Schulentwicklung – zwischen Bewahren und Verändern
Shownotes
In der neusten Folge des Podcasts «Bildungsreise» bleibt Damian in Zürich und trifft Michael Kubli, ehemaligen Lehrer und Schulleiter sowie Co-Geschäftsführer von proEdu. Die beiden gehen den Fragen nach, was gute Schulentwicklung ausmacht, warum Veränderungen im Schulalltag oft anspruchsvoll sind und wie Schulen herausfinden, was in der Praxis tatsächlich wirkt.
Für Michael ist Schulentwicklung vor allem eines: gemeinsames Lernen. Nicht nur Kinder und Jugendliche sollen sich weiterentwickeln, sondern auch Lehrpersonen, Schulleitungen und die Schule als lernende Organisation. Doch zwischen Unterricht, organisatorischen Aufgaben und begrenzten Ressourcen bleibt für die Schul- und Unterrichtsentwicklung oft wenig Zeit. Umso wichtiger ist es, bewusst Freiräume zu schaffen, Prioritäten zu setzen und sich immer wieder zu fragen, weshalb man etwas so macht, wie man es macht.
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Spannung zwischen Bewahren und Verändern. Michael erklärt das Prinzip der «Ambidextrie» anhand zweier Bilder: Gärtnerinnen und Gärtner kümmern sich um das Bewährte, während Entdeckerinnen und Entdecker Neuland erkunden. Ein Schulteam braucht beide Rollen. Gleichzeitig sollten Schulen neben persönlichen Erfahrungen auch wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen und voneinander lernen.
Wie das konkret aussehen kann, bespricht Damian mit Michael anhand von drei Themen aus früheren Podcastfolgen: Hausaufgaben, Rassismus sowie Begabungs- und Begabtenförderung. Dabei zeigt sich, wie wichtig gemeinsame Werte, Haltungen und eine gelebte Schulkultur sind, aber auch, wie schwierig es sein kann, diese im Schulalltag umzusetzen. Ein Leitbild allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist, dass sich das ganze Schulteam mit diesen Werten auseinandersetzt und sie laufend zur Diskussion stellt. In diesem Zusammenhang betont Michael, dass Kinder und Jugendliche bei der Schulentwicklung viel stärker einbezogen werden sollten. Denn sie wissen oft selbst sehr gut, was sie brauchen, und können wertvolle Impulse geben. Durch ihre Partizipation können sie zudem demokratische Prozesse unmittelbar erleben.
Im letzten Teil geht es darum, wie Schulen Entwicklungsprozesse anstossen und begleiten können. Wie planbar ist Schulentwicklung? Welche Verantwortung tragen Schulleitungen und Lehrpersonen? Und wie können Schulen ihre Gestaltungsspielräume nutzen? Michael ermutigt dazu, nicht immer auf die perfekte Lösung zu warten, sondern Neues auszuprobieren und aus Erfolgen und Fehlern zu lernen. Ebenso zentral sind eine verständliche Kommunikation, damit alle Beteiligten verstehen, warum Veränderungen angestrebt werden, sowie die Überprüfung, ob diese etwas bewirken.
Eine anregende Folge darüber, weshalb gute Schulentwicklung Geduld, Mut und Offenheit braucht – und wie es gelingt, Bestehendes zu hinterfragen, Bewährtes zu bewahren und gemeinsam neue Wege zu gehen. Eine Reise für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.
Der Podcast ist und bleibt unabhängig und wird von mir unentgeltlich in meiner Freizeit produziert. Wenn du meine Arbeit schätzt, freue ich mich über deine freiwillige Unterstützung. Herzlichen Dank!
Der letzte Live-Podcast des Jahres zum Thema Leistungsdruck findet am 5. November in Zürich statt. Alle Infos sowie Tickets findest du hier:
Mehr über Michael Kubli, proEdu und das Ambidextriemodell erfährst du hier:
Die Folgen, auf die wir im Gespräch zurückgreifen:
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Die Musik wurde speziell von Singer-Songwriter Tobias Jensen für diesen Podcast komponiert.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn es einem eben gelingt, dass man sowohl die, die sich mit optimieren von dem was wir jetzt schon machen und negativ formuliert, zeigt man dann einen Bewahrer.
00:00:09: Ich finde aber das Gärtnermodell auch noch schön.
00:00:11: Und auf der anderen Seite diejenigen, die uns ausprobieren wollen, die Schulen weiterentwickeln wollen, wenn es uns gelingt dass sie so ein bisschen in ein System, in den Eingang ihnen zu bringen, dann gibt's eben energiefrei.
00:00:21: Hallo zusammen!
00:00:22: Ich bin der Damian, Lehrer und Redaktor bei SRF Kids und SRF School.
00:00:26: In meinen letzten Jahren als Klassenlehrer bin ich immer wieder Themen begegnet, die mich herausgefordert, beschäftigt und neugierig gemacht haben.
00:00:32: Heute gehe ich den Fragen an was gute Schulentwicklung ausmacht?
00:00:35: Warum Veränderungen im Schulalltag gar nicht so einfach sind und wie Schulen herausfinden, was wirklich wirkt und der Kind und Jugendliche am Schluss zu gut kommt?
00:00:43: Bildungsreise Ein Podcast für alle, wo Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.
00:00:48: Schulen sind ständige Bewegungen.
00:00:50: Neue Projekte werden gestartet, Konzepte entwickelt, Ideen ausprobiert und Arbeitsgruppe gegründet.
00:00:55: Gleichzeitig sollte der ganz normale Schulalltag weiterlaufen – mit allen Herausforderungen, die dieser bereit mit sich bringt.
00:01:01: Die Schuleentwicklung muss aber nicht heissen, ständig alles neu zu machen!
00:01:04: Es geht genau um die Frage, was hat sich bewährt?
00:01:07: und soll man bewahren.
00:01:08: Und genau diese Spannung finde ich interessant, woher weisen Schulen
00:01:11: was
00:01:11: gut ist und bleiben soll.
00:01:13: wohl lohnt sich es bestehend zu hinterfragen und wenn ist der Moment etwas loszulassen um uns auszuprobieren.
00:01:18: denn eigentlich wissen wir schon viel darüber was gute Schule ausmacht und erstaunlich oft landet mehr Besuchsprüche am Schluss bei der Haltung den Wert und der Schulkultur.
00:01:27: Aber wie wird aus all dem Wissen tatsächlich Veränderung?
00:01:30: Wie können Schulen ihr eigenes Handeln kritisch hinterfragen, was braucht es, dass das Schulentwicklung wirklich gelingen kann?
00:01:35: Überall das möchte ich mir erfahren, deshalb bin ich für diese Podcastfolge in Zürich geblieben und sitze heute gegenüber von Michael Kubli.
00:01:42: Merci vielmals, dass du dir Zeit nimmst!
00:01:44: Ja danke für die Einladung.
00:01:45: Du hast ursprünglich an der Pia St.
00:01:46: Gallen studiert und bist ausbildeter Sekundarlehrer.
00:01:49: Nach vielen Jahren im Schulzimmer bist du später Schulleiter im Haus des Lernens, in einer Privatschule in Ostschweiz geworden und hast CIS-Schulleitung gemacht.
00:01:57: Anschlussend warst du weitere neun Jahre Schulleitorin Kreuzlingen.
00:02:01: Seit rund fünf Jahren bist du bei PROEDU und seit zwanzig drei zwanziger als Co-Geschäftsführer.
00:02:05: Der Verein PROEDUU ist zuzwanzig vierzehn ursprünlich unter dem Namen Profil Q geründet worden.
00:02:10: Seit zwanzi drei zwenzig wurde der Verein national aufgestellt Sprachregionen treibt.
00:02:16: Dazu gehören unter anderem der Dachverband Lehrerinnen und Lehrerschwiz, kurze LCH und den Verband von Schulleiterinnen und Schulleiterschwitz, die neu Vicente heisst.
00:02:25: Wer ist Brudu?
00:02:26: Und was ist das Ziel für euch?
00:02:28: Paredo ist eine nationale Initiative, wie du schon gesagt hast.
00:02:31: Wir sind ein relativ kleines Team.
00:02:32: Es sind etwa vier Leute in der Deutschschweiz und drei Leute in den Romanien unterwegs.
00:02:36: Unsere Ziele sind im Wesentlichen, dass wir Schulen gemeinsam weiterbringen können.
00:02:40: Was wir machen, sind inspirierende Schulpraxis sichtbar zu machen also schauen was passiert an Schulen?
00:02:46: Was ist spannend für andere Schulen?
00:02:47: Und ihnen das zugänglich zu machen?
00:02:49: Das Ganze ist für uns klar sprach- und kantonsübergreifend!
00:02:52: Auf
00:02:53: eures konkrete Angebot für Schulen gehen wir den ganzen Schluss noch ein.
00:02:56: Bevor wir richtig einsteigen, möchte ich kurz klären über was wir eigentlich reden.
00:03:00: Schulentwicklung ist ja ein Begriff, das sehr vieles bedeutet.
00:03:02: Ein neues Leitbild, eine Weiterbildung, ein neues Unterrichtskonzept, eine Reorganisation oder auch komplett neue Lernformen, die man einführen möchte.
00:03:10: Was für ein Verständnis hast du für Schulentwickelung?
00:03:13: Schwellentwicklung bedeutet für mich primär einmal Bedingungen zu schaffen, damit alle lernen können.
00:03:18: Und mit allen meine natürliche Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrpersonen, Schuleitigen, alle rund um Schule und letztendlich die ganze Organisation Schule als lernende Organisation.
00:03:29: Du kennst eine Schulentwicklung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
00:03:32: Als Lehrer, als Schulleiter aus der privat- und öffentlichen Schule.
00:03:35: Und heute auch noch aus der Begleitung von ganz unterschiedlicher Schulen.
00:03:39: Was siehst du heute bei der Schulentwirkung anders als hier, wo du noch leerer warst?
00:03:44: Für mich sind Fragen eigentlich die gleichen geblieben.
00:03:46: Ich glaube schon vor zwanzig Jahren habe ich mich mit den gleichen Fragen zum Unterricht beschäftigt.
00:03:51: Ich kann ja dann über eine Privatschule, wo etwas spezielles Setting ist, Sachen für mich weiterentwickeln.
00:03:57: Heute ist es einfach mehr ankommen bei der Schule.
00:03:59: Es sind Fragen, die sich nicht mehr einzeln stellen, sondern man muss sich wirklich in der Schule als Ganze stellt und sich jetzt damit beschäftigt und darum auch Schulentwicklung als Thema macht.
00:04:09: Das ist zu meiner Einstiegszeit abends von den zwei Tausenden noch nicht.
00:04:14: Gibt es etwas, was du vielleicht unterschätzt hast als Lehrer oder dann auch als Schulleiter?
00:04:18: Ja Zeit und Geduld.
00:04:19: Ich glaube das kommt von vielen.
00:04:21: Aber ich glaube das hat damit mit mir zu tun!
00:04:23: Ich bin heute sicher geduldiger.
00:04:25: also in dieser Zeit so um... In den Privatschien waren wir unter Zeitdruck entwickelt.
00:04:33: Was cool war, ist aber auch eine Ressourcenfrage.
00:04:35: Heute bin ich sicher noch mal viel geduldiger.
00:04:37: Aber das hat mich mit meinem Alter zu tun.
00:04:39: Ich wäre nicht mehr wie ein Vierzwanzig.
00:04:41: Das ist wichtig und was ich durch die Erfahrung zusammengenommen habe ... Ich habe irgendwo eine Bild, eine Vision, in der es hier geht.
00:04:49: Mit dieser Bild kann ich geduldig bleiben und diese richtigen Hebel im richtigen Moment betätigen.
00:04:55: Die Leute haben auch Chancen.
00:04:58: Ich bin sehr ein geduldiger Mensch geworden und das war ich nicht immer.
00:05:04: Also
00:05:04: dann nehmen wir schon mal mit, Geduld könnte die Entscheidung
00:05:07: sein!
00:05:08: Ja, das Thema ist auch auf meiner Liste gelandet weil ich nach über vierzehn Podcastfolgen immer mehr merke.
00:05:13: Wir wissen ja eigentlich schon viel darüber was gute Schule ausmacht und wie ich schon in der Einleitung gesagt habe sind wir in vielen Gesprächen am Schluss bei den Haltung der Wert- und der Schulkultur gelandete.
00:05:23: Und gleichzeitig höre ich aber von Lehrpersonen und Schulleitungen immer wieder und das kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung dass im Schulalltag oft Zeit fällt um grundsätzliche Fragen zu diskutieren oder Veränderung anzutauschen.
00:05:34: Du hast es jetzt gerade erwähnt, dass es eben Zeit braucht.
00:05:37: Ja, das
00:05:38: ist natürlich schon so.
00:05:39: Dass man mit dem Alltag sehr beschäftigt ist und dass wir schauen müssen, wie man die Ressourcen dafür einsetzt, was primär gelöst werden muss.
00:05:48: Ich glaube, Kunstleiten brauchen auch längere Zeit, damit man nicht vergisst, an diesen Themen zu arbeiten oder an Entwicklungsthemen zu arbeiten.
00:05:55: Für mich ist es ganz wichtig, dass man sich diese Freiräume schafft, wo man immer wieder an den Schulentwicklungsfragen dran bleibt.
00:06:02: Wenn man das nicht macht, dann läuft man einfach gefahrt, dass wir es gar nie thematisieren.
00:06:06: Was macht die Veränderung an der Schule aus deiner Sicht so anspruchsvoll?
00:06:10: Ja, ein Punkt ist natürlich, dass alle Experten sind.
00:06:13: Alle sind mal in die Schule gegangen und haben eine Bild von der Schule.
00:06:16: Das ist grundsätzlich ja nicht falsch.
00:06:18: aber ich glaube es ist schön zu sagen auch wo ich in der Schule bin das war jetzt doch ein paar Jahrezehnte her noch anders und man kann es nicht mehr gleich machen.
00:06:25: Ich glaube es steht in der Brasswahl da so niemand kann sein Job heute noch so machen wie wir ihn vor drei Jahren gemacht haben.
00:06:31: Da muss man vielleicht auch etwas auf den Expertisen der Schule zählen.
00:06:34: Das isch Ihres Business zum Sagen heute, zwanzig, sechsundzwanzig sind vielleicht Fragenstellungen Zum Teil noch endlich, aber die Antworten müssen wir halt einfach auf die heutige Zeit anpassen.
00:06:44: Wir werden ja dann im zweiten Teil ein paar konkrete Beispiele von Schulentwicklung zusammen besprechen.
00:06:48: was mir in diesem Zusammenhang immer wieder begegnet sind – die Haltung und den Wert.
00:06:53: Welche Rolle spielen diese überhaupt in der Schulentwirkung?
00:06:56: Haltung und Wert können natürlich ganz viele Orientierungen geben.
00:06:59: Für mich stellt sich manchmal die Frage, zu welchem Zeitpunkt auch.
00:07:02: Das kann man von Anfang an machen, weil wir sagen, das sind Werte und dann gehen wir entlang.
00:07:06: Es kann aber auch sein, dass man einfach mal auf den Weg macht und einen zeitpunkten Zeug reinhalten und sagt was ist das jetzt?
00:07:13: Was haben wir entwickelt oder neu vielleicht auch erlebt?
00:07:17: Und was heisst das für unsere Haltungen und Wert und wie wollen wir es festhalten damit man sich wieder daran orientieren kann.
00:07:23: Also für mich ist Haltung auch vom Begriff her ganz fest damit auch etwas Fischthalt oder Halt geben und Orientierung zu tun.
00:07:30: Du hast jetzt gerade gesagt, dass wir vorher oder während des Prozesses machen können.
00:07:34: Ich habe eben weit gemerkt, in vielen Podcastfolgen war es wie am Schluss.
00:07:37: Es ist mega wichtig, die Haltung als Team zu haben.
00:07:39: Würdest du sagen, das ist aber schwierig als Schuleleitung?
00:07:42: Das auch zu überstülpen?
00:07:43: Oder auch zu sagen so – das ist unsere Haltung!
00:07:45: Wie erlebst du das?
00:07:46: Ja, also als Schwellenleitung.
00:07:49: Ich glaube, wenn ich von der Privatschule in die öffentlich zurückgegangen bin, habe ich natürlich schon ein Bild mitgenommen und schon auch die Überzeugung gehabt wie kann man es noch machen?
00:07:58: Aber es wäre völlig falsch gewesen um das jetzt von Anfang an auch quasi überstülpen.
00:08:02: Ist tatsächlich eine wesentliche Frage mein Bewerbungsgespräch.
00:08:06: Also weil mir das von mir, weil ich nicht sicher war ob ich den Job so auch angenommen hätte, hätte mich zum Glück so nicht willen.
00:08:12: Also ich glaube Haltung vorgeben ist ganz schwierig und vonein... und die Person auch.
00:08:17: Schulleitungen sind sicher Changemakers, also du hast ganz viel Möglichkeit natürlich zum Einfluss nehmen.
00:08:23: Mein Weg heute wäre ich habe eine Bild, die hier das kennt und ich nehme mir eben auch diese Zeit oder um es auch etwas wachsam gehen zu lassen und nicht mit einer fixen Idee von außen reinzukommen.
00:08:33: Das kann man aber auch anders machen.
00:08:35: Was mir auch auffällt ist wenn wir mit Experten im bestimmten Thema reden Und sie sind ja schon so in diesem Thema und in einem Prozess drin Dann ist es wie logisch dass man die Haltungsfrage am Schluss steht damit man eigentlich über das einsteigen muss.
00:08:49: An vielen Tagungen und so fällt mir das auf unter Experten.
00:08:52: Was wir nicht vergessen dürfen, ist dass die Schulen ja zuerst mal an den Punkt kommen müssen quasi diese Erkenntnisse in diesem Thema XYZ haben.
00:09:00: Und darum glaube ich, ist es manchmal noch zu früh mit Haltungen oder sogar vorgegebenen Haltung reinzustellen oder der Haltungsdiskussion grundsätzlich.
00:09:09: Man muss zur Schule Zeit geben um überhaupt am Punkt zu kommen.
00:09:12: Ja, das macht durchaus Sinn.
00:09:14: Und wenn man ja so Haltungen und Wert nicht einfach vorgibt oder fragt, stellt sich schon eine Frage, was der Schulentwicklung hier konkret ist?
00:09:21: Die Schule ist ein Ort des Lernens.
00:09:23: Auch eine lernende Organisation gehört ja wie zum Lernprozess grundsätzlich dazu.
00:09:28: Da frage ich mich manchmal, wenn wir so darum bemüht sind, das Lernen von Kindern oder für Kinder zu organisieren, dann müsste es ja wie Selbstverständlichkeit sein, dass wir unser Entwicklungsprozess auch als lernenden Prozess sehen.
00:09:40: und da frage mich manchmal wieso man von diesen Expertisen, die man als lehrpersonen hat, also wenig Gebrauch macht.
00:09:46: Also innerhalb einer Organisation – jetzt die Schule hat mir so viel Profi Das müssen wir viel mehr nutzen.
00:09:54: Ich glaube, es muss viel mehr zu einer Selbstverständlichkeit werden, die an und für sich in der Schule schon immer ist.
00:10:00: Nicht nur für Jugendliche, sondern auch für sich selber denke ich.
00:10:04: Es sind so entspannende Joblehrpersonen, wenn man diese vierzeig Jahre lang macht, dass man sich immer mitentwickeln kann – auch mit den Jugend- und Generationen.
00:10:13: Und das muss man wahrscheinlich auch.
00:10:14: Ich kenne viele Leerpersonen.
00:10:15: Die sagen genau, dass sie mir gelungen haben.
00:10:17: Darum habe ich bis zum letzten Tag nie aufgehört.
00:10:20: Irgendwann muss ich nicht in die Pension gehen.
00:10:22: Was würdest du sagen, wie gut der Schule klingt?
00:10:25: Ich habe immer wieder kritische Fragen.
00:10:28: Ich denke, es klingt den Schulen recht gut.
00:10:31: Es würde ihnen noch besser gelingen, wenn sie sich früher selber befragen würden und nicht erst auf... dann reagieren, wenn von aussen etwas erertreit wird.
00:10:40: Ich glaube es ist einfach ein Unterschied, wenn ich warte bis Kritik kommt und der Kritik finde ich immer auch positiv.
00:10:47: mit dem kann man etwas anfangen nur mit Lob und so weiter.
00:10:50: Mit diesem entwickelt sich ja nicht weiter, das ist zwar schön!
00:10:52: Ich glaube, es ist einfacher, wenn man schon weiss ja oder es gibt Fragen die wir kritisch stellen müssen dass man diese Fragen stellt, ich kann dann mit den Antworten wo ich überkomme wahrscheinlich viel besser umgehen
00:11:03: Wenn ich jetzt eine Schule herausfinden möchte, ob etwas funktioniert oder nicht.
00:11:07: Du hast gerade gesagt, wenn von außen vielleicht Kritik kommt an was sollen sie sich orientieren?
00:11:11: Ist es dann Erfahrung, ist es Forschung?
00:11:13: sind es Daten oder Rückmeldungen, die von aussen kommen?
00:11:16: Ja, es ist ein bisschen alles.
00:11:18: Ich muss natürlich auch ganz stark dafür plädieren, dass man sich auch Gedanken macht.
00:11:23: was wissen wir dann schon?
00:11:24: Was funktioniert und was nicht?
00:11:25: Die Forschung oder die Evidenz beiziehen mindestens mit auch Hinweis und nachher müssen sie ja immer noch für sich selber kontextualisieren und sagen was passt jetzt in unser Setting rein?
00:11:35: an dieser Stelle kann ich vielleicht einfach auch für ProEDU etwas hineinbringen.
00:11:38: Ich glaube, ob das etwas gut oder nicht gut oder funktioniert oder nicht.
00:11:42: Da können wir doch am einfachsten bei Schulen schauen was das schon machen.
00:11:45: Das ist auch das, was man mit PROEDU auch will.
00:11:47: Oder wir haben die Schulvisitenkarte.
00:11:49: Es sind viele Schulen drauf mit Themen.
00:11:51: Gönnt euch mal dort schauen!
00:11:52: Wie machen denn diese?
00:11:53: Und sie hatten vielleicht alle die Problemstellungen am Anfang auch, aber sie konnten es irgendwie für sich erfolgreich lösen und den Gewinn draussen nehmen.
00:12:01: Ich glaube, dass Schule neben dem, dass sie die Evidenz beachtet, muss schon viel mehr voneinander lernen.
00:12:06: Das ist noch eine grosse Stärke, in der man mehr spielen darf.
00:12:10: Du hast gerade die Evidenzorientierung angesprochen.
00:12:13: Mir fällt immer wieder auf, oder auch seit ich den Podcast mache, in dem ich mich mit der Studie auseinandersetze.
00:12:18: Es gibt mega viele.
00:12:19: Ich habe es schon vorhin gesagt und es gibt viel Wissen.
00:12:22: Ich hab manchmal das Gefühl, es ist aber schwierig, das so runterzubrechen oder zu den Lehrpersonen zu bringen, dass sie das dann auch nicht in der Praxis umsetzen können.
00:12:29: Was ist das Gefühl?
00:12:30: Was könnte hier vielleicht die Schwierigkeiten sein?
00:12:32: Du sprichst etwas an, wo man das schon gar nicht versteht.
00:12:36: Erstens ist es gar nicht so einfach zum Zugriff zu diesen Datenbanken, die die Forschungsresultate sind und dann muss es natürlich auch in einer Form herkommen, wo wir es lesen können, wo es verspart wird.
00:12:46: Es gibt manchmal schon zwei Weltenpraxis und Forschung.
00:12:49: Da braucht es auch eine gewisse Übersetzungshilfe.
00:12:51: Nächste die einen Seite.
00:12:52: Ich glaube auf der anderen Seite gibt's auch ganz viel schon verfügbar in den entsprechenden Sprachen, bei denen man sagt, dass ich das brauche.
00:12:59: Und wir müssen uns fragen stellen, wieso es sich geht?
00:13:01: dann trotzdem die Sachen nicht geholt werden.
00:13:03: Also jetzt vom Hetty als Beispiel gibt es ja das grosse Buch und mit Tabellen und Zahlen, und das ist glaube ich normal, dass nicht jede Lehrperson für sich so durchstudiert wird.
00:13:12: Es gibt aber auch illustrierte Leitfaden, die finde ich mega gut gemacht!
00:13:15: Trotzdem sind jetzt einfach zwei Bücher im Regal des Lehrerzimmers und müssen uns fragen, wie gelingt denn, dass Lehrpersonen hergehen können?
00:13:23: Und in dieses Regal hineingreifen und jetzt halt vielleicht diese Varianten ausnehmen, wo auch ein bisschen gut aufbereitet ist – aber man muss es zuerst machen.
00:13:29: An dem müssen wir schon noch arbeiten.
00:13:31: Ich glaube, es geht gerade für uns als Breed US-Thema seit dem nächsten Jahr.
00:13:34: Ich finde es noch spannend und ich habe das Gefühl, dass du diese Studie hast, die noch am bekanntesten ist oder gut angekommen ist.
00:13:41: Ja, am bekanntesten gibt es natürlich auch die Schwierigkeit, dass jeder etwas herauspickt, was einem passt.
00:13:47: Es ist vielleicht auch ein bisschen Diskussioner und wo man zum Teil bildungspolitisch führt oder jede Seite findet noch irgendwo eine Studie.
00:13:55: Das muss man dann schon kritisch anschauen.
00:13:57: in welchem Setting diese Ernst standen wie alt sie sind überhaupt, wie validiert sie sind so... Ist ja ein wenig schwierig!
00:14:03: Das ist wie wenn wir heute zu jeder neuen Idee der Psychologie sein wollen.
00:14:06: und jetzt können wir das beweisen weil wir nicht an Hirns gehenden zu.
00:14:09: Bei Schulentwicklung geht es ja schnell um ein neues Projekt, ein neues Konzept oder eine neue Methode.
00:14:14: Wir haben gerade darüber geredet, dass Zeit und Ressourcen in der Schulentwirkung immer wieder ein Thema sind.
00:14:19: Haben die Schulen wirklich zu wenig Ressource für die Schulentwickelung?
00:14:22: Oder ist auch die Frage, wie sie die vorhandenen Ressources einsetzen?
00:14:26: Natürlich haben wir immer eher knappe Ressourcen.
00:14:28: Und genau das macht es ja wichtig, um zu entscheiden und wo seine Prioritäten sind.
00:14:33: Ich nehme mich mittlerweile für mich mit so aus dem ganzen Design-Thinking Umfeld, dass man sagt, welches Problem ist?
00:14:39: Also was wollen wir überhaupt lösen?
00:14:40: Wo ist die Herausforderung?
00:14:41: Dass man das auch kennt.
00:14:43: Dass man dann auch Prioritäten setzt.
00:14:45: Wenn man sagt Ja durch eine Schulentwicklung zusammen haben die Prioritäten müssen wir eben auch die Räume schaffen, an denen wir weiter denken können.
00:14:52: Dann braucht's auch ein flexibles agile Planung damit sich nicht verliert.
00:14:56: Man kann nicht immer mehr und mehr machen, sondern man muss vielleicht auch mal her sein und sagen es gibt drei vier Sachen die wir aufs Mal anpacken können und mehr wie vier nehmen wir nicht hinein damit wir halt vielleicht etwas zurückstellen oder noch rasch fertig machen oder merken.
00:15:10: das ist gar nicht mehr wichtig aber ich glaube dort so ein bisschen.
00:15:13: das Ressourcenmanagement ist schon auch ein Thema weil man kann immer noch etwas mehr.
00:15:17: In diesen Teams, wo ich bis jetzt gearbeitet habe, gibt es bei vielen Themen auch zwei Lager.
00:15:21: Die, die gerne uns wollen anstoßen und die, die eher bestehend bewahren will.
00:15:27: Genau mit dieser Spannung hast du dich in einem Artikel für Schule konkret beschäftigt.
00:15:31: Du brauchst den Begriff Ambidextrie und beschreibst für einfach zwei Rollen.
00:15:35: Gärtnerinnen und gärtnern, die bestehend pflegen und weiterentwickeln und Entdeckerinnen und Entdäckern, die uns ausprobieren.
00:15:41: Kannst du das noch genauer erklären?
00:15:43: Ja, der Begleifang bei die X-Tree ist natürlich so ein furchtbarer Fachbegriff.
00:15:47: Mir gefällt eigentlich noch den Teil der X-tree, man bekommt immer Traubenzucker in sich oder?
00:15:51: So im Sinne von wenn es einem eben klingt dass wir sowohl diejenigen, die sich mit optimieren von dem was wir jetzt schon machen und negativ formuliert, zeigt man dann einen Bewahrer.
00:16:01: ich finde aber das Gärtnermodell auch noch schön.
00:16:03: Und auf der anderen Seite diese, die uns wollen ausprobieren, die Schulen wollen weiterentwickeln Wenn es uns klingt, dass sie so ein bisschen in ein System, in einen Eingang hinzubringen Dann gibt's eben Energiefrei oder der Texte-Einteil, aber sehr freindepretiert.
00:16:17: Ich glaube es braucht wirklich beides und dann kann man auch als Schulleiter verhindern, dass wir von beiden Seiten belagert werden.
00:16:25: Und wie muss das schon schietsrichtermässig entscheiden?
00:16:27: Machen wir jetzt mehr Entwicklung oder bewahren uns mehr?
00:16:30: Ich kann es irgendwie noch übersetzen.
00:16:32: Das hilft vielleicht auch noch.
00:16:33: Das eine ist rundes cool und das andere ist change school.
00:16:37: Wie gelingt es uns in den beiden Bereichen zu arbeiten?
00:16:40: Was würdest du vielleicht Lehrpersonen roten, die das Gefühl haben mit ihrem Bedürfnis nach Veränderung oder nach Bewahren ein bisschen alleine dort stehen?
00:16:47: Das habe ich immer wieder erlebt.
00:16:48: Es hat manchmal auch etwas... Ja, je nach dem unruhigen Team gehen oder auch schlechte Stimmung enttäuschungen was würdest ihr roten?
00:16:55: Ich glaube, wenn wir von diesen zwei Gruppen reden und die ein Gruppe aber extrem klein ist, dann kann es wirklich schwierig werden.
00:17:03: So ging es mir auch.
00:17:05: Irgendwo habe ich mich wegen diesem einmal auf den Weg gemacht und meine erste Einstelle, die ich als Lehrer verlauhe und bei euch mit anderen weiterarbeiten konnte.
00:17:12: Wenn es gelingt, dass man ja beidem Raum gibt, kann man dort schon mal relativ viel aufheben.
00:17:18: Das ist ein Teil.
00:17:19: Und wenn jemand sagt, das Tempo sei nicht zu tun oder was auch immer ... Lieber, man sucht sich ... umfällt vielleicht der Schule, wo sie erinnert passt wie das man komplett aus dem Schulsystem raussteigt.
00:17:30: Und das ist wieder etwas, was wir uns bei PROEDU auch viele Gedanken machen.
00:17:33: Es gibt natürlich auch eine Möglichkeit dass man sagt ja, Lanow sind doch die Leute mit einer speziellen Expertise und einem hohem Engagement im Bereich miteinander verbinden.
00:17:42: Sie finden vielleicht im Moment kein Gegenüber in der eigenen Schulleinheit aber sie finden vielleicht andere Schulen Menschen, die auch am gleichen denken.
00:17:50: und letztendlich ist es einfach schade wenn man dann den Beruf verlassen wird brauchen ganz viele, ganz engagierte Leute im Klassenzimmer.
00:17:58: Bis jetzt sind wir stark bei den Erwachsenen gewesen aber am Schluss stellt sich ja natürlich auch die Frage für wer macht man eigentlich Schule?
00:18:04: Denn Schulentwicklung soll ja nicht primär für uns Erwachsene funktionieren sondern bei den Kindern und Jugendlichen ankommen.
00:18:10: Obwohl du hast es schon am Anfang gesagt ist es natürlich wichtig dass die Lehrpersonen sich wohlfühlen und in diesen Prozesse involviert sind.
00:18:16: wie konsequent wird die Schulentwickelung tatsächlich von der Kinder- und Jugendliche herdenkt?
00:18:22: Ich glaube, das wird noch viel zu wenig gemacht.
00:18:24: Man kann schon sagen von den Kindern her denken heisst es gibt Leute, die sich professionell mit dem beschäftigen.
00:18:29: Die Pädagogik zähnt ihnen und zähmt sie.
00:18:32: aber das meine ich gar nicht damit sondern ich meine dass wir ja einfach Kind auch mal kenne die Fragen.
00:18:36: also man macht sich viel zu viele Gedanken so ein bisschen auf eine viel zu hohe Flughauche und man könnte einfach mal Kinder fragen wie sie es dann sehen und ich glaube die können auch schon ganz klein recht gut sagen was sie brauchen.
00:18:48: und dann hat man doch einen guten Ansatzpunkt zum einfach mal loslegen und sagen, okay, lassen wir uns das miteinander probieren.
00:18:53: Findest du, dass Kinder oder Schülerinnen und Schülern das schon in der Schule gelaufen?
00:18:59: Ja, sie sollten vor allem auch Teil davon sein.
00:19:02: Also wenn wir ja die Schule als Ganzes verstehen... Die Schule ist ja nicht nur der Ort wo die Lehrpersonen arbeiten oder in der Erwachsene arbeiten und die Schulleitungen werden immer noch dazugehört, sondern die Schule ist mal von den Mengen her an den Orten wo Schüler sind und von dem her wieso nicht das Miteinander anschauen?
00:19:17: Ich glaube man kann Dettin ja vermitteln dass es nicht immer nur ein Wunschkonzert ist.
00:19:22: Jetzt zeige ich Beispiel, wie wir das Freie gestalten wollten an meiner letzten Schule.
00:19:27: Dann wollte sie gerne alles anders anmalen und merkte, dass es nicht geht.
00:19:31: Wir haben eine Lösung gefunden, die Beton-Säulen zu bekleben mit einer Folie.
00:19:37: Das ist auch ein Lernfeld dann auch.
00:19:40: Eine Schulentwicklung mitdenken heisst auch ganz viele Gelegenheiten für Demokratie lernen.
00:19:45: Aber was man mindestens muss machen, ist immer wieder der Fokus auf die Schüler.
00:19:48: Also alles, was man letztendlich macht, muss ja an den Schulen ... und dem Lernen der Schülerinnen und Schülern zu gut kommen.
00:19:54: Wenn wir gerade bei den Kindern und Jugendlichen sind, lassen wir doch mal rein, was sie selbst erzählen.
00:19:58: Ich habe sie gefragt, welche Regeln und Wert Sie eurer Schule haben, ob es ein Leitbild gibt und was dort drinsteht?
00:20:05: Also ja, wir haben schon Ausregelungen.
00:20:07: Zum Beispiel eines davon ist das Handy verboten.
00:20:09: Wir dürfen zehn in die Beine haben, aber wir dürfen während der Schulzeit nicht am Handy sein.
00:20:13: Das wäre eine Notfall oder so.
00:20:15: Und man darf einfach am Handy wenn es Lehrpersonen erlaubt.
00:20:18: Wir haben Kleiderregeln und jetzt noch ist es ein Codex, wo wir Sachen dazu gelöst haben zu aufgeben.
00:20:26: Und um die besser kennengelernt werden.
00:20:28: Das wird wahrscheinlich auch ein Thema sein mit dem Schulparlament, dass man vielleicht so Bilder dazugestaltet oder so.
00:20:34: Wir haben
00:20:34: Schullhausregeln wie zum Beispiel, dass ich hier rennen darf oder in der Zerutendegänge sein.
00:20:40: Ich finde das ist eigentlich
00:20:41: echt
00:20:42: gut, dass wir das haben!
00:20:43: Die Schulkode sind wie Regeln, die sich wirklich jeden halten sollten.
00:20:47: Es gibt zum Beispiel Respektverantwortung, Toleranz, Wertschätzung – all das!
00:20:53: Und wenn man sich nicht an diese Regeln hält, dann gibt es einfach ein Ernstgespräch entweder mit den Eltern oder mit den Lehrern und alles.
00:21:01: Ja, wir haben Schuhhausregeln und eine der Fussschuhe darf nicht im
00:21:04: Schuhhaushaus umsäckeln.
00:21:05: Das ist schon sehr gegenseitig.
00:21:07: Wir haben auch so Kleiderregeln, die sind sehr spezifisch.
00:21:11: Zum Beispiel dürfen wir keine Kamouflage
00:21:12: anlegen
00:21:13: und vor allem bei den Mädchen.
00:21:16: Man darf nicht so buchfreie T-Shirts anlegen oder so.
00:21:19: Ich finde es ist gut zu reglen, dass man gemeinsam durfte sein oder nicht voneinander stehlen kann.
00:21:27: Und ich hoffe, dass diese Regeln ganz gut in der Schule bleiben.
00:21:32: Gewissliche Regeln finde ich gut aber da wird sich etwas überflüssig.
00:21:36: Man braucht das, weil es hat ... Ja, dann drehen sie halt durch und so.
00:21:40: Und an der Seite ist unser Fulass nicht mehr so schön als
00:21:42: ... Ihr werdet gehört, die Schulen dieser Kinder haben natürlich Regeln.
00:21:46: Sie haben sie zusammengefasst.
00:21:47: Sie heißen einfach nicht immer gleich.
00:21:49: Und teilweise haben sich ja auch sehr intensiv damit auseinandergesetzt.
00:21:52: Ich war ein bisschen erstaunt, so viele Kleiderregeln.
00:21:54: Aber was ist dir der Kopf von deinen Zuglassen hast?
00:21:57: Ja, das mit den Kleiderregeln ist natürlich so ein Klassiker.
00:21:59: Also ich habe meistens auf der Oberstufe geschaffen.
00:22:02: Ich glaube am Schluss haben wir Kleider regeln gar nicht aufgestellt sondern mehr in eine Richtung formuliert an was man sich jemandem orientieren müsste auch von der Wirkung.
00:22:11: Am meisten gefallen hat mir das eine Zitat, die gesagt wurde, dass man so Regeln entwickeln konnte.
00:22:17: Und dann sagt er am Ende ja und jetzt wird es wahrscheinlich noch Thema werden im Schwellenparlament.
00:22:22: Das finde ich gut!
00:22:23: Dass man wirklich thematisiert, man kann mal ausgehend von gewissen Regeln, die jetzt einfach einmal gelten, aber wir dürfen sie nicht einfach nur aufhängen und fertig sind sondern muss sich damit auseinander setzen.
00:22:33: Wenn wir gerade noch bei diesem Thema bleiben, denn fast jede Schule hat wahrscheinlich irgendeine Reform ein Leitbild.
00:22:39: Dort stehen dann Sätze und Begriffe wie Respektvollen Umgang, Wir unterstützen und bestärken einen anderen oder wir übernehmen Verantwortung für unses Handeln.
00:22:46: Und ich glaube die eine oder andere, die hier jetzt zu lassen, überlegen sich gerade was steht eigentlich bei uns im Leitbild?
00:22:51: Oder welche Werte haben wir irgendwo festgehalten?
00:22:54: Teilweise begegnet das ja auch in Form von Klassenregeln.
00:22:57: Braucht der Schul überhaupt ein Leidbild?
00:22:59: Ich denke, wenn du keins hast, dann kommst du bei der Evolution ziemlich schlecht weg.
00:23:03: Für mich ist entscheidend, wie es zu dem Light-Bild kommt.
00:23:07: Das Light-Build darf nicht ein Produkt sein, das wir entwickelt haben, sondern es muss ein Resultat sein von einem Prozess.
00:23:14: So einen Light-build-Prozess kann extrem spannend sein.
00:23:17: Wenn man es konsequent weiter denkt, dann dürfen wir mal sagen so jetzt aufgrund dieses Prozesses schliessen wir uns diesmal auf aber wir müssen auch schon gerade vorgreifen, wann wir es schon wieder neu verhandeln ... Das ist ein Leitbild, das schon zehn oder fünf Jahre lang einfach hier hängt.
00:23:34: Ich glaube es geht schnell vergessen.
00:23:36: Als ich die letzte Schule übernahm, hatten wir eine Art Schulregel.
00:23:39: Die haben für alle Oberstufezentren geholten und Hausregeln.
00:23:43: Und zusammengefasst waren es vierzig Setze.
00:23:45: Wir waren auch einen Wanderenden unterwegs gewesen.
00:23:48: Ich habe diese vierzig auseinander geschnitten und habe immer so viele gruppenweisse Filter erlangen.
00:23:53: Wenn man von vierzig auf zwanzig reduziert hat man je weitergegeben, dann hat man von zwanziger zu zehn reduziert ... Was man dann gemerkt hat, so zusammenzelt waren drei Gruppen immer auf acht Sätze gekommen.
00:24:05: bei den allgemeingeldenden Regeln und in der eigentlichen Hausordnung war es genau noch etwas, das einfach ein schöner Formulier war.
00:24:12: Und ich glaube, dass sich lohnt, dass man es reduziert.
00:24:15: Dass man weiss an was soll man sich orientieren, weil vierzeigeregler kann sich ja... also ich habe das nie geschafft zu merken!
00:24:22: Und weil ich da unfähig bin, hab' ich jetzt halt als Schulleiter definiert, ja, das kann wahrscheinlich der Rest auch nicht.
00:24:27: und jetzt tun wir das mal über den Haufen rühren.
00:24:29: Ich frage mich immer, wie wertvoll sie wirklich sind und ob es nicht einfach ein Set ist, das man aufgeschrieben hat.
00:24:35: Und wir aber vor allem auch Kinder- und Jugendlichen vielleicht gar nicht wissen, was das bedeutet.
00:24:39: Du gehörst dann noch die anderen Stimmen, wo etwas konkreter wird, was denn das heisst?
00:24:42: Aber ja, vielleicht ist es wichtig, dass wir das als Orientierung haben.
00:24:46: Ja, ich denke die Orientierung ist ganz entscheidend.
00:24:49: Dass man immer wieder dann so gewisse Fragen aus dem Alltag reflektiert.
00:24:54: Was haben wir uns eigentlich vorgenommen?
00:24:56: Entspricht das denen Wert?
00:24:57: Da kann es schon Hilfe sein und ich glaube es ist auch eben eine Hilfe wenn ein Leitbild nicht aus zwanzig Punkten besteht sondern aus drei oder vier wesentlichen Sachen vielleicht auch Sachen, die nicht überall einfach so drauf stehen.
00:25:09: Ich möchte jetzt noch drei konkrete Beispiele mit dir anschauen und zwar Themen, die ich als Podcastfolge schon eines verdäuft habe.
00:25:15: Hausaufgaben, Rassismus- und Begabungs- und begabtenförderung.
00:25:19: Mich interessiert heute aber nicht primär das Thema selber sondern was passiert wenn eine Schule merkt?
00:25:23: Hier möchten wir etwas hinterfragen oder verändern!
00:25:26: Ich habe diese drei Themen bewusst so gewählt dass sie sich unterscheiden um mir derangehensweise vielleicht auch andere ähnliche Themen übertragen zu können.
00:25:33: Nehmen wir zuerst die Hausaufgaben, über die habe ich letztes Jahr mit Sandra Moroni eine ganze Folge gemacht.
00:25:38: Michael Stelder jetzt vor der Schule sagt Wir wollen unsere Ausaufgabe-Praxis grundsätzlich überprüfen.
00:25:43: Was sind eigentlich unsere Vorgaben?
00:25:45: Warum geben wir Hausaufgeben?
00:25:46: Was sollten sie bewirken und was bringen Sie tatsächlich?
00:25:49: Im Team kommen da ziemlich sicher unterschiedliche Sichtweise zusammen.
00:25:52: Die einen möchten etwas verändern andere sagen Ich mache das schon lange so.
00:25:56: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht Und sehe im Moment wenig Grund etwas daran zu senden.
00:26:00: Wie würdest du so ein Prozess in der Schule da auch noch.
00:26:03: Für mich stellt sich die Frage, was wir dann genau verändern wollen.
00:26:07: Und wenn wir das Ambidextreme-Modell nehmen, es gibt eine, die sagen, lass uns doch mal die Praxis, die wir haben, noch optimieren und andere kommen in den Freiraum über das etwas anders zu denken.
00:26:19: Auch dort muss ich gar nicht unbedingt ein komfortativer Prozess von zwei Haltungen.
00:26:24: Persönlich hätte ich jetzt bei der Hausaufgabe schon eher eine klare Haltung pro oder kontra.
00:26:29: Ich glaube hier lohnt es sich wirklich einmal zum Herzen zu schauen Was sagt ab Forschung zum Thema Hausaufgaben, wenn macht es Sinn und wenn macht vielleicht weniger Sinn?
00:26:39: Dass man das auch anpasst.
00:26:40: Wenn man jetzt annimmt, dass die Hausaufgeber korrigieren, auch Zeit in Anspruch nimmt und wir sich irgendwie überlegen müssen, in den unteren Zyklen macht das gar nicht viel Sinn, dann könnte man sich einmal die Frage stellen, könnten wir diese Zeit auch anders nutzen.
00:26:54: Also erst mal sein.
00:26:55: Und halt ein grosses Thema, das ich für Sicherstellen als Schulleiter, wenn's nicht vom Team kommt ist... dass man einfach die Frage der Chancengerechtigkeit innen nimmt.
00:27:07: Ich sehe natürlich schon, wenn ich meinen Kindern helfen kann zu Hause beim Ausaufgaben machen, dann ist das zwar schön aber ich bin mir bewusst es können andere nicht und das ist halt ein bisschen eine Kehrseite dieser Hausaufgabe-Geschichte.
00:27:19: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.
00:27:25: Dann würde ich sehr konkret nachhaken und sagen, kannst du mir bitte die Erfahrungen auch ein bisschen qualifizieren und quantifiziere?
00:27:32: So, ich will das nicht grundsätzlich in Anbered stellen aber es dürfen nicht einfach nur eine Ausrede sein um nicht zu können in Diskussionen zu gehen.
00:27:39: Es gibt sehr wohl Gründe oder Hausaufgaben Arten, die sinnvoll sind Oder dass sie Jugendliche über die Hausaufgeben lernen Ja selbstständig!
00:27:48: Sie nehmen etwas aus dem Unterricht mit sie müssen es dahin aufbereiten Sie nehmen es wieder zurück.
00:27:52: Dann wäre aber das Thema nicht unbedingt, ob es jetzt die Mathe-Hausaufgaben gemacht haben und ob sie richtig sind.
00:27:57: Sondern das Thema ist wie habe ich jetzt selbstständig das erledigen können?
00:28:02: Und in der Überprüfung von Hausaufgagen müssen wir dann eher das abfragen!
00:28:05: Und nicht Norasch die Lösung projizieren und schauen, ob sie jetzt richtig gerechnet oder nicht.
00:28:10: Weil Kinder wissen das ganz genau und meistens kursieren diese Lösungen ja schon vorher.
00:28:15: Oder man darf die Hausaufgate sicherlich nicht falsch abgeben also muss die Mami Norasche korrigieren und dann haben wir eigentlich ein bisschen das Ziel verfehlt.
00:28:22: Ich finde dieses Beispiel auch noch spannend, weil ich das Gefühl habe mittlerweile oder in den letzten Jahren was ich viel gehört habe ist wir haben voll Gegenhausaufgaben oder Voll für Hausaufgabe und dann tut sich eben der Graben auf.
00:28:32: Wahrscheinlich eben auch in der Schule, sondern Moroni hat es auch sehr schön aufgezeigt dass sie am Anfang wenn sie so Kurs- und Weiterbildungen gibt, sie sich in Reihen aufstellen müssen über wo sie persönlich stehen.
00:28:42: und es ist extrem spannend zu sagen, es ist sehr unterschiedlich wie man dazu steht.
00:28:46: und deshalb habe ich gedacht, es sei ein Spannungsthema für die Schulentwicklung wie man jetzt auch als Schulleitung mit dem umgeht.
00:28:52: Ja, absolut!
00:28:52: Es ist ein schönes Beispiel.
00:28:54: Es gibt ja noch andere und es zeigt ein bisschen auf, dass man sich lösen muss von dieser Entweder-Oder-Logik oder sowohl als auch.
00:29:02: Man muss ja nicht etwas... Wenn man es mal kritisch infrage stellt das Gefühl hat, dann schafft man es gerade ab.
00:29:08: Das ist ja gar nicht das Thema.
00:29:09: aber man kann etwas vielleicht auch kritisch weiterentwickeln.
00:29:12: Man kann schauen wo macht Sinn?
00:29:14: Wo macht's vielleicht keinen Sinn?
00:29:16: Welche Wirkung möchte er zielen mit Hausaufgaben?
00:29:18: Und wenn man sich einfach bewusst ist, Nebenwirkungen, das ist wie Werbung oder Amix beim Fernsehen bei einem Medikament.
00:29:26: Es gibt schon auch Nebenwürkungen von gewissen Sachen und die dürfen wir nicht unterschätzen.
00:29:31: Und wenn dann so diese Nebenwürdungen zu negativ werden, muss man sich dann auch mal überlegen, wie gehen wir damit um?
00:29:38: Das ist mit diesen PISA-Resultaten, wo wir haben.
00:29:40: Oder es zeigt einfach alles ein bisschen... Jetzt reden wir doch von mir.
00:29:44: dritt!
00:29:44: die gewisse Ziele nicht erfüllen und die Korrelation einfach auch zu wer heilf oder eben nicht.
00:29:50: Die ist halt nicht ganz von der Hand zu wissen, Hausaufgaben haben in dieser Situation oder in dieser Konstellation schon wieder rollen.
00:29:58: Das darf man sich kritisch fragen definitiv!
00:30:01: Aber in diesem Fall wäre es auch ein Prozess, wo man anschaut, was die Forschung sagt und wie wir diesen Resultat mit den Praxissen nicht verbessern können.
00:30:09: Mögen wir oder nicht?
00:30:10: Sondern wie können wir das jetzt gut umsetzen?
00:30:12: Und ich habe das Gefühl, dass würde diese Person besser verstehen, weil es dann nicht umrichtig oder falsch geht!
00:30:18: Ich habe für mich als Vater vor einem Jahr eine ausgewogene Zusammenstellung von ein bisschen Forschung und so ein paar Sachen zusammen notiert, die wirklich verschiedene Bereiche beleuchtet.
00:30:29: Und vielleicht auch etwas aussenstreicht, welche Fragen wir uns stellen müssen.
00:30:32: Ich hatte aber die Lehrerin, sie war ganz neu oder mein Sohn in der Klasse sehr neu.
00:30:36: Ich habe es dir nicht abgeschickt.
00:30:37: Da kann sich ja nichts dafür, dass ich mich jetzt mit dem befasst habe.
00:30:41: Ich finde das ist mega gut gemacht!
00:30:43: Aber man soll es differenzieren.
00:30:45: Es gibt eben nicht nur S-Pro und Contra Ender... sondern es weiterentwickeln.
00:30:49: Weiterentwicklung heisst auch nicht, wenn es nicht schwarz ist, ist es weiss oder umgekehrt.
00:30:53: Ich glaube das ist etwas, was man den Kindern vermitteln muss.
00:30:56: Wir sind schon fast in einer Steilvorlage zur Gesellschaftsdiskussion über die Pole-Diskussionen, die wir haben.
00:31:04: Das fängt aber im Kleinen an wie wir Erwachsene innerhalb der Schule vorleben, wie wir solche Sachen lösen.
00:31:12: Das nächste Thema ist Rassismus.
00:31:14: In diesem Volk habe ich mit Anja Glover gesprochen.
00:31:16: Dort ging es unter anderem stark um die eigene Auseinandersetzung und fragte, welche Erfahrungen, Vorstellungen und blinden Flecken wir selber mitbringen.
00:31:24: Nehmen wir an einer Schule kommt es zu einem rassistischen Vorfall.
00:31:28: Im Schulteam wird diese Situation aber unterschiedlich beurteilt.
00:31:31: Die einen sehen klare Handlungsbedarfe andere sind unsicher wie die Schule reagieren soll.
00:31:36: Zuvor gibt es leider häufig.
00:31:37: Wir hören von Schulen, die sich spätestens nach so einem Vorfall intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, obwohl ein respektvoller Umgang wahrscheinlich in fast jedem Leitbild irgendwo festgehalten ist.
00:31:49: Du hast vorhin gesagt, wenn ihr erst wenn Kritik kommt aber vielleicht zuerst die Frage was passiert, wenn eine Schule gemeinsame Werte formuliert hat?
00:31:56: Aber in konkreten Situationen sind ganz unterschiedlich beurteilt.
00:32:00: Ich finde das ganz etwas natürliches.
00:32:02: Werte sind ja etwas, was ich persönlich habe.
00:32:06: Wenn jetzt so eine persönliche Betroffung hier ist und irgendetwas vorgefallen ist, die einem ein bisschen näher geht, dann reagierst du eher einmal persönlich und reagierest mit deinen eigenen Bildern, die du hast.
00:32:16: Und sie dürfen auch sein!
00:32:17: Ich glaube wichtig ist, dass wir dann Diskussion beziehungsweise den Abgleich der eigenen Werten, die ich habe, mit der gemeinsamen Wert, die die Schule formuliert hat... der Abgleich stattfindet, weil es gibt immer eine persönliche aber auch professionelle Haltung.
00:32:32: Und die ist nicht immer überall deckungsgleich.
00:32:35: Das ist völlig okay und darum erklärt sich das für mich ja.
00:32:38: Man ist vielleicht mal gefordert, weil man sie nicht gleich beurteilt und dann muss man so ein wenig wie den Weg finden.
00:32:43: Aber wie beurteilern wir jetzt das Miteinander auf der Basis unserer gemeinsamen festgeleiteten Werte?
00:32:49: Gibt's auch Sachen, wo du würdest sagen, die sind nicht verhandelbar und das Schulleitung muss hier wie Entscheidungen treffen unabhängig von dem Team.
00:32:56: Ja,
00:32:56: so ein bisschen aus der Kriseintervention.
00:33:00: Da habe ich zum Teil auch militärisch ein paar Sachen gemacht im pädagogischen und psychologischen Dienst, wo ich war.
00:33:05: Da ist immer eine Sache, da habe ich mitgenommen die zu schützenden Güter, wenn irgendetwas passiert.
00:33:10: Und damit ist nicht unbedingt irgendein Gebäude oder so gemeint sondern jetzt auch Menschen in einem schulischen Kontext.
00:33:15: Das heisst es gibt wirklich einen Moment, da muss man sagen diese Person.
00:33:20: Und meistens ist es wirklich die betroffene Person von nicht schönen Situationen.
00:33:25: die muss ich jetzt bestmöglich schützen.
00:33:27: Da muss ich auch in Kauf nehmen, dass ich vielleicht nicht gerade unmittelbar zu allen Eltern kommuniziere oder was auch immer so einfach dort wirklich die Prioritäten setze und sich diese Frage zuerst stellen.
00:33:36: Dann gibt es einfach unverhandelbare Sachen sind einfach das, wo man aufgeschrieben hat.
00:33:41: Es gibt das Gesetzes, es gibt auch vom Schweizerischen Lehrer von dem LCH, da gibt's eine Berufsetik- und Berufsleitbild Und ich glaube, an dem muss man sich orientieren und dann kann man für sich selber vielleicht irgendwo im privaten Rahmen finden.
00:33:54: Da habe ich jetzt eine andere persönliche Überzeugung, das ist okay aber im Ausüben vom Beruf geht da nicht.
00:33:59: Was mich bei diesem Thema noch beschäftigt hat, ist dass du am Anfang gesagt hast, dass man vielleicht erst reagiert wenn es Kritik gibt?
00:34:06: Das würde sagen wie kann ein Team auch selbst erkennen wo sie vielleicht eigene blinde Flecken haben?
00:34:12: Ja in dem wir sich mal zuerst bewusst sind, dass die blinden Flecken gibt Und dann kann eine Bereitschaft auch da sein und sagen, dass wir hier schauen wollen.
00:34:20: Für mich sind so blinde Flecken... Ich glaube ich bin als Mensch und am meisten herausgefordert wahrscheinlich auch als Schulleiter gewesen.
00:34:29: Denn mit den Ressourcen ist ja auch ein Thema.
00:34:31: Dann kommst du mal an das Limit mit deiner Ressource.
00:34:33: Und ich bin aber jemandem, der sehr gerne selber möchte entscheiden wie es weitergeht.
00:34:38: Von daher habe ich für mich gemerkt, dass ich mir auch externen Unterstützung geholt habe.
00:34:43: Einfach damit ich die blinden Flecken besser kenne!
00:34:45: weil reagieren ohne die blinden Flecken zu kennen heisst auch, ich brauche unter Umständen zu viel Energie am falschen Ort.
00:34:52: Und ich glaube das müsste Motivation sein für die Schule oder auch für die Lehrpersonen dass man sich den blinden flecken bewusst macht zum noch besser und ich sage jetzt noch ein bisschen Ressourcerschonender.
00:35:03: auch können reagieren wenn die ressourcen ja als Thema sind.
00:35:06: Das mit den exzernen Hilfen finde ich sehr gut in diesem Zusammenhang.
00:35:09: Das hat nämlich Anja Glover auch gesagt und mir fällt eben auf, gerade zu betimmen wie Rassismus beim Umgang mit Diversität oder Gewalt, warum wir dort nicht stärker präventiv arbeiten.
00:35:20: Und lustigerweise all diesen Folgen sind fest darum gegangen dass man eine Hilfe holt oder Leute die Expertise haben und dann kann man vielleicht in blinden Flecken erkennen weil ich glaube es ist ganz schwierig selber zu merken wo sind denn diese?
00:35:31: Aber wieso schaffen wir dich vielleicht nicht präuentiver?
00:35:34: sind sie ja noch wieder Tressourcen?
00:35:36: Nein, das ist wirklich eine Haltungssache.
00:35:38: Und da sind wir vielleicht auch noch etwas zu fest gefangen in den Beurteilen, was richtig und falsch ist, in diesem Modus hinein.
00:35:44: Ich glaube, die Schule ist so ein starkes Menschenbusiness also mit den Kindern natürlich auch aber auch unter der Erwachsene.
00:35:51: Jetzt rede ich ein bisschen aus meiner Erfahrung auch als Schulleiter und dann musst du vielleicht auch diese Kultur vorleben.
00:35:56: Das kann ich jetzt hier im Interview sagen weil ich es schon einmal gesagt habe in einer Sendung von Vicente.
00:36:01: Ich bin ja ziemlich knapp vor dem Burnout gestanden dass sie irgendwann als Gelegenheit nutzen können, wie vorleben.
00:36:08: Da hole ich mir jetzt die Hilfe und habe das eigentlich transparent gemacht, weil ich mich gemerkt hatte an meine Vorgesetzerstelle haben extrem positiv auf diese reagiert.
00:36:17: Und zweitig ist es mir wichtig, dass das zu Selbstverständlichkeit, zur Kultur halt eben auch da vielleicht um die ganze Leitbild- und Haltungsdiskussion nochmal aufgreifen.
00:36:27: Man hätte das schon irgendwo im Vorfeld definieren können.
00:36:30: wir holen uns Hilfe wenn oder was auch immer.
00:36:32: aber letztendlich brauchst du wahrscheinlich einmal den Moment, wo du wirklich umsetzen und anpacken musst.
00:36:38: Und der hilft nicht viel, ob sie zu aufgeschrieben hast oder nicht.
00:36:41: Aber das kann man als Gelegenheit nehmen, um das jetzt zu setzen.
00:36:44: Danke für deine Offenheit!
00:36:45: Das zeigt ja auch, dass wir in diesen Momenten genau ein Vorbild sind?
00:36:49: Ja, ja natürlich.
00:36:50: Ich finde es auch wichtig – ich kann jetzt schon sagen wir haben das mit den Schulleitungskolleginnen sehr divers diskutiert.
00:36:57: Es hat eigentlich rundum ganz viele, dass er positiv reagiert und unter der Schulleitung ist es ein bisschen zu etwas abwägen gewesen an was heisst denn Vorbild usw.
00:37:05: Ich glaube aber so ... Das ist einfach meine Interpretation von Vorbild sein.
00:37:08: man kann eine andere haben.
00:37:10: Aber wichtig ist zum Beispiel, dass auch immer thematisiert wie bin ich dann als Vorbild in der Schule?
00:37:15: Weil auch leere Personen sind Vorbilder und das muss man sich auch bewusst dass man da etwas vorlebt und manchmal erlebt man etwas sehr bewusst vor, manchmal unbewusst.
00:37:24: Und dann sind wir wieder so bei dieser blinden Fleckenthematik – das macht schon Sinn, dass man das reflektiert!
00:37:29: Ich komme mir jetzt noch zum letzten Beispiel.
00:37:31: Das ist ein Volk aus dem Frühling, Begabungs- und begabten Förderung.
00:37:34: Denn das habe ich mit Annuscha Meier wieder geredet.
00:37:36: Dann müssen wir an eine Schule sagen, sie möchte sich in diesem Bereich weiterentwickeln.
00:37:40: Schnell kommen ganz sicher viele Ideen zusammen wie Förderlektionen, Pulloutangebote, Atelier oder andere Förderformen.
00:37:47: Viele Fotos tun natürlich sinnvoll aber Zeit-, Geld- und personelle Ressourcen sind begrenzt.
00:37:52: Wie entscheidet der Schule, die Sie überhaupt ansetzen möchten?
00:37:56: Ja, ich habe das Glück gehabt.
00:37:57: In meiner letzten Stelle hatten wir einige dieser Gefäße schon.
00:38:00: Wir haben sie jetzt vielleicht manchmal nicht so gehabt ... Also es war vor etwa zehn Jahren oder etwas mehr.
00:38:06: Wie man das heute vielleicht alldau hat, diese Pools wurden nicht mehr grösser geworden.
00:38:09: Mein Glück war, dass in unserer Schule gemeint, dass eine Art wie zusammengefasst hat und eine Autonomie an die Schulleinheit zurückgegeben hat, dass wir eine Art im Sinne von einem Globalbudget entscheiden können, wo sich jetzt was wie einzusetzen.
00:38:21: Also setze ich jetzt hier eine Lektion SAP ein?
00:38:25: dass um in Klassenassistenz oder ... Da hatten wir einfach viel mehr Möglichkeiten.
00:38:30: Für mich war es wichtig, dass man auch weiss, wer im Team mit welchen Stärken er auch ist, damit man die entsprechend einsetzen kann.
00:38:39: Das Stellenprofil ist ja okay aber letztendlich sind sie Menschen hier und können noch irgendetwas mit reinbringen, bei der Einstellung oder Bewerbung schreiben so noch nicht gewusst hat.
00:38:48: Darum müssen wir das ein bisschen anpassen.
00:38:50: Wir haben das mega geholfen und haben dann ganz unterschiedliche Varianten gesetzt.
00:38:55: sind sieben Schulen in dieser Schule gemeint.
00:38:56: Aber bei jedem von diesen sieben Modellen war es sehr stimmig, wie es am Schluss umgesetzt wurde.
00:39:03: Ich plädiere für mehr Autonomie generell in der Schulführung und da bin ich nicht in diesem Thema und auch sonst nicht der Einzige, was das
00:39:11: sagt.".
00:39:11: Ich habe das Gefühl, dass die Thema zeigt ja auch oder könnte aufzeigen, dass man zuerst muss klären was man eigentlich möchte.
00:39:16: Also was möchten wir mit Begabungs- und begabter Förderung erreichen?
00:39:20: Wie würdest du jetzt das anreissen als Schulleiter?
00:39:22: Würdest du es als Diskussion mal öffnen und eben schauen was haben wir denn bereit?
00:39:26: Wie würde es dir vorgehen?
00:39:27: Ja was ich gemacht habe, ich habe mir auch die Frage immer wieder gestellt wenn ich etwas will... die am Schluss im Schulzimmer, also bei den Kindern ankommt.
00:39:36: Dann muss ich mir auch überlegen als Schulleiter jetzt wie kenne ich diese gleiche Idee schon mal in meiner Arbeit direkt mit der Lehrpersonen umsetzen?
00:39:44: Also wenn ich will, dass wir über die Stärken und Talent von den Kindern reden, dann habe ich das zuerst einmal mit der Lehrerpersonen gemacht weil ich es ja an dem Schulleitern ohne die Lehrerperson nicht bis ins Schulzimmert gebracht hätte.
00:39:57: Und ich glaube, das hat sich noch bewährt, dass man wie auch das selbst erleben darf Das ist ein Thema, man darf einmal besonders das Talent reinbringen.
00:40:05: Ich habe einen Arteteam-Wiederbildungszyklus gemacht.
00:40:09: Da war der Ausgangspunkt mit einer Schonglierartistin und das Thema war aber eigentlich lernen.
00:40:14: Und letztendlich haben alle einen Lernjob gefasst und konnten da irgendetwas weiter oder etwas Neues lernen können.
00:40:22: Die einen nahmen dann tatsächlich eine Schongrierung an, es gab einen Funkkurs, drei sind ins Palette gegangen also alles mögliche und ich glaube Spanien in dem Ganzen Weil man das dann so auch bei den Lehrpersonen ermöglicht, hat es wie die Diskussion viel kalt voller geworden.
00:40:38: Also ich glaube das ist das was ich als Schulleiter mal anfangen würde.
00:40:42: ja reden wir doch einmal über die Talente und Potenzial der Lehrperson und wie können sie sich eingehen?
00:40:47: Das ist ein sehr schöner Punkt, den du gerade ansprichst.
00:40:49: Es hat dann auch im Podcast gesagt, dass es um die Zuständigkeiten geht und was sich daran hangt – das habe ich mir auch noch aufgeschrieben – ist nämlich, dass das Wissen von Begabungs- und Begablteförderung redet.
00:41:00: Manchmal ist es an einer Person, der vielleicht sehr engagiert oder vielleicht auch ein CAS gemacht hat, an ihrer Hange.
00:41:07: Und wenn jetzt diese Person die Schule verläuft, dann bricht das zusammen oder das Wisse Gott verloren.
00:41:11: Wie kann man da sicherstellen, dass viele im Team das tragen und das Wissens
00:41:17: haben?
00:41:17: Ich glaube, wenn das Thema nicht nur einzelne Personen gibt und sagt du bist jetzt verantwortlich.
00:41:22: Du machst Begabungsprogramm und das erleben wir immer wieder, dass ein Gemeind mal anfängt und dann gibt es halt irgendwie eine Woche zum Thema oder was auch immer weil man nicht mehr Ressourcen hat.
00:41:31: Das heißt, es muss einem gelingen, dass es wirklich mehr in den Alltag kommt also viel integrativ verdenkt.
00:41:36: Und wenn man so wichtige Themen, die man schon als Spezialistin und Spezialisten braucht für den Prozess und für gewisse Schritte oder Angebote, die er macht innerhalb der Schule Im BBF-Bereich zum Beispiel.
00:41:48: Aber man muss es auch mit allen anschauen und wenn das gelingt, dass vielleicht auch Teil der Haltung wird, dann magst du einen Wechsel vertragen.
00:41:56: Wechsel sind immer heikel, wenn zu viel Wissen und Entscheidungskompetenz an einzelne Hand.
00:42:04: Wenn diese Personen wechseln, wird es schwierig.
00:42:06: Ja, wir haben jetzt ein paar Beispiele miteinander angeschaut.
00:42:09: Es war spannend zu hören wie du hier vorgehen würdest oder was eben auch vielleicht Herausforderungen sind.
00:42:13: Bevor wir jetzt noch anschauen, wie eine Planbar-Schuleentwicklung überhaupt ist, wer welche Verantwortung trägt und an was man erkennt eine Veränderung tatsächlich etwas bringen muss, müssen wir uns noch eines Kinder an.
00:42:23: Ich habe sie gefragt, was Sie unter Begriff wie Respekt, Toleranz und Verantwortung verstehen und wie sich die Eurer Schule im Alltag zeigen.
00:42:31: Man darf nicht die Leute verletzen oder wie sie vielleicht angelegt sind.
00:42:35: Vielleicht findet man für sich das jetzt nicht schön ab, vielleicht findet das diese Person schön dann sollte man einfach nichts sagen.
00:42:42: Also man kann schon Meinung sagen aber halt vielleicht.
00:42:44: es würde dieser Person verletzten weil er vielleicht hat sich Mühe gegeben oder hat viel Geld ausgegeben für das.
00:42:50: Oder man sollte hilfbereit sein oder halt einfach Komplimente sagen oder einfach helfen.
00:42:55: Mit einer anderen gut
00:42:56: umgehen, mit
00:42:57: einer anderen Hilfe statt eben eine andere Grundlage.
00:43:00: und so Bei den Wärtschen zeigen sich, dass du auch als Teil unserer Klasse gehörst.
00:43:05: Ich zeige an dir Interessen und frage dich, ja, so war es.
00:43:10: Wir versuchen immer... Alle sind gleichberechtigt und alle gehören zu der Schule und sind auch Teil unseres Korrektors.
00:43:19: Ich finde es so verantwortlich, wenn z.B.
00:43:22: andere Menschen sagen, ich lasse den Liker arbeiten und in der Ruhe sein.
00:43:27: Wenn sie draussen sind, z. B. zur Ruhe und nicht umschreien.
00:43:31: Weil wenn sie das machen und die Person mitbekommt, haben sie keinen Vertrauen mehr dazu.
00:43:37: Und lassen sie vielleicht auch weniger Sachen in Grupparbeiten machen, die dann im Gang oder so liegen?
00:43:44: Also das ist zum Beispiel, wenn jemand so vielleicht eine andere Hautfarbe hat oder von einem anderen Land kommt und man respektiert sie so anders.
00:43:53: Das ist z.B.
00:43:54: Toleranz wo.
00:43:55: der Mann muss auch so hilfsbereit sein.
00:43:57: also wenn man ein Kind sich das Hilfe braucht dass man ihnen auch hilft und nicht einfach so irgendwo gegenseitig sagen ja das ist nicht mein Problem.
00:44:04: Also unter Respekt verstehe ich, dass wir nicht im anderen Ego-Beleidigung oder so und dass mehr auch über dem Zulass zuwählen.
00:44:11: Ja,
00:44:12: ich habe es sehr schön gefunden was Kinder für Werte aufzählt haben und wie sie sich auch erklärt haben.
00:44:16: Was können Schulen aus diesen Aussagen der Kind vielleicht für ihre eigene Schulentwicklung mitnehmen?
00:44:22: Also ich glaube da hat man gemerkt, wie differenziert das auch angeschaut wurde.
00:44:26: Es ist ein Begriff gefallen wie eine Verantwortung übernehmen, dann Vertrauen ist gefallen und beim ersten Zitat hatte ich mir das Gefühl Schon sehr viele Schulentwicklungen.
00:44:38: Ich fühle mich jetzt wahnsinnig bestärkt und die Aussagen, die ich schon gemacht habe, fragen Kinder mal.
00:44:44: Also traue ich ihnen ein paar Sachen zu.
00:44:46: Da kommt sehr viel wertvoll.
00:44:48: Wenn man es so differenziert anschaut wie sie jetzt geschildert worden ist in dem Prozess mit Erwachsene in der Schule, dann hat man eine hohe Qualität von diesen Diskussionen.
00:44:57: Wir haben ja vorher ganz unterschiedliche Situationen angeguckt.
00:45:00: und da stellt sich dann schon auch eine Frage, wie planbar die Schulentwicklung überhaupt ist.
00:45:04: Ich war als Lehrer selber in der AGW.
00:45:07: Im Kanton Zug ist das Arbeitsgruppe für Unterrichtsentwickling.
00:45:10: Und dort haben wir natürlich auch zieldefiniert den Plan gemacht und Verantwortungen festgelegt.
00:45:15: aber ob ein Entwicklungsprozess tatsächlich so läuft, ist dann nochmal eine andere Frage.
00:45:20: Wie planbar sind solche Projekte aus deiner Sicht?
00:45:23: Ich stelle mir gerade über deine Frage, du sagst so ein Projekt.
00:45:27: Man tut es immer sehr konkretisieren auf an.
00:45:30: jetzt müssen wir noch über Noten diskutieren und jetzt müssen man noch über Respekt diskutieren.
00:45:34: Und tut das auch wie so stark fragmentieren?
00:45:37: Die Unterrichtsentwicklung ist für mich einfach ein ständiger Prozess.
00:45:41: Die Unterrechtsentwicklung geht es auch sehr spezifisch.
00:45:43: Wir reden dann von Schulentwicklungen, Personalentwickungen usw.
00:45:47: Ich glaube man muss es mehr als Prozess denken also als lernende Organisation mit der Planbarkeit etwas anders.
00:45:55: Ich glaube, planen kann man ständig in so einem Entwicklungsprozess hinein, damit wir diese Qualitätsschlaufen immer wieder machen.
00:46:04: Was schwieriger als planbar ist, sind natürlich welche Themen, die das kommen.
00:46:08: Denn da gibt es auch ganz grosse Überraschungen – ich glaube, da kann jetzt noch Pandemie und Keine einnehmen.
00:46:13: Und dann wissen wir alle, okay, das hat niemand auf dem Schirm gehabt!
00:46:17: Auf das kann man sich wie vorbereiten.
00:46:19: Wir sind ständig dran, wir sind eine lernende Organisation und bei den Themen wäre ich dann noch etwas offen.
00:46:26: Du hast im Vorgespräch auch noch gesagt, einfach ausprobieren ist durchaus zulässig.
00:46:30: Das tut nach Freiraum.
00:46:31: Gleichzeitig investieren Schulen teilweise sehr viel Zeit in so ein Konzept oder Plan oder Prozesse, das ich gerade gesagt habe.
00:46:37: Ich habe es schon etwas so erlebt, dass es manchmal so ist, das machen wir jetzt und so gehen wir vor.
00:46:41: Und eben sich sehr viel zeit nehmen zu, um das möglichst genau auszuarbeiten sind Schulen manchmal stark damit beschäftigt.
00:46:47: Zuerst die möglichst perfekte Lösung zu entwickeln, statt etwas ausprobiert und dann auch im Prozess zu lernen.
00:46:54: Ich glaube, es schlüsst sich nicht aus.
00:46:55: Dass man durch das Ausprobieren schon sehr viel lernt, wo man dann vielleicht irgendwann mal im Konzept festhaltet, aber das Konzept nicht auf fünf, sechs oder sieben Jahre rausgelten soll... Das ist ein sinnvoller Weg.
00:47:09: Meine Erfahrung ist ein bisschen die, dass wir je mehr man im Ausprobierenden ist umso mehr versteht man auch über das ursprüngliche Problem, den man lösen möchte.
00:47:18: Ich würde noch gerne etwas sagen zur möglichst perfekte Lösung!
00:47:21: Der Befokus auf der perfekten... Das ist nicht mehr hilfreich.
00:47:25: Vielleicht trau ich mich jetzt auch, dass es auch nicht mehr zeitgemäß ist und sicher noch zielführend ist.
00:47:29: Ich wünschte mir das Schule sich vielmehr mit der Frage beschäftigen dürfen, wann ist gut genug?
00:47:35: Und dann so ein bisschen ... Da war ich halt Mathematiker, oder?
00:47:39: Wenn er gut ist als Foeifei und ein Füfei ist historisch prägt sind wir ja immer einen Schnitt muss bei vier Komma vier bis Vier Komma sieben sein oder das ist noch in den Köpfen!
00:47:48: Dann ist ja ein FÜFEI super.
00:47:50: also ich denke man kann sagen
00:47:54: Aber ich glaube, es könnte ja daran liegen, dass Schulen ja auch ständig in der Kritik sehen oder heute natürlich aus verschiedenen Perspektiven genauer hergeguckt werden.
00:48:01: Dass vielleicht auch ein bisschen angesteuert ist vor dem Ausprobieren.
00:48:04: Weil wir könnten ja auch scheitern und nicht funktionieren können.
00:48:07: Und das dann wiederum den Eltern, den Kindern oder wenn man immer erklärt muss.
00:48:11: Wir haben etwas ausprobiert aber das hat jetzt nicht funktioniert.
00:48:14: So einfach ist das der denn auch nicht?
00:48:16: Nein,
00:48:16: es ist nicht einfach.
00:48:17: Ich bin ein bisschen idealistisch und möchte wie dem entgegenheben.
00:48:20: Wir möchten ja das ausprobieren und scheitern und aus Fällen lernen.
00:48:25: Das möcht man bei den Kindern ermitteln.
00:48:26: Und wenn wir das aber ernsthaft möchte, dann muss man halt eben die ganz mühsame Prozesse auf sich nähen, dass sie gleich noch als Schule machen wollen.
00:48:34: Ja da gibt's natürlich Widerstände von außen, auch von ihnen älteren usw.. Aber ich glaube, da muss man doch sagen, hier lohnt es sich, dass man durch geht weil genau das möchten wir ja auch am Lernen der Kinder ermöglichen.
00:48:48: Ein weiterer wichtiger Punkt bei Schulentwicklung ist natürlich auch die Führung, denn irgendjemand muss sich an den Rahmen arbeiten, Entscheidungen ermöglichern und Verantwortung für die Prozesse übernehmen.
00:48:57: Was ist die Aufgabe der Schulleitung in einem Entwicklungsprozess oder was vielleicht auch nicht?
00:49:02: Die Verantwortung wahrscheinlich am Anfang liegt bei der Schulleitung, weil ich weiss nicht wo sie sonst ist oder festgelegt ist.
00:49:09: Vielleicht mit dem Gedanken auch Schulleitungen eingeführt als wieder hierarchische Stufen?
00:49:15: Ich glaube das Ziel muss aber schon sein, dass die Schulentwicklung betrifft alle also innerhalb von der Schule.
00:49:19: Also nicht nur die Schulleituung sondern auch die Lehrpersonen.
00:49:22: Auch die Schüler, ein älteres Umfeld generell... Was man dann machen kann, man kann innerhalb des Prozesses darüber diskutieren wer hat welche Rollen und Verantwortlichkeiten.
00:49:31: Aber es gibt so Sprüche, wie die Betroffenen zu Beteiligten machen oder umgekehrt.
00:49:37: Manchmal ist es auch spannend, dass die Beteilligte erst einmal betroffen werden und einfach alle in einen Prozess holen können.
00:49:44: Und dann ist letztendlich etwas, was das Gesamtschul-Team betrifft und vielleicht manchmal mehr eine Frage von Organisationsentwicklung und nicht von Schul- und Unterrichtsentwickling.
00:49:54: Ich glaube, das wird häufig auch noch unterschätzt.
00:49:56: Also sind wir überhaupt jetzt gut aufgestellt bezüglich Fragen wie Kommunikation?
00:50:01: Abläufe.
00:50:02: Und wenn man mal ein Problem, das Bedürfnis identifiziert hat, dann würde ich auch sehr empfehlen mit Wissen und Evidenz zu vergleichen.
00:50:10: Was wüssten wir schon?
00:50:11: Es hilft einem einfach auch.
00:50:13: Man merkt, man ist nicht ganz alleine und man weiss vielleicht auch, was effizient ist.
00:50:17: Das führt uns immer wieder auf die Ressourcenfrage zurück.
00:50:20: Die Ressoursenfrage empfehle ich halt immer, wenn man weiß, was wirkt oder dann ist es auch effizierter wie man diese Energie einsetzt.
00:50:28: Wo siehst du die Rolle?
00:50:29: bei den Lehrpersonen oder vielleicht vom ganzen Team?
00:50:32: Und du hast auch vor Freiraum geredet.
00:50:33: Also was würde es sagen, sollte eine Schulleitung im Team oder einzelne Lehrperson ermöglichen?
00:50:39: Ja genau!
00:50:39: Das ist mir am Anfang bei der letzten Frage in das Income, dass die Verantwortung von der Schulleitung einfach mal ist, den Prozess sicherzustellen muss sich nicht alleine machen also ganz viel auch abgeben Denn in der heutigen Zeit gibt es Themen, die du als Schulleitung nicht mehr alles wissen kannst.
00:50:53: Ganz ein schönes Beispiel sind z.B.
00:50:54: die Pixler, welche es gibt.
00:50:56: Die Informatik oder das sind Experteinnen und Experten werden immer auch mehr in so eine Multiplikatorenrolle reinkommen, also als Change Agents.
00:51:03: Das finde ich sehr spannend.
00:51:05: Wir kommen auch im Kanton Luzern, haben jetzt sogenannte Fachkarriere eingeführt.
00:51:09: Ich kann das nicht auswendig aufzählen.
00:51:12: Wo man sehr gezielt Lehrpersonen mit Know-how ausbildet Teil des Systems nimmt.
00:51:19: Der Auftrag ist nicht, dass Leerpersonen das machen dürfen, sondern der Auftrag, dass die Schule Leute haben, die das Wissen haben und dann die Rolle innerhalb vom Team erleben.
00:51:29: Als Schulleitig denke ich, dass wir wirklich abgeben dürfen, weil man nicht mehr alles selber tun kann.
00:51:35: Du hast mir noch von einem Schulleiter erzählt, wo das Volksschulgesetz mir mal als Tür gelesen hat.
00:51:39: Nicht zu herausfinden was er alles muss sondern was alles gar nicht geregelt ist.
00:51:43: Etwas endlich hat ja Christoph Bündner im Live-Podcast zur Schule der Zukunft angesprochen.
00:51:48: Da bist du auch dabei gewesen.
00:51:49: Wegen dem kann ich das jetzt auch sagen.
00:51:51: Dort ging es unter anderem um den Spielraum, an dem die Schulen haben.
00:51:54: Zum Beispiel bei den Noten, in denen die Stadtlutzenden abgeschafft hatten und unterschätzten Schulen manchmal ihren eigenen gestaltigen Spielraum.
00:52:02: Ja Ich denke definitiv, es gibt Vollgeschläge, die sehr viele Spieler umzulönen.
00:52:06: Kanton Durgab, wo ich wohne und auch in der Schule leidig war.
00:52:09: Wenn man eine sehr progresive Schule sieht, kann man recht viel machen.
00:52:12: Manchmal ist Schwierigkeit, weil der Gestaltungsspielerum so gross ist.
00:52:15: Und wenn er dann nicht genutzt wird oder wie geht man den Mittwoch?
00:52:19: Also auch dort ist das so... Aber jetzt zurück zu deiner Frage!
00:52:22: Es gibt auch Kantonen, bei denen sehr viel geregelt ist.
00:52:25: Wenn wir aber schauen gehen, was ist geregletet und was nicht, dann kann man ja sagen Ja, dort ansetzen, wo etwas nicht geregelet ist.
00:52:32: Gelegenheit über zum Schulveränder.
00:52:34: Ich glaube, man muss auch nicht warten auf ein Volksschulgesetz, wo es ganz viele Möglichkeiten gibt.
00:52:39: Man kann loslegen und wir haben keine schöne Beispiele, die Leute der Mut hatten, einfach mal das Zinder fragen.
00:52:45: Mut heisst ihr nicht dass ich Sachen mache, die nicht erlaubt sind?
00:52:48: Gar nicht!
00:52:49: Aber wir könnten ganz viel Beispiel bringen von Schulen, die genau das probiert haben und gesagt hey es geht im Fall doch...
00:52:56: Auf einen Punkt, was ich noch eingehen möchte ist die Kommunikation.
00:52:59: Die Schulentwicklung betrifft ja selten nur diese Menschen, die direkt an einem Prozess beteiligen sind.
00:53:04: Spätestens wenn sich im Unterricht oder im Schulalltag etwas verändert betriffe das dann eben auch alle anderen.
00:53:09: Also die Lehrpersonen-Kinder und auch die Eltern der ziegsberechtigten.
00:53:13: Welche Rolle spielt Kommunikations hier für das Gelingen des Schulentwickelings?
00:53:17: Ja, KommunikATION ist bei den Veränderungsprozessen an uns.
00:53:21: Man kann sehr viel richtig machen aber auch einiges falsch.
00:53:24: Wir kommen spontan ein paar Beispiele in den Sinn, wo wir dann auch wieder Zeitungen lesen können.
00:53:29: Dann gibt es einen Aufstand der Eltern und ganz häufig ... Nicht immer, aber ganz häufig sehe ich dort schon etwas zusammenhangend, dass man das geschickter hätte müssen.
00:53:36: anpacken mit der Kommunikation, also einfach die Leute mit auf den Weg nehmen.
00:53:40: Wichtig ist auch, dass wir gut kommuniziert, wieso machen wir das überhaupt?
00:53:45: Dass man das ins Zentrum stellt und was denn die konkreten Umsetzungsschritte am Schluss sind, Detail und ich glaube, das muss auch in der Hoheit von der Schule liegen.
00:53:55: Wie sie es genau machen.
00:53:56: Aber für das wieso kann man die Leute schon gewinnen?
00:53:59: Da habe ich eigentlich fast nur gute Erfahrungen gemacht.
00:54:02: Und wie gesagt im ungünstigsten Fall entsteht die Krise dann eigentlich weil Kommunikation nicht so super funktioniert hat.
00:54:09: Dann wird es streng.
00:54:10: also wie kann ich denn diese Entwicklung und die Widerstände klären?
00:54:14: und was auch noch häufig ist, man hat vielleicht eine Idee dass man gewisse Sachen gescheitert nicht sagt.
00:54:20: Aber im Zweifelsfall würde ich empfehlen, dass wir eher Antworten auf Fragen liefern, die irgendwann mal so etwas schwälen.
00:54:29: Weil wenn du das nicht machst, wird dann das im Dorf schon diskutiert und beantwortet und dann hast du keinen Einfluss mehr.
00:54:35: Also ich würde die Leute, die verantwortlich sind, weil die Entwicklungsprozesse ermutigen machen sich ein bisschen proaktiver und transparenter.
00:54:42: Ich glaube am Schluss zahlt es sich aus.
00:54:44: Das würde ich auch so unterschreiben oder so unterstützen, weil ich es eben auch erlebt habe.
00:54:48: Dass es sehr wichtig ist, dass man das visuell erklärt.
00:54:52: Also warum machen wir das?
00:54:53: Ich habe verschiedene Themen, eine Gemeinde, die ich bei ADL eingeführt hatte oder Hausaufgabe hat wollen abschaffen, Noten, die sich verändern haben an den Zeugnissen und so weiter.
00:55:03: Es gibt viele Aufstände jeweils.
00:55:05: aber weil ich eben ein Gefühl hatte, dass Eltern gar nicht so recht wissen um was es jetzt hier geht.
00:55:09: Und also sind ja auch all diese Themen ein altes Muster wo sie sich auch in einem Haus aufgeben.
00:55:14: Wir hatten auch eine Note selber immer.
00:55:15: Ich glaube, innen muss man es genau so auch erklären, dass du auch gesagt hast mit der Evidenz, Heyman hat dir zugefunden, dass es vielleicht nicht so ist wie du erst noch erlebt hattest?
00:55:24: Ja, genau!
00:55:25: Ein schönes Beispiel sind auch die Noten.
00:55:27: Als Eltern ist man schon froh, wenn man weiss, ich kann hier Rückmeldung aus der Schule, ich weiss wo mein Kind steht und warum brauche ich noten?
00:55:35: Jetzt muss man natürlich ein bisschen aus der Evidenz entgegenheben, dass wie diese Note die Stange kommt oder auch als ehemaliger Mathematiker... jetzt ist das so etwas... Na ja, so objektiv ist es eben nicht!
00:55:47: Aber das Bedürfnis, dass wir wissen möchte, wo der Kind steht, das kann ich gut nachvollziehen.
00:55:52: Ich glaube bald einfach den Noten ist die falsche Antwort auf diese Frage.
00:55:55: Und da müsste man vielleicht auch noch sich überlegen, wie könnte man das Bedürfnis sonst noch auch zufriedenstellen?
00:56:00: Was wir auch noch im Sinn können ist ein Bilder.
00:56:02: Also selbst wenn mal in die Presse einen positiven Artikel kommt oder jetzt im Moment wird es eher etwas kritisch diskutiert.
00:56:09: aber wenn jetzt mal etwas Positives ist, dass es gelingt und gute Sachen
00:56:13: usw.,
00:56:13: dann haben wir immer noch eine Bildlein in diesem Artikel.
00:56:16: Und hier finde ich so, aber nehmen doch jetzt nicht ein Bild.
00:56:20: wo die Lehrperson vorne an der Wandtafel steht ist vielleicht dass die Schüler noch eine iPad auf dem Tisch haben.
00:56:26: Vielleicht müssen wir sich mal überlegen, mal ein paar neue Bilder, so zwei, drei Hundert Bilder von Zeigenmessen, Unterricht und allen Presseagenturen schicken, damit man diese verwendet kann, weil das prägt sich natürlich immer neu.
00:56:38: Ich glaube, diese Bilder werden wir noch lange sehen und sie sind sehr tief.
00:56:42: Das stimmt!
00:56:43: Ich habe es gerade überlegt wie ich es beim SRF bin aber ich glaube, dass das wahrscheinlich auch im SRF passiert.
00:56:48: Ja, wir sind kurz verschlossen.
00:56:50: Ich würde aber gerne wissen von dir, woran man eigentlich erkennt, ob etwas funktioniert.
00:56:55: Also wenn etwas erfolgreich ist wie bist du im Vorgang als Schulleiter?
00:56:59: Wenn wir jetzt die Veränderung planen und ja dann sind wir wieder bei dem Gärtner und entwickeln oder erneuerer Modell, da gibt es ja erst einmal kritische Stimmen.
00:57:07: Und diese habe ich immer sehr geschätzt dass sie kommen, weil das sind wahnsinnig wichtige Fragen wo wir uns gemerkt haben zu sagen also an diesen Fragen können wir auch schon mal messen im halben Jahr oder im Jahr wie sich das entwickelt hat und ob man auch tatsächlich recht hatte mit dieser kritischen Stimme müssen wir jetzt etwas anpassen oder nicht?
00:57:26: Also ich glaube das ist mal ein Punkt.
00:57:27: wenn kann ich zu welcher Zeit was messen und wer kennt mir hier auch Informationen geben.
00:57:34: Wenn immer irgendwie möglich Schüler mit einbeziehen, weil letztendlich das was man verändert muss ja genau dort ankommen.
00:57:40: also müssen wir uns auch überlegen wie kann man das dort messen?
00:57:42: So langfristige Wirkungsmessungen es ist schon noch eine Challenge.
00:57:45: also auch bei ProED aus sind wir froh dass wir dann auf externe Expertise zurückgreifen.
00:57:50: aber kurzfristig ist schon mal relativ vieles möglich.
00:57:52: da braucht es auch so ein bisschen evolutiver Erhaltung der leeren Personen im Unterricht verändern, dann kann man ja direkt nachfragen.
00:58:00: Wie ist das angekommen?
00:58:01: Was ist passiert und so.
00:58:03: Man kommt da gute Rückmeldungen über von den Schülerinnen und Schülern.
00:58:06: Ein Punkt finde ich noch wichtig und zwar wenn wir eine Veränderung planen für eine bestimmte erwartete Wirkung.
00:58:13: Dann sollte man immer auch Raum schaffen für unerwartende.
00:58:16: Die Nebenwirkungen haben schon mal kurz davon gehabt, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese Nebenwürkungen zwar unerwartet sind aber häufig extrem positiv auch.
00:58:25: Dass man offen ist für das, also dass man natürlich auch die negativen Nebenwırkungen auf dem Schirm hat oder man hat einmal etwas gut gemeint, aber es ist noch etwas anderes dabei rausgekommen, was nicht hilfreich ist, aber da gibt es ganz viel Positives.
00:58:36: Ich glaube, das hätte ein bisschen mit der Haltung zu tun, dass man schon so ein wenig aufs Positive verlässt, dass hier sogar noch viel mehr sich ... und positiv entwickeln, wie man eigentlich geplant hat.
00:58:48: Und das, was du gesagt hast, ist eine positive Fehlerkultur auch selber vorlieben?
00:58:53: Ja natürlich!
00:58:54: Wenn
00:58:55: wir jetzt alles zusammennehmen, die wir heute besprochen haben... Was sind für dich diese drei entscheidendsten Punkte, sodass Schulentwicklung gelingen
00:59:02: kann?
00:59:02: Ein Punkt ist Verantwortung übernehmen und zwar gemeinsam möglichst alle dabei.
00:59:07: Ein zweites ist für mich wichtig, dass wir Bedingungen schaffen können dass man Raum und Zeit hat, um Sachen weiterentwickeln zu können.
00:59:14: Auf eine Schule unterricht die Schüler-Lehrer-Organisation alles muss dabei mitdenkt sein.
00:59:19: Und was ich schon immer mehr mitnehme ist die Haltungsskussion, in der mich fragen, was den richtigen Zeitpunkt dafür ist.
00:59:26: Also vielleicht nicht unbedingt gerade als Einstieg.
00:59:29: Manchmal macht es mehr Sinn, nach einer gewissen Zeit, an der man Sachen ausprobiert hat, die Haltungsskursionsaufgrifft.
00:59:35: Am Anfang der Folge haben wir kurz darüber gesprochen, was ProEDU ist.
00:59:38: Du hast noch ein paar Mal erwähnt, was es dir ermöglicht.
00:59:41: Jetzt möchtest du uns aber noch etwas konkreter wissen?
00:59:43: Was bietet ihr der Schule konkret an?
00:59:45: Ich kann schon erwähnen, dass man die Schulvisitenkarte hat.
00:59:47: Das sind ganz viele Schulen darauf, welche ihre Expertise und Erfahrungen zeigen, also bereit sind auch zum Teilen, um andere auf den Schulbesuch einzuladen.
00:59:55: Und das ist noch wichtig!
00:59:56: Sie sind Experten nicht pro EDU.
00:59:59: ProEDu hat vielleicht ein paar Themen, wo wir ein bisschen sattelfester sind, aber wir können gar nicht alles ab.
01:00:04: Aber in der Schule ist ganz viel Expertise um.
01:00:06: Fünfmal im Jahr machen wir auf verschiedenen Standorten das Forum.
01:00:09: Das ist meistens kombiniert mit dem Schulbesuch am Morgen und dann gibt es verschiedene Workshops am Nachmittag, aus der Praxis für die Praxis ist jetzt ein bisschen das Motto.
01:00:17: In den letzten zwei Jahren waren die Themen meistens Projektlerne gewesen und damit verbunden auch relativ schnell die Frage nach Begutachtung beurteiligen Notesetzungen.
01:00:26: Da merken wir so etwas dass das überall vorkommt.
01:00:29: Wenn wir ein kurzfristiges neues Projekt machen wollen, dann haben wir einen kleinen Schulentwicklungsförderfonds, in dem wir den Prozess finanziell unterstützen können.
01:00:37: Das kann sehr kurzfristig und niederschwellig passieren, ist aber immer aus Sicht der Schule den Antrag gestellt.
01:00:43: Es gibt ein Thema Making, wo wir sehr stark inhaltlich unterwegs sind.
01:00:47: Wir haben ein eigenes Schulentwicklungsprojekt, das wir in der Schule begleitet haben bzw.
01:00:52: in Deutschland vor allem die Teacher-Lieder mehr befähigen, den Prozess von der Schulentwickelung zu steuern.
01:00:59: In der Romandie machen wir es auch – es ist etwas anders aufgebaut.
01:01:02: Was man aber macht?
01:01:03: Wir sind daran, ein nationales Praxisnetzwerk zur Making aufzubauen im Auftrag einer Stiftung.
01:01:09: Dann hoffe ich fest, dass du auch meine Podcast-Folge zum Make Reducation Glosstest hast.
01:01:13: Die
01:01:13: habe ich gesehen.
01:01:14: ja!
01:01:15: Ich
01:01:16: bin nicht so der Podcast... Jetzt muss ich mich behaupten.
01:01:20: Ich nehme es immer mehr vor.
01:01:22: Ich kann immer im Zweifelsfall lieber dazu nehmen wie das Auto, weil ich im Auto nichts machen kann und jetzt merke langsam, ich kann's glaube kombinieren.
01:01:30: Dann hoffe dann, dass ihr das in den nächsten Zugfahrt noch holst.
01:01:33: Alle, die dazulassen, danke vielmals für Sie schalten und dranbleiben.
01:01:36: Ich würde sehr schätzen, wenn du meinen Podcast weiterempfällst auf Spotify oder Apple Podcast mit Sternen bewertest, abonnierst und kommentierst – für mich ist das ein Zeichen der Wertschätzung!
01:01:45: Der Podcast ist und bleibt unabhängig und produziere ich in meiner Freizeit komplett unentgeltlich.
01:01:50: Das heisst, ich verzichte bewusst auf Werbung und Sponsoring, entscheide selber über Themen, Gäste und Inhalte und verdienen nichts daran, wenn Du zuzulass bist.
01:01:58: Wenn du meine Arbeit unter Podcasts schätzt und möchtest unterstützen, kannst du mir die Wind Egal, ob für ein Kaffee, ein SÖV-Ticket zu einer Podcastaufnahme oder einfach als kleines Dankeschön.
01:02:08: In der Show Notes findest du direkt die Link zu TWINNED.
01:02:10: Merci vielmals für deine Unterstützung!
01:02:12: Am fünften November findet übrigens den letzten Live-Podcast in diesem Jahr statt und zwar im Kraftwerk in Zürich zum Thema Leistungsdruck.
01:02:19: Es gibt noch ein paar Tickets und ich würde mich sehr freuen wenn du live dabei bist.
01:02:22: auch diese Infos finden in den Show Notes.
01:02:24: Wir kommen jetzt zum Schluss dieser Podcastfolge.
01:02:26: Michael was ist dein Wunsch an die Schule von morgen?
01:02:29: Ich würde mir wünschen, dass die Schule viel bewusster auch nochmals den Prozess der Entwicklung gestaltet.
01:02:36: Dass sie gemeinsam herrsitzt und Verantwortung übernimmt, Verantwortung aber auch abgibt.
01:02:42: Ich glaube man darf Schülerinnen und Schülern viel mehr fragen was eigentlich ihre Haltung ist.
01:02:47: Man gewinnt hier wahnsinnig viel dazu.
01:02:49: Also jetzt unabhängig von irgendwelchen bestimmten Themen wo wir vielleicht in fünf Jahren umgesetzt haben, ist mein Wunsch eine Übernehmendverantwortung, bauen dort aber auch Kinder mit ihnen.
01:02:58: Das lohnt sich.
01:03:00: Michael, danke für das informative Gespräch und dass du deine Zeit genommen hast.
01:03:03: Danke dir!
01:03:04: Mehr Informationen zum Thema findest du bei mir auf Social Media oder auf meiner Webseite DamianHass.com.
01:03:09: Die nächste Folge zum Thema Menospher mit Markus Theunert kommt am letzten Moment im November.
01:03:14: Die Musik ist vom Tabias Jensen.
01:03:16: Danke vielmals fürs Zulassen und bis gleich!
01:03:20: Bildungsreis Ein Podcast für alle, die Kinder auf ihrem Lebensweg begleiten.
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