mit Fachpersonen- oder auch Schulleitungen?

00:58:37: Ja, also

00:58:37: die Schulleitung hätte in meinem Ablaufschema eine klare Rolle.

00:58:40: Nämlich die Fallführung ab dem Zeitpunkt wo man intervenieren muss.

00:58:44: und die Schuleitung hat im schulischen Alltag auch einen anderen wichtigen Part.

00:58:49: Sie müsste dafür sorgen dass das Drei Sechs Monitoring eben super gemacht wird.

00:58:53: Das ist für mich wie klar ein Führungsaufgabe, wie die Prozessführung auch wenn es dann zu einer Intervention kommt.

00:58:58: Es kann aus meiner Sicht niemand anders machen weil die Schulleitung der Drehe- und Angelpunkte von verschiedensten Massnahmen schlussendlich ist.

00:59:05: Mir ist aber auch wichtig Es geht nicht darum, den Lösungsdruck an die Schulleitung zu delegieren.

00:59:10: Die Schulleitung ist nicht für die Lösung des Problemverantwortens sondern für die Prozessführung.

00:59:14: Ja, Schulabsentismus kann niemand alleine lösen und es ist mir wirklich wichtig das nochmals zu betonen.

00:59:19: Weil das Problem auch seltenst nur an einem Ort entsteht.

00:59:23: Also das heisst sehr oft sind die Faktoren geheim und in der Schule Beteiligung.

00:59:27: Und dann macht's einfach total mehr Sinn wenn sich auch alle, die mit dem Kind irgendwie zu tun haben versucht an den Lösungen zu beteiligen Auch um ein klares Signal zu senden Du bist uns wichtig wir wollen dass du in die Schule kommst und wir machen alles dafür dass die Rahmenbedingungen stimmen.

00:59:40: das du kannst kommen.

00:59:41: Aber wenn würdest du sagen, braucht es vielleicht auch die Unterstützung der Schulsozialarbeit oder wie bei dir selbst vom Schulpsychologischen Dienst?

00:59:49: Für mich ist das eigentlich klar, da mache ich mir in der Schulpsychologie auch nicht nur Freundinnen und Freunde.

00:59:53: Aber für mich ist es eigentlich klar dass wir ab diesem Zeitpunkt reinkören, wo klar ist, also die Riesungs-Regelung ist verletzt und man kann's nicht einfach Adakta legen sondern es bestand weiterhin Unsicherheiten.

01:00:05: Man weiss nicht so genau, gehts jetzt schon richtig?

01:00:08: Schulabsentismus warum fällt das das Kind genau?

01:00:10: Ab dem Zeitpunkt finde ich gehört die Schulpsychologie und auch die Schulsozialarbeit rein.

01:00:14: Nicht dass sie nach der Prozessmanagement aber dass eine andere Wirklichkeit oder eine andere Fachlichkeit noch reinkommt, die nicht besser oder schlechter ist als die von der Schule.

01:00:22: Aber wo wir ergänzend sind zu dem was die Schulen schon ihrer Repertoire haben.

01:00:26: Und vielleicht auch wenn er die Person entlastet oder unterstützt, bei den Gesprächsführungen und so weiter?

01:00:31: Absolut genau!

01:00:32: Wir gehen jetzt davon aus dass das Kind bereits daheim ist und nicht mehr zur Schule geht.

01:00:36: und ich bitte du auch, dass es nicht darum geht, das Kind möglichst schnell wieder in die Schule zu bringen sondern eben auch dort die Ursache zu lösen.

01:00:43: Warum helfen jetzt vielleicht auch Strafe oder Druck in diesen Fällen nicht weiter?

01:00:47: Weil man Menschen, die Angst haben nicht dazu bringt mit Druck oder Strafen, dass sie keine Angst mehr haben.

01:00:53: Also man muss konkret den Gründen für die Angst angehen.

01:00:56: Ich halte eh nicht so wahnsinnig viel von Strafen aber wenn man Druck ausüben will oder ein Disziplinarverfahren einleiten will dann sicher beim Fernhalten der Eltern und allenfalls beim Schwänzen kann man damit nach einiger Massen gute Erfolge erzielen also dass man dort auch Druck macht und auf die Schulpflicht einweist.

01:01:14: Bei einem anderen Phänomen ist der älteren Völker dass die Schule vielleicht nicht erfüllt ist und das Kind weiss es abgesehen von auch.

01:01:21: Das leidet ja selber darunter, dass es nicht in die Schule gehen kann.

01:01:24: Nein, das halte ich nicht für wahnsinnig sinnvoll oder eigentlich in den allermeisten Fällen gar nicht für sinnvoll.

01:01:28: Auch im Falle der Schwänze eigentlich nicht.

01:01:31: Ich finde Bestrafung, das ist wie ein Zeichen der Ohrmacht beim Anfang bestrafen.

01:01:35: Auch dort wird ein kooperativer Weg vorziehen.

01:01:38: Du hast gerade gesagt, die Schule ist obligatorisch.

01:01:40: Wie wird das eigentlich gelöst, wenn ein Kind längere Zeit nicht mehr zur Schule geht?

01:01:45: Muss es irgendwie nachgeholt werden?

01:01:47: Kannst du zu einer Wiederholung kommen oder was sind deine Erfahrungen?

01:01:50: Ja, das ist ein Thema der immer wieder aufschiebt und dort, finde ich, verliert man manchmal auch etwas Augenmaß.

01:01:56: Also wen interessiert es in den Lehrern an, ob das Kind jetzt ein halbes Jahr gefehlt hat in der zweiten Klasse?

01:02:01: Das interessiert niemand!

01:02:02: Und da entsteht wahnsinnig viel Druck, weil man muss ein Zeugnis geben.

01:02:05: Über das können wir ja einmal noch diskutieren, gerade im Zuge dessen.

01:02:08: Halt dich alles für in diesem Sinn unnötig und unsinnig.

01:02:12: klar ist, dass oben der Ziel muss sein, die Schule wieder besuchen kann.

01:02:16: Und für das müssen wir alles tun und da arbeiten wir nicht nur mit dem Kind, sondern primär eben auch an den strukturellen Begebenheiten.

01:02:21: Weil ein Kind mit Druck in die Schule zu bringen, in einen Kontext, wo sich es nicht sicher fühlt, das kann nur scheitern.

01:02:28: Das heisst erst muss man den Kontext so verändern dass Sicherheit potenziell hier ist und dann kann man mit dem Kinder anfangen zu schaffen.

01:02:33: Also systemische und betrachtungsweise auch von der strukturen Begebenheit finde ich sowieso zentraler als die Arbeit nachher mit dem kind.

01:02:40: Ich wohne schon auch und das ist ja nötig aber voraus geht immer im Prozess die Situation mal genau anschauen.

01:02:46: Und dann ja, wenn es natürlich zur Stofflücke kommt ist immer eine Frage wie schliessen wir diese Stofflücken wieder?

01:02:51: und das ist auch wichtig.

01:02:52: Dort wird sehr oft auf Einzelbeschulung umgeschaltet und das habe ich auch nichts, wenn Einzel- beschulungen in der Schulstadt finden und nicht zu Hause, weil man einfach wirklich verhindern muss, dass sie zu einer Chronifizierung künstlos sind.

01:03:05: Aber das ist eine Gratwanderung, die sehr oft schwierig ist.

01:03:08: Du meinst wegen dem Homeschooling, dass es nicht zu Kind das Gefühl hat?

01:03:11: Es geht ja so.

01:03:12: Genau!

01:03:13: Also ein Kind darf nicht die Erfahrung machen und also im Grundsatz nicht die Erfahrungen machen, damit es eine Alternative zur Schule gibt weil sie eigentlich keine Schulpflicht besteht und es dürfen schon gar nicht eine attraktivere Alternativen zur Schule geben oder?

01:03:26: Also die Heimat.

01:03:27: während es in der Schule nicht ist müsste man dann sehr genau schauen was sie dort tun können wenn sie schon nicht in die Schule gehen und dass wir sie nicht begünstigen, wie gesagt ich erfülle meine Schule vielleicht einfach die Heime.

01:03:37: Das ist nicht das Ziel.

01:03:38: Das Ziel ist eigentlich, dass die Schulbefrüchte erfüllt werden und sie aber in der Schule erfüllt sind.

01:03:42: Ich möchte noch auf die Rückkehr eingehen.

01:03:44: zum Schluss.

01:03:44: Ich habe irgendwo gelesen, dass das eben ein besonderes sensibler Moment auch ist, kann ich mir sehr gut vorstellen.

01:03:50: Und was muss man hier achten?

01:03:51: Warum ist diese so entscheidend eine Rückkehr?

01:03:53: Einerseits wird hier prüft, ob die Befürchtungen zutreffen und andererseits, weil der Kontext mitentscheidend ist, ob sich das Kind zutroht.

01:04:01: Also Kinder haben dann sehr oft vielleicht Ängste, wie das Kind vorher gesagt hat in den Stimmen, dass ausgelacht werden oder so.

01:04:09: Und das muss man dann tatsächlich thematisieren mit der Klasse.

01:04:11: Und dort muss man auf Bedürfnisse von diesem Kind rücksichtigen.

01:04:14: Es gibt Kinder, die kommen zur Rückeklasse und wollen das also tödlich sein als wenn nichts gewesen wäre?

01:04:18: Dass man einfach quasi Gurho normal macht was ich vielleicht noch sehr stöte, ein bisschen zurückziehen.

01:04:25: In den Ecken zum Tränen abputzen, wenn es eine Brühe auf dem Pausenplatz hat oder so.

01:04:30: Also das ist sehr individuell und auf das muss man rücksichtigen, weil diese Rahmenbedingungen sind entscheidend, kommt das Kind oder nicht?

01:04:37: Und eben das klare Benennen der Befürchtung und auch das klaren Messen treffen die Befürchungen ein, was das Kind hält oder nicht.

01:04:43: Weil wenn das Kind Befürchter äussert, es wird ausgelacht, dann muss man das mit einer Klasse thematisieren, dass das nicht stattfindet.

01:04:51: Angst natürlich verständlicherweise grösser.

01:04:54: Also das Kind muss die Erfahrung machen, dass Befürchtungen nicht eintreten und wenn sie aber beeintreteten ist das kontroproduktiv.

01:05:00: Das bedeutet, dass Klasselehrpersonen das wirklich mit der Klasse auch bespricht und vorbereitet, dass das möglichst gut zurückkommen

01:05:07: kann?

01:05:07: Das ist auch ein heikeln Punkt.

01:05:08: Das sehen wir sehr oft bei Neurodivagenten, die Eltern vielleicht nicht möchten oder bei Lernzeitabbasung, weil sie ihnen nicht möchte, dass andere Kinder das wissen und es kann hier auch sein.

01:05:17: Oder das Kind wie gesagt will nicht das Klass, das weiss.

01:05:20: Und dort muss man aber nachher in einen vertieften Prozess der Psycho-Education oder der Beratung von diesem familiären System gehen, damit man wie kann verständlich machen, dass man, wenn man Transparenz schafft, eben auch die Rahmenbedingungen verbessert kann, dass vielleicht die Ängste nicht begründet sind.

01:05:36: eine individuelle Geschichte, die man wirklich mit den einzelnen Kindern anschauen muss.

01:05:40: Und es ist noch wichtig was du natürlich sagst also jetzt der Grund für das Fehl oder nicht in die Schule kommen.

01:05:45: Das finde ich auch sehr wichtig dass man das bespricht, was sie wissen und was nicht.

01:05:50: sicher.

01:05:50: Ich habe mich gemeint... Sie wissen ja natürlich, dass das Kind lange in der Schule war.

01:05:53: Dass man jetzt auch sagt es kommt wieder und das an sich vorbereitet ohne jetzt vielleicht zu wissen darüber warum's gefällt hat?

01:06:00: Ja

01:06:00: aber die Kinder möchten das vielleicht wissen.

01:06:03: Warum das es gefällt, oder?

01:06:04: Und ja dann kann man sich ja mit dem Kind, der gefehlt hat, vielleicht überlegen was wäre ein Wording, welches für das Kind passt und wo genügend Informationen den Klass gännt, dass sie nicht weiterfragen, sage ich mal.

01:06:16: Aber dass die trotzdem diese Informationen überkommen.

01:06:19: Zum Schluss noch etwas, was vielleicht ein wenig Hoffnung macht.

01:06:21: In deinem Alltag warst du Kind, der den Weg zurück in die Schule geschafft hat.

01:06:24: Kannst du von einer Geschichte erzählen, wo das Kind ja das geschafft hat und vielleicht auch erzählern, was der Wendepunkt war?

01:06:31: Ja, ich könnte von vielen Kindern erzählen.

01:06:33: Und das finde ich mega schön, dass sie das könnte, weil es bestärkt mich auch, den Weg überweiten zu gehen und wieder die Aufklärung zu betreiben, weil ich zu tiefsten davon überzeugt bin, wenn wir früher anfangend intervenieren, dass man viele dieser Fälle nicht erschwelligen könnte lösen.

01:06:46: Der Wendepunkt kann vielleicht wieder der allererste Fall nehmen, was ich hatte, denn dort war ich sehr o-mächtig und das ganze System ist o-mächtig.

01:06:53: Ich habe keine Tiefen zu wissen gehabt.

01:06:55: Ich wusste etwas hier zumal aus der neuen Autorität,

01:06:58: d.h.,

01:06:58: wir sind alle heim zu diesem Bub.

01:07:01: und haben gesagt, es sei uns wichtig, dass du wieder kommst.

01:07:03: Und der hat sich einfach nicht bewegt.

01:07:05: Und dort ist mir abgesehen von wie klar geworden, dass wir mit den neuen Autoritäten viel von diesen Problemen nicht einfach suchen lösen.

01:07:12: Also das kann ein Part sein von einer Intervention aber als Hauptintervention mal abgelesen vom Schwänzen, dass das nicht funktioniert.

01:07:18: Aber für mich war der Wendepunkt nach Reden gewesen wo ich ihn gefragt habe warum er dann nicht kommt?

01:07:22: Er sagte mir, weil ihr mich da auch nicht beschützen könnt.

01:07:25: Dann wurde wirklich klar, okay, es fällt eine Sicherheit.

01:07:27: Und dann haben wir die Sicherheit anfangs installiert und ab diesem Zeitpunkt ist er wieder gekommen.

01:07:31: Und das habe ich bei ganz vielen anderen als ein anderes Beispiel von einem Bub, der wirklich eigentlich vorne an den Beziehungen der Lehrperson zu ihm gelegen ist, die ganz viele Sachen vorgefallen sind um ihn irgendwann beschlossen haben nachdem wir einen interne Time-Instruktur da haben, dass man jetzt einen Klassenwechsel probiert und der hat vorher hundert Prozent gefehlt und dort ist er schon am ersten Tag wieder gegangen also... Das Veränderung der strukturellen Rahmenbedingungen führt sehr oft zu einer massiven Verbesserung.

01:07:58: Und dort müsste man halt auch etwas kreativ und ein bisschen auf den Boxen denken, weil das hilft.

01:08:02: Die Schulen haben meistens das, was innerhalb von dem Box schon gemacht ist und außerhalb des Boxes denken.

01:08:07: Das ist eigentlich vor allem mein Wirkenprinzip.

01:08:10: Kreativ sein in der Lösungsfindung.

01:08:11: Sachen herausfinden, die niemand bis jetzt daran denkt, weil man vielleicht das Gefühl hat, dass es gar nicht umsetzbar ist, interessiert mich nicht.

01:08:18: Mich interessiert, was gibt es für Lösungsmöglichkeiten?

01:08:20: Ob das umsetztbar oder nicht diskutieren wir dann später darüber.

01:08:24: Das Wichtigste, was ich mitnehme ist, gut heran zu schauen und anschliessend offen kommunizieren zum gute Lösungen finden!

01:08:30: Alle, die dazulassen, danke vielmals für sie schalten und dranbleiben.

01:08:33: Ich würde sehr schätzen, wenn du den Podcast weiterempfällst und auf Spotify oder Apple-Podcast mit Sternen bewertest.

01:08:39: Der Podcast ist und bleibt unabhängig und produziere ich in meiner Freizeit unentgeltlich.

01:08:43: Daher kannst du mir die Winter vielleicht für ein Kaffee oder eine Söewaltticket zu einer Podcastaufnahme.

01:08:48: In der Show Notes findest du direkt Link zur Twind.

01:08:51: Merci vielmal!

01:08:51: Im Herbst findet wieder zwei Livepodcasts statt am elften September im neuen Bad Luzern zum Thema Schule der Zukunft und am fünften November

01:09:11: Das heißt, die Schule begleitet den Menschen auf seinem Weg hier zum selbstbestimmten und urteilsfähigen Individuum.

01:09:23: Und das hat sehr viel mit Haltung und sehr wenig mit Stoff zu tun!

01:09:26: Stefan, danke vielmals für das informative Gespräch und dass du dir heute Zeit genommen

01:09:30: hast.

01:09:30: Sehr gerne, danke dir!

01:09:32: Mehr Informationen zum Thema findest du bei mir auf Social Media oder meiner Webseite DamienHaus.com.

01:09:37: Die nächste Folge zum Thema politische und demokratische Bildung mit Monika Waldis und Rolf Golop kommt am letzten Endpunkt im August.

01:09:45: Musik ist vom Tobias Jensen.

01:09:46: Danke vielmals fürs Zulassen und bis gleich!

01:09:51: Bildungsreise – ein Podcast vor allem wo Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.

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